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Donnerstag, 23. September 2010

Ordentlich Holz vor der Hütte

Nein, die Hausherrin hat keinen chirurgischen Eingriff vornehmen lassen. ;) Sondern unser Carport wurde letzte Woche aufgebaut. Und auch ansonsten war jede Menge los! Am Dienstag, 14.09., hatten wir fast schon wieder Viebrock-Handwerker-Alarm-Feeling. Draußen werkelten die Carport-Menschen. Schlafzimmerschrank, Wohnwand und Couchtisch wurden geliefert und drinnen aufgebaut. Außerdem entschied sich der Maler, den wir für den Treppenaufgang engagiert hatten, doch schon an diesem Tag zu streichen (war eigentlich für Donnerstag geplant). Und wir waren ja auch noch fleißig damit beschäftigt, das Laminat im Kinderzimmer zu verlegen. Unser Haus glich mal wieder einem Bienenstock, der geschäftig brummte. :)

Wir haben – wie schon in einem separaten Blogeintrag ausführlicher berichtet – keinen Carport von der Stange. Dies war schon allein aufgrund unseres „halben“ Schuppens nicht möglich. Halber Schuppen, da dieser neben dem Haus steht und somit nur halb so breit wie unser Carport ist. Ursprünglich hatten wir einen L-förmigen Schuppen und hätten in dem schmalen Stück prima unsere Fahrräder unterbringen können, aber da hatte uns ja der Kreis Lippe einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Natürlich kann sich dann jeder denken, dass unser Carport auch keinen Standard-Preis hatte. Jedoch finden wir den Preis mit Sicherheit nicht überteuert, sondern für die Qualität und Ausstattung angemessen. Zudem hatten wir damals verschiedene Anbieter verglichen und unsere Wahl ist auf den gefallen, bei dem wir die beste Leistung zum dazu noch günstigsten Preis bekommen haben. Da konnten wir nicht nein sagen. :)

And the winner is:



Wir sind übrigens aus weiteren Gründen sehr glücklich darüber, keinen Carport von der Stange zu haben und auch dass wir es nicht selbst aufgebaut haben:
Die Abluftgitter der Wärmepumpen sitzen genau auf der Höhe, auf welcher der Querbalken unter dem Dach des Carports sitzt. Wir hatten vorher mit Viebrock abgeklärt, wie viel Abstand zwischen Carport und den Gittern vorhanden sein muss und das Carport-Dach dann entsprechend verkürzt. Dies hatte wiederum zur Folge, dass der Schuppen um 20 cm nach vorne gewachsen ist und hier dann noch ein kleines Wandstück eingeschoben wurde. Dies wurde übrigens spontan vor Ort entschieden, da uns die Alternative von zusätzlich notwendigen Balken nicht gefallen hätte.
Nach dem ersten Aufbautag schlug uns einer der Mitarbeiter vor, doch noch ein Fenster in unseren Schuppen zu integrieren. Wir wogen ab, der Preis war sehr überschaubar, wir hätten auch Tageslicht im Schuppen… also entschieden wir uns spontan dafür. Und *zack* hatten wir ein Fenster. Und der Schuppen sieht dadurch noch so viel besser aus!
Außerdem haben die beiden Mitarbeiter vier Tage für den Aufbau gebraucht! Ich möchte nicht wissen, wie lange das bei uns gedauert hätte. Das macht einem es dann doch noch mal leichter, den Mehrpreis gegenüber der Ware von der Stange zu bezahlen.
 
Doch nun zu den Bildern des Schaffensprozesses. :)
 
Am ersten Tag wurden die Fundamente gesetzt. Am zweiten Tag ging es dann richtig los.
 
Tag 2: Das Grundgerüst steht.
 

Hier sieht man schon, wo unser Schuppen stehen wird.


Blick auf den hinteren rechten Schuppenpfosten.


Wir haben nicht die üblichen H-Träger, bei welchen das Trägermaterial außen sichtbar am Holz anliegt, sondern bei uns verschwinden die Träger komplett im Holz.

Neben diesem Pfosten kommt das Regenfallrohr des Carports herunter und wird dann an den grünen Pömpel angeschlossen. Damit aber nicht alles Regenwasser zwangsweise ungenutzt verschwindet, haben wir eine Klappe in das Fallrohr integrieren lassen, sodass wir hier noch eine Regentonne aufstellen können.

