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Donnerstag, 5. August 2010

Vorabnahme light

Heute Morgen waren wir schon um 07.30 Uhr vor Ort, da wir um dieser Uhrzeit mit Wendt verabredet waren, um die genauen Position der fehlenden Brausen sowie der Papierhalter. Nur dass Firma Wendt zunächst nicht kam…

Wenigstens waren aber andere schon da:


Herr Paschedag und sein Kollege sowie Firma HolzPunkt, die unsere Tür um ihren Griff vervollständigen, alle Fenstergriffe austauschen und alles einstellen sollte. Einige der Fenster klemmten ja und ließen sich nur sehr schwer wieder schließen und auch die Haustür funktionierte noch nicht so richtig.

Um 8.00 Uhr kam dann Firma Wendt (warum hatten wir uns eigentlich so abgehetzt?), gleichzeitig mit dem Berater unseres Küchenstudios. Der war nämlich pünktlich. :P Also musste Wendt jetzt erst mal warten. Wer zu spät kommt, hat halt Pech gehabt.

So lange mussten sie aber sowieso nicht warten, denn unser Küchenberater konnte sich auch allein gut beschäftigen.


Unsere Küche wird wahrscheinlich in der dritten September-Woche montiert, also genau passend zu unserem Einzug.

Mit Wendt war es dann sogar noch kurzfristig ganz lustig. Man stelle sich einen Handwerker vor, der auf der Toilette sitzt und mit einem bespricht, wo der Rollenhalter hin soll. :D

Allerdings hätte ich ihm kurze Zeit später den Hals umdrehen können. Er verkündete uns ganz gelassen, dass unsere Badewannenarmatur wohl wahrscheinlich nächste Woche installiert werden würde. Die wäre ja nicht auf Lager bei ihnen und die müsste jetzt erst noch bestellt werden. Hallo? Geht’s noch? Wie lange steht bitte fest, dass wir diese Armatur haben wollen? Ich (Rina) meinte dann auch nur leicht gereizt, dass nächste Woche Endabnahme wäre, da machte er ein langes Gesicht! Kurze Zeit später habe ich das Herrn O. gesteckt, der auch entgeistert war, und wenig später verkündete mir der Wendtmensch, dass die Armatur jetzt wohl morgen ankäme und am Montag installiert werden könnte. Geht doch! Petzen beim Bauleiter zahlt sich aus. :P Normalerweise versucht man ja immer erst alles selbst zu regeln, aber da ist das Maß einfach zu voll gewesen.

Ein anderer Wendt-Kollege brachte unterdessen das Außenmodul an seinen vorgesehenen Platz. Nein, wie hübsch auch dieses Teil ist. ;) Er meinte, das würde jeder sagen. Wie gut also, dass es hinter unserem Carport verschwindet. (Die Zeichner setzen einem das Teil gerne mal direkt vors Haus, weil es ja so dekorativ ist.)

Draußen wurde geschraubt…


…im HWR wurde geschraubt…


…und das Modul zwischenzeitlich auch noch mal seiner Hülle beraubt.


Ganz schön viel Elektronik da drin!


Zwischenzeitlich kam dann der Mensch an, welcher den Blower-Door-Test durchführen sollte. Und unser Bausachverständiger. Vorübergehend parkten also 3 Fahrzeuge vor unserem Haus, fünf die Straße entlang (inklusive unserer beiden Autos) und unser Bauleiter kam ja auch noch um 9 Uhr. Sowie noch etwas später überraschenderweise unser GaLa-Bauer. Es war mal wieder mehr als voll in unserer Straße. Der Blower-Door-Test-Mann staunte auch nicht schlecht, da das Haus bei der Vorabnahme normalerweise natürlich nicht so voll mit Handwerkern ist. Tja, war ja auch anders geplant…

Der Blower-Door-Test-Mann war echt super. Er hat uns alles sehr ausführlich erklärt und hat sich auch nicht daran gestört, als ich ihm fast in den Bildschirm gekrochen bin, um auch ja alles zu beobachten. Er hat später sogar noch mal zu einer bestimmten Ansicht zurück geklickt, damit ich auch alles festhalten konnte. ;)

Dies hier waren seine Utensilien.


Hier baut er die „Türhülle“ zusammen.


Um diese anschließend in die Tür einzusetzen.


