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Donnerstag, 23. September 2010

Ordentlich Holz vor der Hütte

Nein, die Hausherrin hat keinen chirurgischen Eingriff vornehmen lassen. ;) Sondern unser Carport wurde letzte Woche aufgebaut. Und auch ansonsten war jede Menge los! Am Dienstag, 14.09., hatten wir fast schon wieder Viebrock-Handwerker-Alarm-Feeling. Draußen werkelten die Carport-Menschen. Schlafzimmerschrank, Wohnwand und Couchtisch wurden geliefert und drinnen aufgebaut. Außerdem entschied sich der Maler, den wir für den Treppenaufgang engagiert hatten, doch schon an diesem Tag zu streichen (war eigentlich für Donnerstag geplant). Und wir waren ja auch noch fleißig damit beschäftigt, das Laminat im Kinderzimmer zu verlegen. Unser Haus glich mal wieder einem Bienenstock, der geschäftig brummte. :)

Wir haben – wie schon in einem separaten Blogeintrag ausführlicher berichtet – keinen Carport von der Stange. Dies war schon allein aufgrund unseres „halben“ Schuppens nicht möglich. Halber Schuppen, da dieser neben dem Haus steht und somit nur halb so breit wie unser Carport ist. Ursprünglich hatten wir einen L-förmigen Schuppen und hätten in dem schmalen Stück prima unsere Fahrräder unterbringen können, aber da hatte uns ja der Kreis Lippe einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Natürlich kann sich dann jeder denken, dass unser Carport auch keinen Standard-Preis hatte. Jedoch finden wir den Preis mit Sicherheit nicht überteuert, sondern für die Qualität und Ausstattung angemessen. Zudem hatten wir damals verschiedene Anbieter verglichen und unsere Wahl ist auf den gefallen, bei dem wir die beste Leistung zum dazu noch günstigsten Preis bekommen haben. Da konnten wir nicht nein sagen. :)

And the winner is:



Wir sind übrigens aus weiteren Gründen sehr glücklich darüber, keinen Carport von der Stange zu haben und auch dass wir es nicht selbst aufgebaut haben:
Die Abluftgitter der Wärmepumpen sitzen genau auf der Höhe, auf welcher der Querbalken unter dem Dach des Carports sitzt. Wir hatten vorher mit Viebrock abgeklärt, wie viel Abstand zwischen Carport und den Gittern vorhanden sein muss und das Carport-Dach dann entsprechend verkürzt. Dies hatte wiederum zur Folge, dass der Schuppen um 20 cm nach vorne gewachsen ist und hier dann noch ein kleines Wandstück eingeschoben wurde. Dies wurde übrigens spontan vor Ort entschieden, da uns die Alternative von zusätzlich notwendigen Balken nicht gefallen hätte.
Nach dem ersten Aufbautag schlug uns einer der Mitarbeiter vor, doch noch ein Fenster in unseren Schuppen zu integrieren. Wir wogen ab, der Preis war sehr überschaubar, wir hätten auch Tageslicht im Schuppen… also entschieden wir uns spontan dafür. Und *zack* hatten wir ein Fenster. Und der Schuppen sieht dadurch noch so viel besser aus!
Außerdem haben die beiden Mitarbeiter vier Tage für den Aufbau gebraucht! Ich möchte nicht wissen, wie lange das bei uns gedauert hätte. Das macht einem es dann doch noch mal leichter, den Mehrpreis gegenüber der Ware von der Stange zu bezahlen.
 
Doch nun zu den Bildern des Schaffensprozesses. :)
 
Am ersten Tag wurden die Fundamente gesetzt. Am zweiten Tag ging es dann richtig los.
 
Tag 2: Das Grundgerüst steht.
 

Hier sieht man schon, wo unser Schuppen stehen wird.


Blick auf den hinteren rechten Schuppenpfosten.


Wir haben nicht die üblichen H-Träger, bei welchen das Trägermaterial außen sichtbar am Holz anliegt, sondern bei uns verschwinden die Träger komplett im Holz.

Neben diesem Pfosten kommt das Regenfallrohr des Carports herunter und wird dann an den grünen Pömpel angeschlossen. Damit aber nicht alles Regenwasser zwangsweise ungenutzt verschwindet, haben wir eine Klappe in das Fallrohr integrieren lassen, sodass wir hier noch eine Regentonne aufstellen können.

Und hier noch ein Blick von oben.