Und hier noch ein Blick von oben.


Die beiden Mitarbeiter mussten übrigens lange Zeit in einem richtig fiesen Nieselregen arbeiten und hatten trotzdem immer gute Laune. Daumen hoch!

Am Ende des zweiten Tages war dann sogar schon ein bisschen Dach zu erkennen.


Am dritten Tag *tadaaaaa* sah es schon sehr nach fertigem Carport aus.



Klein, aber fein: Unser Schuppen. :)


Auch der Blick unters Dach gefällt dank der Holzverkleidung außerordentlich. :)

Blick auf die Rückseite des Schuppens: Das tolle Fenster (mit Sicherheitsglas!) ist drin. Die hintere Tür fehlte noch und wurde am vierten Tag ergänzt.


Wie man sieht, ist der Schuppen überschaubar groß. 


Aber wie wir inzwischen festgestellt haben, bekommt man doch Einiges unter. Der Rest wird dann im zukünftigen Gartenhaus verschwinden. ;)

Und hier auch noch ein Blick aufs Dach und die EPDM-Folie.


Am vierten Tag wurde das Werk dann vollendet und konnte bezogen werden. ;) Letztes Wochenende rückte dann auch noch Paddys Vater, seines Zeichens gelernter Elektriker an, und sorgte dafür, dass wir im Schuppen und unterm Carport Licht und Strom haben. Unser Zuhause wird also in jeder Hinsicht immer kompletter und dadurch wohnlicher.
Und von der Carport-Firma sind wir echt begeistert. Alle sehr nett und professionell! Und vor allen Dingen flexibel und darauf bedacht, dem Kunden die bestmögliche Lösung zu bieten, auch wenn man dafür spontan noch etwas ändern muss.
 
Übrigens, sorry Viebrock, aber: Das Holz des Carports ist doch irgendwie besser vorbehandelt als das Holz an unserem Haus. Auch unseren Carport müssen wir noch streichen – hierfür hatten wir ja noch mal einen großen Eimer „Viebrock-Farbe“ geordert – aber vielleicht ist ja dann ein Anstrich weniger notwendig, damit die Farbe richtig deckt.
 
Doch zurück zum Dienstag und der Möbellieferung. Laaaaange herbeigesehnt, denn wir hatten die Möbel ja schon vor einem dreiviertel Jahr bestellt.
 
Der Schlafzimmerschrank ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Wucht. ;) 3,60 m breit und 2,40 m hoch mit drei Schwebetüren.

 
 
Und er passt hervorragend zum Laminat. :) Übrigens frage ich mich trotz zusätzlicher Kommode im Schlafzimmer, wie wir denn alle unsere Sachen unterbringen sollen. ;) Was daran liegt, dass wir momentan jede Menge Einbauschränke haben. Allerdings haben wir auch schon zwei Kleiderwagen für den Dachboden geholt. Wird schon passen. ;)
 
Zum Thema „passen“ noch einen kleinen Einschub: Unsere Garderobe haben wir auch zwischenzeitlich schon mal aufgestellt. Prinzipiell finden wir sie total super, da sie Platz für richtig viele Jacken bietet. Und am Rand sind Sprossen, über die man zusätzlich Schals etc. hängen kann. Sehr praktisch.
 
Leider ist aber trotzdem theoretisch nur Platz für einen von uns.

 
Und wie schön, dass das noch nicht alle meine Jacken und Schals sind. ;) Nein, es braucht jetzt keiner nachzählen. :P Natürlich sind die Jacken hier nur zwischengeparkt und je nach Jahreszeit verschwinden manche eben auf den Dachboden und die erwähnten Kleiderwagen.
 