Dann noch den Ventilator eingesetzt und dann sah das Ganze von außen so aus:


Als Erstes führte er einen Testlauf durch, um direkt irgendwelche offensichtlichen Mega-Luft-Lecks zu finden. 


Und was stellte sich dabei heraus? Das Rohr, welches für das Steuergerät der Abwasserpumpe in unseren HWR gebohrt wurde, von dem uns versichert worden war, dass es auf jeden Fall luftdicht verschlossen wäre! Hierdurch zog es wie Hechtsuppe! Man konnte sich quasi in dem Luftzug die Haare föhnen. *grummel* Entweder ist es also nicht vernünftig abgedichtet worden, oder in der Zwischenzeit hatte sich ein Maulwurf von außen reingebuddelt…

Das hätte das Testergebnis natürlich verfälscht. Daher wurde es noch schnell mit Bauschaum abgedichtet und zugeklebt, damit der Unterdruck den Bauschaum nicht heraussaugen würde, bevor er getrocknet ist.

Jetzt konnte es also los gehen und er sorgte für Über- und Unterdruck und tat allerlei Dinge, die wir jetzt nicht mehr genau im Kopf haben. Wichtig für uns war am Ende: Test eindeutig bestanden. Die Luftwechselrate darf maximal 1,5 betragen. Empfohlen wird wohl 1,0 und unser Ergebnis lag im Mittel bei 0,78. Passt. :)



Anschließend gingen wir mit unserem Bauleiter und Sachverständigem alle Räume einzeln durch, fanden im Großen und Ganzen aber nur Kleinigkeiten. Ein paar Ecken mussten nachgespachtelt bzw. mit Bauschaum verfüllt werden. An einer Tür ist eine klitzekleine Macke, die nachlackiert wird. Eine Fußleiste sitzt ein wenig schief. Solche Dinge in der Art. Es war schon Kritik auf sehr hohem Niveau!

Ich hätte übrigens tatsächlich eine Wette darauf abschließen sollen, dass unsere abschließbaren Fenstergriffe im OG vergessen werden, denn es war natürlich so. Es waren hier normale angebracht worden. Ich sehe alles! :P

Für das Fenster im Bad, das nicht ganz öffnet, bekommen wir übrigens eine Entschädigung, mit der wir uns zufriedengeben, da wir Viebrock bisher als sehr kulant in allen seltenen Beschwerdefällen erlebt haben. Wir haben bisher nie eine Weigerung erlebt, uns entgegenzukommen. Sollte zwar selbstverständlich sein, ist es aber unserer Meinung nach nicht!

Eine besondere Freude hat uns unser Bausachverständiger bereitet, indem er eine Feuchtigkeitsmessung an den Wänden im EG durchgeführt hat und sie für „ungewöhnlich trocken“ befunden hat. Das Gerät hat die Feuchtigkeit in sogenannten Digits gemessen. Unser Wert waren 25 Digits, normal oder gut wären 40 bis 45 Digits gewesen. :) Ist so ein Gerät, was wir schon häufiger in irgendwelchen Hausdokus im Fernsehen gesehen hatten, was laut anschwellend anfängt zu piepen und ausschlägt, wenn viel Feuchtigkeit in der Wand ist. Auf den Tipp einer gewissen Person (:P) hin, werden wir aber auch noch mal einen Bohrtest durchführen. ;)

Nach der gemeinsamen Begehung ist Paddy dann arbeiten gefahren und ich habe einen freien Tag zu Hause verbracht. *hüstel* Es lebe die Gleitzeit!

Ich verbrachte dann einen lustigen Tag mit der E.ON. Ich hatte es mir nämlich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, wieso bei uns bitte kein Smart Meter oder wenigstens ein intelligenter Stromzähler mit den Standarderfordernissen installiert worden ist, da das ja seit Januar in Neubauten Pflicht ist. 