Die beiden Mitarbeiter mussten übrigens lange Zeit in einem richtig fiesen Nieselregen arbeiten und hatten trotzdem immer gute Laune. Daumen hoch!

Am Ende des zweiten Tages war dann sogar schon ein bisschen Dach zu erkennen.


Am dritten Tag *tadaaaaa* sah es schon sehr nach fertigem Carport aus.



Klein, aber fein: Unser Schuppen. :)


Auch der Blick unters Dach gefällt dank der Holzverkleidung außerordentlich. :)

Blick auf die Rückseite des Schuppens: Das tolle Fenster (mit Sicherheitsglas!) ist drin. Die hintere Tür fehlte noch und wurde am vierten Tag ergänzt.


Wie man sieht, ist der Schuppen überschaubar groß. 


Aber wie wir inzwischen festgestellt haben, bekommt man doch Einiges unter. Der Rest wird dann im zukünftigen Gartenhaus verschwinden. ;)

Und hier auch noch ein Blick aufs Dach und die EPDM-Folie.


Am vierten Tag wurde das Werk dann vollendet und konnte bezogen werden. ;) Letztes Wochenende rückte dann auch noch Paddys Vater, seines Zeichens gelernter Elektriker an, und sorgte dafür, dass wir im Schuppen und unterm Carport Licht und Strom haben. Unser Zuhause wird also in jeder Hinsicht immer kompletter und dadurch wohnlicher.
Und von der Carport-Firma sind wir echt begeistert. Alle sehr nett und professionell! Und vor allen Dingen flexibel und darauf bedacht, dem Kunden die bestmögliche Lösung zu bieten, auch wenn man dafür spontan noch etwas ändern muss.
 
Übrigens, sorry Viebrock, aber: Das Holz des Carports ist doch irgendwie besser vorbehandelt als das Holz an unserem Haus. Auch unseren Carport müssen wir noch streichen – hierfür hatten wir ja noch mal einen großen Eimer „Viebrock-Farbe“ geordert – aber vielleicht ist ja dann ein Anstrich weniger notwendig, damit die Farbe richtig deckt.
 
Doch zurück zum Dienstag und der Möbellieferung. Laaaaange herbeigesehnt, denn wir hatten die Möbel ja schon vor einem dreiviertel Jahr bestellt.
 
Der Schlafzimmerschrank ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Wucht. ;) 3,60 m breit und 2,40 m hoch mit drei Schwebetüren.

 
 
Und er passt hervorragend zum Laminat. :) Übrigens frage ich mich trotz zusätzlicher Kommode im Schlafzimmer, wie wir denn alle unsere Sachen unterbringen sollen. ;) Was daran liegt, dass wir momentan jede Menge Einbauschränke haben. Allerdings haben wir auch schon zwei Kleiderwagen für den Dachboden geholt. Wird schon passen. ;)
 
Zum Thema „passen“ noch einen kleinen Einschub: Unsere Garderobe haben wir auch zwischenzeitlich schon mal aufgestellt. Prinzipiell finden wir sie total super, da sie Platz für richtig viele Jacken bietet. Und am Rand sind Sprossen, über die man zusätzlich Schals etc. hängen kann. Sehr praktisch.
 
Leider ist aber trotzdem theoretisch nur Platz für einen von uns.

 
Und wie schön, dass das noch nicht alle meine Jacken und Schals sind. ;) Nein, es braucht jetzt keiner nachzählen. :P Natürlich sind die Jacken hier nur zwischengeparkt und je nach Jahreszeit verschwinden manche eben auf den Dachboden und die erwähnten Kleiderwagen.
 
Wenn meine Mama das liest, wird sie sich wahrscheinlich denken „Typisch!“ und hierzu fällt mir auch eine lustige Anekdote von früher ein: In meinem Elternhaus war auch eine große Garderobe vorhanden, die ich gerne in Beschlag nahm. Irgendwann schimpfte meine Mama, ich sollte bitte mal aufräumen, an der Garderobe würden bestimmt 10 Jacken von mir hängen. Ich war natürlich der felsenfesten Überzeugung, dass sie maßlos übertreibt. Und wurde dann beim Abnehmen der Jacken eines Besseren belehrt. ;) (Anmerkung Paddy: Vielleicht sollte ich Rinas Mama mal zum Schimpfen holen…)
 
Zurück zu den gelieferten Möbeln. Leider erlebten wir bei unserer Wohnwand eine Enttäuschung: Fast alle Hängebeschläge waren nicht mitgeliefert worden, daher konnten die Hängeschränke nicht angebracht werden. Toll……… *maul* Man wartet so lange darauf und dann so etwas! Außerdem will man ja irgendwann auch einfach mal fertig werden. Jetzt werden wir einziehen und die Schränke hängen noch nicht, denn natürlich sind die Beschläge nicht auf Lager, sondern müssen vom Hersteller nachgeordert werden. *grummel*
 
Daher hier nur das unfertige künftige Wohnzimmerszenario:

 
So wird es dann hoffentlich bald aussehen.
 