Wenn meine Mama das liest, wird sie sich wahrscheinlich denken „Typisch!“ und hierzu fällt mir auch eine lustige Anekdote von früher ein: In meinem Elternhaus war auch eine große Garderobe vorhanden, die ich gerne in Beschlag nahm. Irgendwann schimpfte meine Mama, ich sollte bitte mal aufräumen, an der Garderobe würden bestimmt 10 Jacken von mir hängen. Ich war natürlich der felsenfesten Überzeugung, dass sie maßlos übertreibt. Und wurde dann beim Abnehmen der Jacken eines Besseren belehrt. ;) (Anmerkung Paddy: Vielleicht sollte ich Rinas Mama mal zum Schimpfen holen…)
 
Zurück zu den gelieferten Möbeln. Leider erlebten wir bei unserer Wohnwand eine Enttäuschung: Fast alle Hängebeschläge waren nicht mitgeliefert worden, daher konnten die Hängeschränke nicht angebracht werden. Toll……… *maul* Man wartet so lange darauf und dann so etwas! Außerdem will man ja irgendwann auch einfach mal fertig werden. Jetzt werden wir einziehen und die Schränke hängen noch nicht, denn natürlich sind die Beschläge nicht auf Lager, sondern müssen vom Hersteller nachgeordert werden. *grummel*
 
Daher hier nur das unfertige künftige Wohnzimmerszenario:

 
So wird es dann hoffentlich bald aussehen.
 
 
Was mich eigentlich am meisten verärgert hat, ist, dass wir über die fehlenden Beschläge wie folgt informiert wurden: Wir sind jetzt fertig mit dem Aufbau, aber, ach ja, wir müssen noch mal wieder kommen, und zwar aus dem und dem Grund.
 
Wir hätten uns gewünscht, dass man direkt auf uns zugekommen wäre, als man das Fehlen der Beschläge bemerkte. Die Mitarbeiter können ja nichts dafür, aber so wurden wir mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt.

Zu allem Überfluss stellten wir dann hinterher fest, dass ein Tischbein total zerkratzt ist. Allerdings hat sich das Einrichtungszentrum hierfür schon entschuldigt und entweder wird das Tischbein oder der komplette Tisch ausgetauscht. Wurde uns direkt am Tag nach unserer Reklamation schriftlich mitgeteilt. Geht doch. Also warten wir nun nicht nur auf die Beschläge, sondern auch auf den neuen Tisch.

Eine lustige Situation gab es noch mit dem Chef der Carport-Firma, der gerne zwischendurch mal vorbeischaute, um nach dem Rechten zu sehen und uns nach unserer Zufriedenheit zu befragen. Auch hierfür: Daumen hoch!

Er sah unsere halbfertige Wohnwand und meinte halb überrascht, dass sie ja super zum Laminat passt, wir hätten ja wirklich auf alle Details geachtet. Ja, umsonst sind wir auch nicht mit dem Laminatmuster ins Einrichtungszentrum und Küchenstudio gepilgert. ;) Wenn er erst gesehen hätte, wie viel toller die Küche noch zum Laminat passt… ;) Aber die war ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht da.

Nun zur dritten „Baustelle“ im Haus, die bearbeitet wurde: Der Treppenaufgang erwachte zum Leben. Durch seine „farbliche Erweckung“ in einem satten beerigen Ton. An welchem wir uns tatsächlich nicht satt sehen können. :)




Die Farbe sieht übrigens teilweise noch leicht fleckig aus, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz durchgetrocknet war. Inzwischen ist alles einfach nur noch beeeeeerig schön. :)

Der Maler war wirklich eine unserer besten Entscheidungen. Denn er hat diese Arbeit für wirklich sehr kleines Geld erledigt, obwohl er sogar viermal streichen musste! Wie er uns sagte, decken wohl Rot- und Violetttöne am schlechtesten, sodass man häufig dreimal streichen muss. Und da wir ja als Untergrund die Quarzsandfarbe hatten auftragen lassen, die eine putzähnliche Struktur hat, musste er eben noch mal nachstreichen. Die Arbeit hätte ich an dieser Stelle noch nicht mal einmal machen wollen!

Zumal wir auch gar nicht so eine tolle Konstruktion wie er gehabt hätten.


Manche Menschen haben wirklich einen abenteuerlichen Beruf. ;)

War noch was? Ach ja: Wir haben ja auch noch gearbeitet. :P Da wir Laminat im Moment echt nicht mehr sehen können, machen wir es kurz.

Das fertige Kinderzimmer:


Und der anschließend bearbeitete Flur im OG:



Die Fußleisten sind auch inzwischen fertig gesägt und müssen nur noch an die Wand gebracht werden.

Alle, die schon selbst in ihrem Häusle Laminat verlegt haben, werden sich noch gut erinnern können, wie sich die Situation auf dem folgenden Bild anfühlt: Endlich fertig!!!