Zunächst versuchte ich wagemutig mal wieder mein Glück mit der Hotline. Ich trug mein Anliegen vor und danach war für einige lange Sekunden Stille in der Leitung. Dann ein „Äääääääh… haben Sie schon eine Vertragsnummer bei uns? Nö, wir haben noch keinen Vertrag, gerade kam erst der Stromzähler. Sie hat dann meine Adressdaten aufgenommen und konnte den Zähler nicht finden. Super. Da das zu nichts führte, schlug ich ihr selbst vor, in der für uns zuständigen Geschäftsstelle anzurufen, da ich mit den Mitarbeitern dort schon häufiger gesprochen hatte. Aber schon wieder sehr cool, dass allein der Begriff intelligenter Stromzähler für eine derartige Sprachlosigkeit sorgt. Mir kam es so vor, als ob die Hotline-Tante gar nicht wusste, wovon ich überhaupt spreche. Informiert E.ON seine Mitarbeiter nicht?! War ja nicht das erste Mal, dass die Menschen mir dort direkt heraus sagten, dass sie keine Ahnung haben, was ich überhaupt von ihnen will. Thema Photovoltaik: Überschuss- oder Volleinspeisung. Baaaaaaaahnhof! Da bekommt man bei der Wahrsagerin im Fernsehen ja bessere Aussagen… :)

Also rief ich mal wieder die Geschäftsstelle an. Dort bekam ich einen sehr netten Mitarbeiter an die Strippe (ich glaube, mit dem hatte ich auch schon mal gesprochen). Er sagte mir, dass er sich das auch nicht erklären könne und versprach, sich sofort darum zu kümmern. Etwa 30 Minuten später rief er mich zurück, um noch mal meine genauen Daten abzufragen und meinte, er müsste das noch weiterhin klären. Eine Stunde später rief ich dann noch mal an. Er entschuldigte sich auch direkt und dann kam der Knaller: Er regte sich tierisch über die E.ON und quasi seine Kollegen auf. Er hätte jetzt die ganze Zeit hin und her telefoniert und mit 4 oder 5 Kollegen gesprochen. Keiner könne ihm was sagen. Das wäre ja kein Zustand! Er wäre ja selbst Kunde der Stadtwerke Detmold und ihm (als Bewohner eines älteren Hauses) hätte man gerade angeboten, den Zähler auszutauschen. Warum die E.ON das denn noch nicht mal in einem Neubau hinbekäme. Überall würden tolle Broschüren verteilt, in welchem diese abgebildet wären, und man könne ihm noch nicht mal sagen, wann diese tatsächlich verfügbar wären.

Ich sollte doch jetzt einen Brief an den Vorstand schreiben (er diktierte mir daraufhin die Adresse mit Namen des Vorstands!) und mich beschweren. Als ich ihm versicherte, dass ich das auf jeden Fall machen werde und wenn das alles nichts hilft, wir dann eben einfach zu Yello gehen, die ja deutschlandweit Smart Meter installieren, meinte er sogar noch, dass ich das auf jeden Fall auch mit reinschreiben soll. Und ich sollte ihn, wenn wir eine Rückmeldung bekommen, auf jeden Fall noch mal anrufen und darüber berichten.
Grooooooooßartig! Dieser Mann hat bei mir einen Stein im Brett. :))))

Noch viel lustiger war, dass Paddy heute Morgen noch von der E.ON angerufen war, zwecks Kundenbefragung. Die Befragung endete direkt nach der ersten Frage: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie würden Sie die Kundenfreundlichkeit bewerten? Paddy vergab eine 1. Stille in der Leitung. Paddy fragte noch nach, ob das denn auch die schlechteste Bewertung wäre? Da ist die Frau fast umgefallen. Daraufhin hat er ihr mal erklärt, was wir bisher alles erlebt haben und sie war völlig platt und wollte das auch so weitergeben, vor allen Dingen das mit dem intelligenten Stromzähler. ;)

Abends waren wir dann um 18 Uhr wieder beim Haus, weil die Firma anrückte, welche die Abwasserpumpe in Betrieb nehmen würde. Mit ihnen werden wir auch wahrscheinlich einen Wartungsvertrag abschließen. Mal schauen, was uns das kosten wird. War auf jeden Fall ein sehr netter Mensch und wir hoffen, dass wir alles behalten haben. Ansonsten klebt der Aufkleber mit der Nummer der Firma direkt auf dem Steuergerät und wir können ganz laut „Hilfe, Hilfe!“ ins Telefon rufen. ;)

Hier noch mal ein Blick in die Pumpe. Das Wasser kommt aus dem Wasserhahn im Gäste-Bad, welcher voll aufgedreht war.


Einen „Hausfrauen-Tipp“ bekamen wir auch gleich noch von ihm: Man sollte keine Öl- oder Fettreste in den Ausguss kippen (nach dem Kochen), sondern den Großteil vorher per Küchenrolle entsorgen. Ansonsten würde sich nach und nach an der Innenseite des Pumpenschachts eine ekelhafte Fettschicht absetzen, welche schlussendlich die Funktion der Pumpe beinträchtigen würde. Er hätte da schon sehr widerliche Sachen gesehen. Bäääääh!