 
Was mich eigentlich am meisten verärgert hat, ist, dass wir über die fehlenden Beschläge wie folgt informiert wurden: Wir sind jetzt fertig mit dem Aufbau, aber, ach ja, wir müssen noch mal wieder kommen, und zwar aus dem und dem Grund.
 
Wir hätten uns gewünscht, dass man direkt auf uns zugekommen wäre, als man das Fehlen der Beschläge bemerkte. Die Mitarbeiter können ja nichts dafür, aber so wurden wir mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt.

Zu allem Überfluss stellten wir dann hinterher fest, dass ein Tischbein total zerkratzt ist. Allerdings hat sich das Einrichtungszentrum hierfür schon entschuldigt und entweder wird das Tischbein oder der komplette Tisch ausgetauscht. Wurde uns direkt am Tag nach unserer Reklamation schriftlich mitgeteilt. Geht doch. Also warten wir nun nicht nur auf die Beschläge, sondern auch auf den neuen Tisch.

Eine lustige Situation gab es noch mit dem Chef der Carport-Firma, der gerne zwischendurch mal vorbeischaute, um nach dem Rechten zu sehen und uns nach unserer Zufriedenheit zu befragen. Auch hierfür: Daumen hoch!

Er sah unsere halbfertige Wohnwand und meinte halb überrascht, dass sie ja super zum Laminat passt, wir hätten ja wirklich auf alle Details geachtet. Ja, umsonst sind wir auch nicht mit dem Laminatmuster ins Einrichtungszentrum und Küchenstudio gepilgert. ;) Wenn er erst gesehen hätte, wie viel toller die Küche noch zum Laminat passt… ;) Aber die war ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht da.

Nun zur dritten „Baustelle“ im Haus, die bearbeitet wurde: Der Treppenaufgang erwachte zum Leben. Durch seine „farbliche Erweckung“ in einem satten beerigen Ton. An welchem wir uns tatsächlich nicht satt sehen können. :)




Die Farbe sieht übrigens teilweise noch leicht fleckig aus, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz durchgetrocknet war. Inzwischen ist alles einfach nur noch beeeeeerig schön. :)

Der Maler war wirklich eine unserer besten Entscheidungen. Denn er hat diese Arbeit für wirklich sehr kleines Geld erledigt, obwohl er sogar viermal streichen musste! Wie er uns sagte, decken wohl Rot- und Violetttöne am schlechtesten, sodass man häufig dreimal streichen muss. Und da wir ja als Untergrund die Quarzsandfarbe hatten auftragen lassen, die eine putzähnliche Struktur hat, musste er eben noch mal nachstreichen. Die Arbeit hätte ich an dieser Stelle noch nicht mal einmal machen wollen!

Zumal wir auch gar nicht so eine tolle Konstruktion wie er gehabt hätten.


Manche Menschen haben wirklich einen abenteuerlichen Beruf. ;)

War noch was? Ach ja: Wir haben ja auch noch gearbeitet. :P Da wir Laminat im Moment echt nicht mehr sehen können, machen wir es kurz.

Das fertige Kinderzimmer:


Und der anschließend bearbeitete Flur im OG:



Die Fußleisten sind auch inzwischen fertig gesägt und müssen nur noch an die Wand gebracht werden.

Alle, die schon selbst in ihrem Häusle Laminat verlegt haben, werden sich noch gut erinnern können, wie sich die Situation auf dem folgenden Bild anfühlt: Endlich fertig!!!


Schlimmer ist momentan nur das ständige Packen und ins Haus karren diverser Besitztümer. Denn diesen Samstag ziehen wir ja ein! Ich weiß nicht, wie oft ich schon zu diversen Leuten gesagt habe, dass ich bald einfach alles auf einen Haufen schmeiße und anzünde. :) Der Kleiderschrank ist jedenfalls schon gut gefüllt, das Arbeitszimmer haben wir auch bald schon komplett. Die Küche ist nun seit heute auch fertig gestellt worden und kann eingeräumt werden. Und auch im Bad tummeln sich schon einige Vorräte.