Schlimmer ist momentan nur das ständige Packen und ins Haus karren diverser Besitztümer. Denn diesen Samstag ziehen wir ja ein! Ich weiß nicht, wie oft ich schon zu diversen Leuten gesagt habe, dass ich bald einfach alles auf einen Haufen schmeiße und anzünde. :) Der Kleiderschrank ist jedenfalls schon gut gefüllt, das Arbeitszimmer haben wir auch bald schon komplett. Die Küche ist nun seit heute auch fertig gestellt worden und kann eingeräumt werden. Und auch im Bad tummeln sich schon einige Vorräte.

Oh ja… unsere Badezimmermöbel sind einfach nur grooooooooßartig. Im wahrsten Sinne des Wortes. An einem Tag verstaute ich meine Shampoo- und Duschgelvorräte. Diese sind durchaus üppig vorhanden. (Anmerkung von Paddy: Auch hier sollte Rinas Mama mal schimpfen… :) )


Wenn man jetzt jedoch diese Menge im Gesamtzusammenhang, d.h. in Bezug zur Größe der Schublade sieht, dann ist ja mal eins völlig klar: Paddy braucht nie wieder zu schimpfen, wenn ich mal wieder wie im Rausch durch dm-Markt meines Vertrauens gewankt bin. ;) Da ist sogar noch Luft nach oben. :D


Und das Schöne ist: Für Paddys Kram ist auch noch Platz. *hihi* Nur im Schuhschrank… da ist das leider ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das Haus bietet ja so viel Platz, das Paddy nun seinen eigenen bekommt. Ja, Zuhausehäuser machen glücklich! ;)))

Donnerstag, 2. September 2010

Haus-Urlaub Woche 2: Erstens kommt es anders…

…und zweitens als man denkt! Weil Farben Prüßner in Leopoldshöhe ja u.a. auch Laminat verkauft, hat Paddy sich dort ein Feuchtigkeitsmessgerät ausgeliehen. Denn natürlich haben wir erst noch die Feuchtigkeit des Estrichs messen und nicht einfach auf gut Glück Laminat verlegen wollen.

Leider stellte sich heraus, dass der Boden bis auf Schlafzimmer, Arbeitszimmer und manche Ecken im EG noch an der Grenze zum Status „feucht“ war. Wie schön. Also haben wir unser Plan, zuerst die ca. 62 m² im EG zu verlegen, über den Haufen geworfen und eben im OG angefangen. Gemacht werden muss es ja sowieso. Trotzdem doof, weil am 14. September u.a. unsere Wohnwand angeliefert wird und wir jetzt einfach höheren Zeitdruck haben und wir können ja dann auch nur noch nach der Arbeit und am Wochenende „laminaten“, weil der Haus-Urlaub dann natürlich schon vorbei ist. Aber wir sind ja flexiiiiiiiiiiiiibel. Und haben schon zweimal zusammen renoviert, das stresst uns nicht. Jedenfalls meistens nicht. ;)

Gewitzt wie wir sind, wollten wir dann noch mal die Heizung anwerfen, damit der Boden in den entsprechenden Räumen noch mal ordentlich Zunder bekommt. Einen Tag nach der vermeintlichen „Heizungsanmachaktion“ stellten wir fest, dass sich irgendwie nichts getan hat. Wieder Anleitung gewälzt… große Fragezeichen… und Wendt angerufen. ;) Mit deren Hilfe haben wir nun das Estrichheizprogramm wieder für eine Woche angeworfen. Danach wurde es auch schön muckelig warm. Mann, Mann, Mann… da kommt man sich echt vor wie der letzte Depp… Obwohl wir sonst technisch echt nicht so beschränkt sind. Aber zu unserer Verteidigung muss man auch sagen, dass das Estrichheizprogramm (logischerweise) nicht Bestandteil der Heizungseinweisung war und man nur über einen speziellen Service-Menüpunkt dort hinkommt. :)

Die Feuchtigkeit werden wir jetzt erst wieder dieses Wochenende messen. Wir sind also gespannt, was das Heizen gebracht hat… Und ja, die Wände sind immer noch schön trocken, aber das nützt dem Laminat nichts. :P Wenigstens war es so in einigen Bereichen der Wohnung äußerst muckelig, was bei dem Sauwetter draußen ja wirklich nicht verkehrt war!