Außerdem kam auch noch mal Viebrock vorbei, um den restlichen Müll abzuholen. Als unser Estrich gegossen worden war, war nämlich irgendwie alles raus aus dem Haus in die Botanik geflogen und dort liegen geblieben. Herr O. hatte zwar schon vor seinem Urlaub weitergegeben, dass der Müll abgeholt werden sollte, aber irgendwie muss das wohl untergegangen sein.

Jetzt ist der Müll also endlich weg!


Da die Abwasserpumpe nun angeschlossen war, konnten wir endlich mal alle Wasserhähne, Duschen und WCs testen. Was für ein Spaß. ;)



Die Regendusche scheint rein akustisch und optisch beurteilt auf jeden Fall genug Wasserdruck zu erzeugen und die Wassermenge erscheint auch in Ordnung. Sie ist ja sehr wassersparend und ein Durchflussregler ist auch noch eingebaut und uns war schon mal geschildert worden, dass das Duschergebnis doch sehr unbefriedigend wäre. Nun, wir werden es live testen müssen, haben aber das Gefühl, dass hier mehr Wasser raus kommt, als bei unserer aktuellen Dusche. (Altes Haus, schlechter Wasserdruck.)

Die Dusche im Gäste-Bad ist auch komplett.


Unser wunderschöner Türstangengriff ist auch inzwischen angebracht worden.


In Bezug auf unsere Hausttür erlebten wir dann noch einen richtigen Hammer: Irgendwie schaut man ja meistens mehr auf Augen- oder auf Bodenhöhe alles an, daher hatten wir etwas übersehen. Paddys Handy klingelte und Herr O. war dran. Er wollte uns vorwarnen, damit wir keinen Schock bekommen. Die Tür hatte nicht richtig ausgerichtet werden können. Irgendetwas im Türsturz war schief, daher hätten sie diesen aufgestemmt. Wir stürmen zur Tür und tatsächlich, sieht ja scheußlich aus!


Er kündigte aber an, dass das kurzfristig wieder hergestellt werden würde. Und tatsächlich: Als wir das Grundstück verließen, kam uns schon Firma MöllerPutz entgegen, die wahrscheinlich direkt zu unserem Haus gefahren sind. Also das muss man Viebrock lassen: Die halten echt Wort! Und auch sehr nett von unserem Bauleiter, uns deswegen extra anzurufen. So hat man wenigstens gleich eine Erklärung für diesen Zustand und fällt nicht in Ohnmacht. Oder fragt sich, wie man das bei der Vorabnahme übersehen konnte. ;)

Was jetzt immer noch fehlt und nächste Woche ergänzt wird / folgt: Alle Lichtschalter und Steckdosen, alle Spots, die Badewannenarmatur, die Heizung im Gäste-Bad, die SAT-Schüssel, die Einweisung in Heizungsanlage und Lüftung. Die restlichen Fliesenfußleisten müssen ergänzt werden sowie die Ecke an der Badewanne korrigiert werden. Und ein Fenster hakt immer noch, haben wir bei erneuter Kontrolle festgestellt. Ach ja, die Rollladen sind auch noch nicht eingestellt, weil der Mensch, der hierfür zuständig ist, gestern einen Unfall hatte. Gut, da kann Viebrock nichts für und er erst recht nicht. Gute Besserung unbekannterweise! (Ihm fiel wohl ein Rollladen auf den Kopf.)

Firma Paschedag hat auch noch fleißig gewerkelt und wir sind jetzt stolzer Besitzer sämtlicher Acrylfugen sowie weiterer schöner Wände mit Malervlies.



Unser GaLa-Bauer hatte außerdem den Rand unserer Terrasse sowie des Zuweges ergänzt. Motzt das Ganze noch mal ein bisschen mehr auf. :)



So langsam fügt sich also alles und im Grunde genommen fehlt nicht mehr sooo viel. Trotzdem hat uns diese Woche mit der Ungewissheit und dem Ärger doch noch mal einige Nerven gekostet. Wir waren auch ein wenig enttäuscht, dass Heico Haustechnik heute gar nicht aufgetaucht ist. Denn nach dem falschen Terminplan waren sie für heute und morgen vorgesehen (richtig wäre ja wie gesagt sogar schon letzte Woche gewesen), kommen jetzt aber wohl erst Montag. Aber gut, dann hätten Straße und Haus vielleicht wegen Überfüllung geschlossen werden müssen, also beschweren wir uns nicht ganz so laut.