Oh ja… unsere Badezimmermöbel sind einfach nur grooooooooßartig. Im wahrsten Sinne des Wortes. An einem Tag verstaute ich meine Shampoo- und Duschgelvorräte. Diese sind durchaus üppig vorhanden. (Anmerkung von Paddy: Auch hier sollte Rinas Mama mal schimpfen… :) )


Wenn man jetzt jedoch diese Menge im Gesamtzusammenhang, d.h. in Bezug zur Größe der Schublade sieht, dann ist ja mal eins völlig klar: Paddy braucht nie wieder zu schimpfen, wenn ich mal wieder wie im Rausch durch dm-Markt meines Vertrauens gewankt bin. ;) Da ist sogar noch Luft nach oben. :D


Und das Schöne ist: Für Paddys Kram ist auch noch Platz. *hihi* Nur im Schuhschrank… da ist das leider ein Ding der Unmöglichkeit. Aber das Haus bietet ja so viel Platz, das Paddy nun seinen eigenen bekommt. Ja, Zuhausehäuser machen glücklich! ;)))

Sonntag, 31. Januar 2010

Das neue Zuhause unserer Autos ;)

Der nächst Punkt auf unserer langen Liste ist abgehakt: Am 16.01. haben wir den Vertrag für unseren Carport abgeschlossen – nach dem Vergleich diverser Anbieter und kurzfristig notwendiger Umplanungen aufgrund Auflagen seitens der Stadt Leopoldshöhe (wir berichteten).

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir einen Doppelcarport haben möchten. Und das nicht nur, weil ein Carport günstiger als eine Garage ist – es gab auch noch weitere Gründe für diese Wahl.

Da wir ein schmales und langes Grundstück haben, war klar, dass ein Doppelcarport nicht komplett neben eine Hausseite passen würde, sondern zur Hälfte vor unserem Haus stehen muss. (Aufgrund dessen verzichteten wir auch auf das sehr kleine zusätzliche Fenster des HWR, das im Standard enthalten ist, sodass unter unserem Carport wirklich nur Wand ist.)

Man stelle sich nun vergleichsweise eine Doppelgarage vor unserem Haus vor! Das hätte doch eine komplett andere Wirkung, weil eine Garage im Vergleich doch einfach ein „schwerer Klotz“ ist. Doch selbst wenn der Doppelcarport komplett neben unser Haus gepasst hätte, hätten wir diese Lösung immer noch einer Garage vorgezogen, weil wir Carports optisch einfach schöner finden, da diese doch wesentlich leichter wirken.

Zudem hat der Nachbar zu unserer linken Seite ebenfalls einen Carport und da unseres direkt an seines anschließt, ist dies natürlich auch im Sinne der einheitlichen Gestaltung der Nachbarschaft die bessere Lösung. Wir wollen uns ja nicht gleich unbeliebt machen. ;)

Außerdem bauen wir ja in einem sogenannten Außenbereich, was verschiedene Auflagen nach sich zieht (z. B. die maximal erlaubte Wohnfläche von 160 m² bei bis zu 4 Personen). U.a. achtet man auch darauf, dass nicht zu viel Fläche versiegelt wird. Und ganz klar, mit einem Carport, eventuell ergänzt mit einem regendurchlässigen Pflaster in diesem Bereich, fährt man da wesentlich besser.

Schnell stand auch fest, dass wir aufgrund der speziellen Planung des Geräteschuppens keinen Carport-Bausatz von der Stange nehmen konnten. Zunächst planten wir ja, den Carport ein Stück von der Hauswand nach vorne zu verschieben und den angrenzenden Schuppen L-förmig um die Hausecke laufen lassen zu können, um aufgrund unseres nicht vorhandenen Kellers möglichst viel Stauraum zu schaffen.

Hier machte uns dann schließlich die Stadt Leopoldshöhe einen Strich durch die Rechnung, mit der Begründung, dass man ja eventuell irgendwann mal einen Bürgersteig in dieser Straße anlegen wolle und unser Carport dann zu nah an diesem gelegen wäre. Über die Unsinnigkeit dieses Vorhabens in unserer schmalen Straße haben wir uns auch schon geäußert. Dies führte jedenfalls dazu, dass unser Carport wieder nach hinten rücken musste und somit nun direkt an der Hauswand abschließt, wodurch der Schuppen jetzt nur noch links neben dem Haus und ca. halb so breit wie der Carport ist. Die Tiefe des Schuppens nach hinten ist durch das erste Fenster auf dieser Haus-Seite begrenzt (das große Fenster des HWR). Durch diese Veränderung sind uns übrigens 9,4 m² Schuppen verloren gegangen. :(

Der Schuppen wird über 2 Türen verfügen. Mit den Fahrrädern müssen wir schließlich nach vorne raus laufen, mit den Gartengerätschaften nach hinten. Die Türen werden sich gegenüberliegen und zwar nah an der Grenze zum Nachbargrundstück (also recht weit links).