Zunächst möchten wir gerne unsere neuen Freunde vorstellen (Paddy hat während der Bauphase wirklich viele tolle neue Werkzeuge angeschafft ;)):

Eine Sägestation von Bosch, die dazu passende Stichsäge, Knieschoner sowie ein von Paddys Vater gebautes Brett, auf dem man gut knien und sägen kann.


Zur Sägestation gibt’s übrigens hier ein Filmchen: www.bosch-do-it.com/pls300/. Das wohl Männerherzen höher schlagen lässt. Mir ist die Katze in Erinnerung geblieben. ;)

Bei Paddy sieht das Ganze dann so aus:


Ist aber schon praktisch das Teil. Obwohl wir es ehrlich gesagt später nicht mehr benutzt haben, weil es für uns persönlich doch auf den ganz alt her gebrachten Sägeböcken schneller ging.


Um die Sockelleisten auf Gehrung zu sägen, oder die Übergangsleisten passend zu kürzen wird die Station aber auf jeden Fall wieder zum Einsatz kommen.

Auch alte Freunde waren wieder mit von der Partie. Unterm Laminat haben wir eine Unterlage namens SELITFLEX verlegt, die speziell für Fußbodenheizung gedacht ist. Diese haben wir bereits in unserer aktuellen Wohnung verwendet.


Wir finden diese Unterlage besonders praktisch, da man sie nicht auf Rolle, sondern als Faltplatte erhält. Diese muss man dann einfach nur noch auseinanderklappen und sie liegt sofort plan.


Die Bahnen untereinander sowie den Rand an der Wand muss man dann nur noch mit Alutape abkleben, das gleich mitgeliefert wird.

Nach diesen Vorbereitungen ging’s dann looooooooooos! Nach ca. 5 Stunden Arbeit hatten wir eine Fläche von 16 m² geschafft.


Eigentlich gar nicht schlecht, aber es wirkt doch immer viel kleiner… Man muss sich dann vor Augen halten, dass das Kinderzimmer in der Zeit schon komplett fertig gewesen wäre, das hilft. :)

Am zweiten Tag hatten wir dann fertig. ;)


Übrigens auch total clever von uns, hinten in der Ecke anzufallen, weil es so ziemlich friemelig war, das Brett unter den Türrahmen zu bekommen. Bisher hatten wir nie das Glück, dass die Türrahmen extra passend für unser Laminat angebracht waren, d.h. wir waren so ans drum herum sägen gewöhnt, dass wir einfach wie immer in der Ecke angefangen haben.

Im nächsten Raum, dem Arbeitszimmer, waren wir dann schlauer.

Zustand nach Arbeitstag 2:


Am dritten Laminat-Tag war uns langsam der Sägestaub zu Kopf gestiegen. Und wir fanden, es war an der Zeit, die Ms. Laminat zu küren. :D


Bitte keinen Neid wegen der goldenen Schärpe. ;)

Irgendwann hat alles Sägen ein Ende und man kommt endlich in der letzten Ecke an.


Und weil man ja gerade noch soooooo in Schwung ist, wird direkt noch mal gefegt.


Schön auch, wie schnell man beim „Laminaten“ für Chaos und Schmutz im Haus sorgen kann.

Unser temporärer Müllabladeplatz im Flur…


…und in allen erdenklichen Ecken im Kinderzimmer (unser Sägeraum) Staub, Späne und Reste. *hatschi*



Aber es gab ja den Mann mit dem Besen… ;)

Damit wäre das Laminatprogramm dann bis zum Abschluss der erneuten Trocknungsphase erst mal beendet gewesen. Aber nicht, dass wir dann untätig gewesen wären… Nein, es gab noch ein paar Ecken zu streichen und zu tapezieren. Grooooße Freude. ;)

Das Badezimmer erstrahlt inzwischen in silbernem Glanz. (Dies ist die besagte Tapete, die eigentlich fürs Gäste-Bad gedacht war, an dem gröberen Kalkzementputz aber nicht halten wollte.) Sieht in natura mal wieder besser aus als auf den Fotos, weil die Tapete einen schönen dezenten Schimmer hat, der hier nicht so gut rüber kommt.