Unter einer Vorabnahme haben wir uns trotzdem etwas anderes vorgestellt. Aber wie heißt es so schön: Auch bei Viebrock arbeiten nur Menschen. Und ohne Aufregung wäre das Hausbauen ja auch nur halb so schön. :P

Mittwoch, 26. Mai 2010

Bedeckter Himmel, bedeckte Stimmung

Leider hat sich unsere Stimmung dem aktuellen Wetter in Ostwestfalen-Lippe angepasst und sieht nicht ganz so sonnig aus. Doch kommen wir zuerst zu den erhellenden Momenten des Tages!

Der lange Kratzer an der Haustür ist doch keiner. Das ist irgendein Schmutz, den man mit Spucke bzw. Wasser nicht abbekommt, egal, wie fest man rubbelt. Und wir haben sehr fest gerubbelt. Unser Bauleiter zauberte aber einen speziellen Kunststoffreiniger hervor und damit geht es ab. Super! So war das Problem sehr schnell gelöst.

Außerdem soll die Haustür auch noch mal eingepackt werden. Also hoffen wir, dass derartige Überraschungen dann ausbleiben.

Auch der kaputte Klinkerstein wird ausgetauscht. Sollte auch relativ unproblematisch sein und ein kleiner Haufen Steine ist ja auch noch übrig.


Den Haufen werden wir in den nächsten Tagen erst mal nach hinten in den zukünftigen Garten schaffen, denn der wird natürlich gebunkert, falls mal irgendetwas am Klinker sein sollte und Steine ausgetauscht werden müssen.
Auch bei den Fliesen werden wir schauen, dass wir alles, was übrig bleibt horten. Obwohl unser Bauleiter meinte, dass man nicht sagen kann, ob wirklich etwas übrig bleibt. Falls nicht, besorgen wir uns von jeder Fliesengröße noch ein paar. Nicht, dass ich (Rina) irgendwann mit dem Kopf gegen die Badewanne renne und wir dann einen Sprung haben. Also in der Fliese, nicht im Kopf. ;) Bei meinem Tolpatsch-Gen ist das nicht auszuschließen. ;))

Ansonsten war unser Bausachverständiger heute leider nicht so begeistert. :( Von der Arbeit von Viebrock schon. Der Klinker ist schnurgerade, da wurde ganze Arbeit geleistet. Kritisiert hat er allerdings die Arbeit der Fensterbauer, hier muss Einiges nachgebessert werden, da der notwendige Abstand zum Klinker teilweise nicht ausreichend eingehalten wurde. An manchen Stellen sitzt daher das Material direkt auf dem Klinker, was erstens natürlich nicht so schön aussieht und zweitens kann man dann auch nicht ordentlich abdichten, weil die Abdichtung an diesen Stellen auf dem Material sitzen würde und nicht zwischen Material und Klinker. Das wäre mit Sicherheit nicht der Anblick, den wir wollen.

Hier mal zum Vergleich am Küchenfenster (linke und rechte Seite, getrennt durch die orangefarbene Linie:
 
 
Links ist der Abstand optimal, rechts ist es im oberen Bereich zu eng.
Unser Klinker ist natürlich nicht ganz gleichmäßig, aber der Fensterbauer hat selbst gesagt, dass er sich beim Einbau am Klinker orientiert. Er hätte halt schauen müssen, welcher Stein mehr raus ragt und dementsprechend an dieser Stelle noch für genug Abstand sorgen müssen.

An der Haustür sieht man es noch deutlicher, denn dort ist der Abstand stellenweise noch geringer geraten:


An den restlichen Fenstern unten war aber glücklicherweise alles in bester Ordnung.

Im OG war dafür der Abstand zu weit geraten, also muss auch hier nachgebessert werden, weil sich durch den zu großen Abstand ebenfalls ein unschönes Bild bei der Abdichtung ergeben würde. Außerdem meinte er, dass es ja auch nicht sein kann, dass bei schnurgeradem Klinker bei den unteren Fenstern alles passt und oben dann auf einmal so eine große Lücke ist.


