Sonntag, 6. Juni 2010

Schaffe, schaffe… Eigenleistung 1.0

Am Donnerstag, in NRW ja glücklicherweise ein Feiertag, dachten wir uns, dass faulenzen ja jeder kann und so haben wir den Tag äußerst produktiv mit unseren ersten Eigenleistungen verbracht: Die Fugenlüfter fanden ihren Platz in den Lüftungsschlitzen und die Nägel der Stirnbretter wurden zugespachelt.

Paddy dachte sich vorher, dass wir wohl mit den Fugenlüftern ca. 45 Minuten beschäftigt sein würden. Ist ja auch nicht sonderlich schwer, diese possierlichen kleinen Zeitgenossen an Ort und Stelle zu bringen. Sehen doch ganz harmlos aus, oder?



Im Endeffekt waren wir dann zwei Stunden damit beschäftigt. Man kann sich ja mal irren…

Das Problem war, dass Lüftungsfuge nicht gleich Lüftungsfuge ist,
mal waren sie breiter, mal schmaler, meistens passte der ganze Fugenlüfter rein, mal musste man auch erst ein, zwei Windungen abschneiden. Zudem musste man auch aufpassen, dass sie gerade saßen und man nicht zu fest drückte und die Fugenlüfter zusammengequetscht wurden. Es war schon eine Wissenschaft für sich. Und aufgrund all dieser genannten Eigenschaften hat sich die ganze Angelegenheit dann doch ganz schön gezogen.

Hier ein paar Schnappschüsse vom Geschehen:

Zuerst den Fugenlüfter in die Lüftungsfuge quetschen… äh… einsetzen und mit den Fingern so weit es geht in die Fuge schieben.


Dann mit Zollstock nachschieben…


…und schieben... und schieben. ;) 


Äh ja, spannend. Wenigstens war das Wetter blendend! :)

Es empfiehlt sich übrigens sehr, einen Zollstock, Schraubenzieher oder etwas ähnlich Schmales zu verwenden, um die Fugenlüfter richtig zu platzieren. Besonders wenn man einen so rauhen Klinker wie unseren hat. Sonst reißt man sich nämlich schnell mal die Haut direkt unter den Fingernägeln auf. *jauuuuuuuuuuuul*

Besonders spaßig wurde es dann an der Hausvorderseite und –rückseite, wo sich natürlich auch Lüftungsfügen unter der Holzkonstruktion befanden. Queeeeeeetsch! ;)



Das Endergebnis sah dann nachher so aus:



Während der besagten zwei Stunden wurden wir übrigens zweimal von Besuchern überrascht. Zuerst kam ein Herr, dessen Sohn mit seiner Freundin direkt nebenan in Oerlinghausen ab Oktober ein Viebrockhaus bauen wird. Und da wir die gleiche Beraterin haben, kannten diese auch unser Bauprojekt. Der Vater schaut wohl sehr regelmäßig bei uns vorbei und ist auch immer ganz begeistert, was sich tut. Er hatte unser Haus sogar schon „gesehen“, als es lediglich abgesteckt war. Natürlich hat er sich dann gerne durchs Haus führen lassen. Wir gaben ihm für seinen Sohn und dessen Freundin einige Tipps mit auf den Weg, u.a. bzgl. Bausachverständigen, und er fragte dann, ob die beiden nicht auch mal vorbeischauen könnten, um sich mit uns auszutauschen. Klar, immer gerne. Wir sind ja auch für jeden Tipp und Ratschläge dankbar. Ach ja, er war auch total begeistert über unsere Kupferregenrinnen, die hätte er nämlich auch, und seinem Sohn hätte er die auch schon empfohlen. ;)

Später kam dann noch ein weiterer Herr, der uns erzählte, dass wir „Luftliniennachbarn“ sind, d.h. wir wohnen nicht in derselben Straße, sondern er wohnt von uns aus gesehen schräg links übers Feld in der dort angrenzenden Straße und kann quasi von seinem Haus auf unseres blicken. Und so konnte er natürlich auch beobachten, dass sich da jede Menge tut. Er kam mit dem Fahrrad vorbei und als er uns sah, hat er gleich angehalten und uns ausgefragt, da  auch ihn die Geschwindigkeit in Erstaunen versetzt. Zudem wollte er noch wissen, was das denn für ein toller Klinker wäre, der wäre ihm ja direkt aufgefallen. :)

Nachdem der letzte Fugenlüfter „versenkt“ war, machte sich Paddy daran die Nägel der schon vorhandenen Bretter zu verspachteln. (Der Rest wird laut Terminplan am 11.06. angebracht, also nächsten Freitag.)



Auch hier gab es wieder einige kniffelige Stellen, sodass sich zeitweise eigenartige Verhaltensweisen zeigten. ;)


Gefääääääääährlich! :)

Doch irgendwann schaffte Paddy es nach gefühlten 458 Nägeln auch bis ganz nach oben und war dann kurz danach endlich fertig.


Wir haben nicht auf die Uhr geschaut, aber diese Aktion hat wohl auch noch mal ca. 2 Stunden gedauert. Denn Paddy hat ja nicht nur die Nägel zugespachelt, sondern auch diverse Risse im Holz.
Während er so fleißig war, schlich ich (Rina) mich zur hinteren Grundstücksgrenze, um noch mal das Haus unter diesem tollen wolkenlosen Himmel zu fotografieren. Nein, nicht Dich Paddy! ;)


Und kam dann dort hinten auf die Idee, dass ich doch mal ein 360 ° Panorama von diesem Standpunkt aus drehen könnte.

Self-made und wackelig, aber ist doch schön bei uns. :) An dem Tag war es übrigens sehr windig. Falls jemand denken sollte, ich schnaufe so laut. ;)

Und schön, als diese ersten Eigenleistungen endlich fertig gestellt waren!! Es gibt doch spannendere Arbeiten, z. B. das Streichen besagter nun zugespachtelter Bretter. Womit wir uns dann dieses komplette Wochenende beschäftigen… Wer braucht schon ein Wochenende? ;)

P.S. Für alle Freunde der „Dachpenuppel“: Ich habe doch noch mal Fotos gemacht und so sieht das Schätzchen im Detail aus.


Und so groß sind sie:


Noch Fragen? ;)

Kommentare:

  1. ;-)) Nein, keine Fragen mehr.^^

    Klingt alles nach einem sehr erfolgreichen Tag. Der Herr schuftet und Madame läuft mit der Kamera über die Ländereien und macht Filmchen. Typisch! *lol

    Aber im Ernst, das mit den Fugengittern war eine gute Info. Machen wir auch. Die Silikon-Verspachtelung scheint auch eine gute Idee zu sein. Direkt notiert. Danke. ;-)

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  2. Wir hatten nur eine "Pistole" für das Spachtelzeug, was sollte ich machen? ;) (Kommentar Paddy: Zum Glück!)

    Übrigens ist das kein Silikon-Spachtel, sondern ein Acryl-Spachtel. Wird so von Viebrock empfohlen und daher haben wir uns daran gehalten. Ihr werdet dazu auch noch einen Zettel bekommen und dort steht sogar, dass man bloß kein Silikon verwenden soll.

    Die Nägel sollte man in jedem Fall verspachteln, weil sie aus Zink und nicht aus Edelstahl sind. Außerdem erhält man so eine optisch ebenere Fläche.

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