Die Schräge im Arbeitszimmer wurde in streifenfreier Schönheit von Paddy in dem hellen Grauton gestrichen, den wir auch im Gäste-Bad verwenden.


Bei mir war die Schräge nämlich nach dem ersten Anstrich streifig. *grummel* In der Küche gab’s doch auch keine Streifen. *maul* Daher wurden Paddy zum Schrägen-Papst ernannt, während ich die eindeutige Queen of the Ränder bin. ;) Und man glaubt gar nicht, wie viel Zeit man damit verbringen kann, Ränder zu streichen…

Gerne auch an etwas schwerer zugänglichen Stellen.


Unter mir befindet sich übrigens das WC, darauf wollte ich mich nicht stellen.

Aber, so durfte ich feststellen: Ränder streichen ist ja was für Anfänger. Na ja, ok, vielleicht für Fortgeschrittene. Die Meisterprüfung legte ich dann im HWR ab und bin nun diplomierte Sportstreicherin. ;)

Blick in den HWR nach erfolgreicher Aktion auf das erste Objekt zum warm werden:


Die Folie ließ sich aber relativ leicht straff zur Seite ziehen, sodass man relativ leicht und weit dahinter pinseln konnte. Und *psssssssst* die Farbe konnte man auch ohne Rückstände von der Folie abwischen.


Nächste Stufe: Kleine „Rohre“ = Kabel. Unterm Steuergerät für unsere Abwasserpumpe.


Das Blöde an diesen Kabeln ist nämlich, dass sie ziemlich starr sind und nicht mal eben zur Seite gebogen werden können. D.h. an dieser Stelle hat die Arbeit wesentlich länger gedauert, als es auf den ersten Blick scheint.

Master Level: Bis in die Ecke streichen. Wie in die Ecke streichen? Das soll schwer sein? Ja, wenn die Ecke im schmalen „Gang“ neben der NIBE Split liegt. Gang in Anführungszeichen, weil dieser Spalt natürlich nicht dafür gedacht ist, dass man dort wirklich rein geht. Aber wie schon unser Bauleiter Herr O. meinte: Das wäre doch eine Arbeit für mich, ein Mann würde da ja nicht rein kommen. (Wir sprachen über ein fehlendes Stück Fliese ganz in der Ecke.)

Von daher möchte ich die folgenden Bilder gerne ihm widmen…


Ja, da lachte ich noch, da war ich ja auch noch nicht ganz in der Ecke. ;) Diese, auch wenn es sich komisch anhört, erreichte man am besten, wenn man der zu streichenden Wand den Rücken zu drehte und halb über Kopf nach hinten strich.


Es war so bequem, wie es aussah. ;) Das Gute an der Situation war aber, dass einen der Spalt so beengte, dass man sich sehr bequem nach oben stemmen konnte, um auch den letzten Winkel zu erreichen. Denn Umfallen konnte man ja nicht. :) Und ich möchte noch bemerken, dass ich sehr froh war, nicht den Hintern von Jennifer Lopez zu haben. :D

Den HWR habe ich übrigens zweimal gestrichen, weil der erste Anstrich direkt auf der Wand nicht so schön aussah, wie ich es gerne gehabt hätte. Man sah noch zu sehr Unebenheiten und Übergänge im Putz. Auch der HWR soll schön sein. :) Es gibt allerdings ein Wandstück, welches ich nicht zweimal gestrichen habe. Welches das wohl gewesen ist?! ;) Die Wände, an welchen die ganze Technik steht, werden wir aber nicht streichen. Ich kann ja schlecht auf die Wärmepumpen drauf klettern!

Ganz können wir das Thema Farbe noch nicht abschließen.
Die Decke im HWR muss noch gestrichen werden – darf Paddy machen ;) – sowie im oberen Flur eine Wand und um zwei Türen herum. Und den unteren Flur haben wir noch nicht gestrichen, weil wir hier das Laminat fürs EG sägen werden. Also alles überschaubar… Und sollte die Motivation doch mal leiden, haben wir eine kleine Stütze von Paddys Kollegen bekommen. :)


Jetzt darf uns nur der Estrich keinen Streich spielen. Wir würden uns also mal wieder sehr über ein paar gedrückte Daumen freuen!