Unser Bausachverständiger hat immer von einem Richtwert von 5-10 mm gesprochen. Die wurden hier definitiv überschritten, teilweise hat er 25 mm gemessen!

Komplett konnten die Fenster leider nicht kontrolliert werden, da die Fensterbauer immer noch nicht fertig waren! Von daher haben wir heute auch keine Bilder vom aktuellen Status, da man kaum eine Veränderung zu gestern sieht. Und durch die notwendigen Nacharbeiten verzögert sich das Ganze ja jetzt noch mal ein bisschen.

Hier auch noch ein Bild von unserem Bausachverständigen Herrn Wissbrock in Aktion, beobachtet von unserem Bauleiter und einem der Fensterbauer.


Letzterer war natürlich wenig begeistert über die Kritik von Herrn Wissbrock und auch wir hätten ihm die zusätzliche Arbeit gerne erspart. Doch wie Herr Wissbrock meinte: Jetzt haben wir noch die Chance, relativ problemlos nachbessern zu können, später hätte das schon anders ausgesehen. Und spätestens bei der Vor- oder Endabnahme hätten wir dann gesagt, dass wir das so nicht haben wollen.

Generell konnte man aber echt direkt einen Unterschied zwischen den Handwerkern von Viebrock und diesen Handwerker feststellen, denn der Fensterbauer ist ja ein Subunternehmer. (Wir stellen in Kürze auch noch unseren Terminplan online, in welchem alle aufgeführt sind.) Viebrock ist doch um Längen freundlicher, nicht so muffelig und mundfaul. Man ist doch inzwischen Besseres gewöhnt. ;) Cool war auch ein Spruch von Herrn Wissbrock, als der Fensterbauer wohl irgendeine unwillige Bemerkung oder einen nicht ganz passenden Kommentar abgegeben hat (haben wir leider nicht genau verstanden): „Das ist doch keine Sanierung. Hier wird doch ein neues Haus gebaut.“ ;)

Nicht ganz so begeistert war Herr Wissbrock außerdem davon, dass für die Stirnbretter verzinkte Nägel anstatt Edelstahlnägel verwendet wurden, weil erstere eben rosten können. Nun, wir werden die Nägel noch schön mit dem empfohlenen Acrylspachtel zukleistern (haben wir uns heute besorgt) und dann einfach jedem Nagel gut zureden, dass er bitte schön nicht rosten soll in den nächsten 5 Jahrzehnten. Obwohl… ich will mindestens 100 werden, also dann bitte noch ein bisschen länger. :P

Mit einem Fragezeichen hat er auch die von Viebrock standardmäßig vorgesehene Gestaltung der Drempelverkleidung inklusive der dahinter liegenden Dämmung versehen. Hierzu möchten wir uns aber erst mal nicht näher äußern, weil er dies in einem Protokoll näher erläutern wollte und wir nichts falsch wiedergeben möchten.

Überhaupt haben wir heute gemerkt, was wir eigentlich für Laien sind. Herr Wissbrock hat Herrn O. dermaßen viele detaillierte Fragen gestellt, da konnte man echt nur mit den Ohren schlackern. Auch wenn er keine Mängel gefunden hätte, hat sich das allein schon durch den Lerneffekt enorm gelohnt. Wir finden halt einfach alles schön. ;) Diese Euros sind also sehr gut investiert!

Und aufgrund unserer Unwissenheit ist es auch gut, wenn unser Bauleiter bei den Terminen mit Herrn Wissbrock ebenfalls vor Ort ist, da wir auf viele Dinge gar keine Antwort gewusst hätten.

Unser Bauleiter tat uns bei dem Termin fast ein wenig leid. Ist zwar ein unsinniges Gefühl, aber wenn jemand „meckert“, auch wenn es berechtigt ist, und es dabei um die eigene Sache geht, dann hat man schon ein leicht betretenes Gefühl. Denn Viebrock hat ja selbst bisher top Arbeit geleistet. Nur werden die Subunternehmer schließlich auch von Viebrock ausgewählt und verpflichtet, also haben sie sich gefälligst auch an die vorgeschriebenen Standards zu halten. Aber Herr O. hat sehr professionell reagiert und wir haben bei der Abfahrt auch gesehen, dass er den Fensterbauern Instruktionen gegeben hat.

Außerdem will Herr O. sich auch darum kümmern, dass sich unser Elektriker endlich bei uns meldet. Laut Terminplan soll die Rohbauinstallation ab dem 08.06. erfolgen und wir haben bisher noch nichts vom Elektriker gehört. Da wir die Elektroplanung ungern übers Knie brechen wollen und ja auch noch Zeit brauchen, um das Angebot zu prüfen, hat Paddy gestern mal dort angerufen. Der Meister war allerdings gerade nicht im Hause, zudem wusste die Dame am Telefon nicht, warum wir denn noch gar keinen Termin zur Begehung haben. Paddy wurde ein Rückruf versprochen, der aber nicht kam. Herr O. war über diesen Zustand auch sehr verwundert und hat sich dies gleich notiert.
Wir haben nun selbständig angefangen am Grundriss und mit der Baubeschreibung zu planen. Was bleibt uns auch anderes übrig? Wir wollen jedenfalls nicht unvorbereitet zum Begehungstermin erscheinen.

Für die anstehende Eigenleistung „Außenanstrich“ haben wir mit Herrn O. nun auch definitiv vereinbart, dass er uns die Holzlasur besorgen soll. Dieser werden wir vermutlich bis nächste Woche erhalten. Leider wird das wohl bedeuten, dass wir dann erst streichen können, wenn die Regenrinnen bereits angebracht sind. Nun ja, wird auch zu schaffen sein.

Außerdem haben wir abgeklärt, ob wir die nicht so ganz atmungsaktive Tapete im OG verwenden können. Können wir. :) Daher haben wir sie direkt im Geschäft um die Ecke bewundert. ;) Wir nehmen jetzt doch definitiv nicht die nur weiße Variante.

Ansonsten steht für diese Woche laut Terminplan gar nichts mehr an. Doch nach den Ereignissen heute werden die Fensterbauer morgen mit Sicherheit auch noch vor Ort sein, da sie die restliche und die zusätzliche Arbeit bestimmt nicht heute komplett schaffen. Wäre auf jeden Fall schön, morgen ein Bild vom Haus mit allen Fenstern zeigen zu können! Und wir hoffen natürlich auch, dass die Haustür dann den erforderlichen Abstand hat. Sonst muss ich doch noch nach dem Stangengriff suchen, um ihn in gewisse Richtungen zu schwingen…

Montag, 17. Mai 2010

Montagsmüdigkeit?

Heute waren wir das erste Mal fast enttäuscht von unserer Baustelle. Natürlich freuten wir uns, unser Haus zu sehen (der letzte Besuch war am Donnerstag), aber irgendwie ist heute nichts Großartiges passiert. Das Verklinkern ging weiter und die EG-Decke ist ausgepackt worden.

Hier ein paar Bilder des aktuellen Klinkerstatus.

Rund ums Küchenfenster und den Eingang ist fast alles verklinkert.


Die rechte Hausseite hat inzwischen auch Teile ihres Gewands erhalten.


Und vorne neben dem Eingang haben wir den Klinker entdeckt, in welchen später das Viebrock-Siegel kommt.


So sieht unsere EG-Decke aus. Inzwischen sieht sie, bis auf ein paar kleine Restpfützen, gut durchgetrocknet aus.


Heute hatten wir das erste Mal Besuch von unserem Bausachverständigen. Wie erwartet, hatte er nichts zu bemängeln und war zufrieden. Er hat uns ausführlich erklärt, worauf er achtet und uns auch noch die Funktion verschiedener Materialien erklärt.

Diese grünen Aufsätze sind z. B. wichtig, um die Dämmung am Klinker zu halten.


Auf dem nächsten Foto sieht man, dass über den Lüftungsschlitzen eine „Folie“ sitzt. Diese ist irgendwie wichtig, um Feuchtigkeit zu vermeiden / abzuleiten. (Wenn man es vor Ort erklärt bekommt, ist alles ganz logisch, hinterher weiß man es dann manchmal nicht mehr ganz so genau. ;))


Jedenfalls war es wichtig, dass sie da ist. ;) Genau wie, dass die schwarze Bahn, die man ganz unten sieht, noch ein Stück die Mauer hochreicht. Tut sie ja. Das haben wir gesehen, bevor der Klinker etc. auf die Außenwände kam.

Bei der Dämmung hat er uns erklärt, dass alles super ausgeführt wurde, man es aber theoretisch noch besser machen könnte, wenn man die Dämmung in zwei Schichten versetzt anbringt, damit keine durchgehenden Kanten vorhanden sind.


Er meinte, dass wäre aber dann auch das Nonplusultra, sprich auch so ist der Viebrock-Standard absolut in Ordnung und erfüllt alle Voraussetzungen.

Gewundert hat er sich über Folgendes: Er kennt es so, dass die Deckenauslässe in der Decke bereits vorhanden sind und meinte, dass Viebrock ja dann jetzt schön in die Decke bohren muss, um die Leerrohre anzubringen. Gut, wir sehen da eher den Vorteil, dass wir genau bestimmen können, wo was hinkommt. Und zwar, wenn wir tatsächlich im Rohbau stehen und nicht schon vorab an einer Zeichnung. Und Viebrock wird schon wissen, was zu tun ist. ;)

Allzu lange hat der Besuch nicht gedauert, denn es gab ja auch nichts zu beanstanden. :) Das nächste Mal will er kommen, wenn die Fenster eingebaut worden sind bzw. bevor das Dach gedämmt wird. Wir haben den Ablaufplan noch nicht, daher wissen wir nicht, wann was passieren wird.

Nachdem unser Bausachverständiger davon gefahren war, sind wir noch durch unsere Straße gelaufen und haben alle Nachbarn zu unserem Richtfest am Donnerstag eingeladen. Insgesamt haben wir 31 Einladungen verteilt. Bei den meisten Häusern haben wir die Einladung einfach in den Briefkasten gesteckt, manche Nachbarn haben wir aber bei dem schönen Wetter auch im Vorgarten angetroffen. Alle waren sehr erfreut über die Einladung und noch überraschter, dass jetzt schon Richtfest ist. Viebrock mal wieder. :) Wir sind also sehr gespannt, wer alles kommen wird. Unseren Nachbarn von gegenüber haben wir auch wiedergetroffen (ihn hatte ich, also Rina, ja wegen des Hydranten angesprochen) und er unterhielt sich auch gleich wieder sehr nett mit uns. Als wir vor unserem Grundstück auf unseren Bausachverständigen gearbeitet hatten, fuhr einer der Nachbarn vorbei und grüßte durchs offene Fenster. Wir können nur noch mal wiederholen, dass wir es toll finden, wie freundlich alle sind!

Unser Bausachverständiger ist übrigens nicht vom VPB (Verband privater Bauherren) oder einem ähnlichen Verband, sondern wir haben ihn selbständig in den Gelben Seiten gefunden. Wir sind zunächst, wie wahrscheinlich viele zum VPB gegangen, aber leider hat uns der für unser Gebiet zuständige Ansprechpartner beim ersten Termin ganz blöd versetzt. Und weil das in einer Phase war, wo wir sehr enttäuscht von Viebrock waren und unser Vertrauen in das Thema Bauen angekratzt war, war das für uns einfach nicht akzeptabel. Wir wollten uns gerne direkt auf jemanden verlassen können. Gebranntes Kind scheut halt das Feuer. Generell denken wir aber nach wie vor, dass der VPB und ähnliche Verbände eine sehr gute Anlaufstelle sind.

Ach ja, ich habe heute auch beschlossen, einen neuen Modetrend zu setzen: Bürokluft mit Gummistiefeln kombiniert sieht wirklich ganz toll aus. ;)


Diese Hose konnte ich dann, dank erneuter Kletterei auf dem Gerüst, auch direkt in die Wäsche werfen, weil ich doch ziemlich verstaubt war. Tja, das bleibt nicht aus, wenn man nach der Arbeit sofort zur Baustelle fährt. Aber was stört mich die Hose, das Gerüst hat gerufen. ;)

Danach waren wir mal wieder im Baumarkt, fehlende Grillutensilien für das Richtfest kaufen. Am Wochenende waren wir übrigens zu meiner großen Freude als Vegetarierin in einem Fleisch-Direktverkauf. Paddy war jedenfalls begeistert und am Sonntag wurde die Ware fürs Richtfest dann schon mal vorgetestet. Nun, mir haben meine Sojawürstchen auch sehr gut geschmeckt. :P Bei diesem Direktverkauf gibt es aber auch tolle Salate und sehr leckeres Brot und alles in großen Portionen, von daher werden wir dann am Donnerstag wieder dort einfallen. Die Meute muss ja gefüttert werden. :)