Hier noch mal zum Vergleich, einen Ausschnitt aus unserem Lageplan, zunächst die ursprünglich geplante Version:

 

Unser Carport ist rot umrandet. Daneben sieht man (schwarz) den Carport des Nachbarn. Die gelbe Linie markiert die Stützmauer, die dort bereits von ihm angelegt wurde. Die Wand zum Schuppen wäre ca. zwischen der roten und der blauen gestrichelten Linie gewesen. In dem schmalen Endstück planten wir Autoreifen und Fahrräder unterzubringen. Man sieht auch deutlich den noch vorhandenen Platz zur Straße. Unserer Meinung nach ausreichend.

So sieht es nun aus, nachdem der Carport nach hinten versetzt und der Schuppen auf ein Rechteck neben dem Haus geschrumpft wurde.

 

Die Schuppenwand beginnt parallel mit der vorderen Hauswand. Dementsprechend vergrößert sich der Abstand zur Straße. Außerdem beginnen das Dach unseres Carport und das des Nachbarn nun auf gleicher Höhe und die Optik der Nachbarschaft ist gerettet. Natürlich hätte es auch vorher gut ausgesehen, aber Ämter lieben ja immer Uniformität…
Der Nachbar hat allerdings, wie man sieht, das Glück, dass sein Schuppen größer ist als unserer, da er ein breiteres Grundstück hat. Wir müssen nun noch einen zusätzlichen Geräteschuppen in den Garten setzen. Aber da wir aufgrund der Reduzierung des Carport-Schuppens Kosten sparen, können wir das Geld dann gleich hierfür verwenden. Wir freuen uns. ;)

Doch schon bevor die Ämter mit ihren Paragraphen zuschlugen, haben wir uns die Haare gerauft, denn auch beim Carport gab es ja so viel zu lernen und zu beachten. (Jedenfalls wenn man sich vorher noch nie mit derartigen Dingen befasst hat, so wie wir eben.) 

Die Optik war hierbei weniger das Problem, weil relativ schnell feststand, dass wir einen Flachdach-Carport mit weißem Anstrich haben wollen. Wir hatten erst auch mit einem Satteldach geliebäugelt, dies jedoch unserem Haus zuliebe verworfen, weil wir nicht noch mehr davon verdecken wollten. Wir finden unser Haus sehr schön und wollen daher möglichst viel davon zeigen. :)

Kopfzerbrechen bereitete uns eher die Qualität des Holzes sowie der Dacheindeckung, denn hier gibt es wirklich gravierende Unterschiede.

Beim Holz sind uns bei unseren Anfragen und Recherchen verschiedene Qualitäten über den Weg gelaufen: Leimholz, Kesseldruck imprägniertes Holz (KDI) und Konstruktionsvollholz (KVH). Der Unterschied liegt u.a. in der jeweiligen Holzfeuchte und Stabilität. Am hochwertigsten und langlebigsten ist Leimholz. Daher haben wir uns für dieses Holz entschieden, auch wenn es im Vergleich natürlich mehr kostet.

Kurz zur Erklärung: Beim Leimholz werden mehrere Massivholzschichten zu einer starken Platte verleimt. Es hat eine äußerst geringe Holzfeuchte und durch das Zusammenleimen mehrerer Schichten wird dem Holz die natürliche Spannung genommen, wodurch es sehr viel weniger arbeitet und eine höhere Formbeständigkeit und Maßhaltigkeit hat als die beiden anderen Holzvarianten. Es ist weitgehend rissfrei und unempfindlich gegen Holzschädlinge und Pilzbefall, da diese feuchteres Holz bevorzugen. All diese Vorteile sorgen für seine lange Haltbarkeit.

Der Aufpreis für Leimholz lohnt sich also mit Sicherheit! Gerade auch, wenn man den Carport wie wir weiß anstreichen möchte. Hätte man Holz, das stärker arbeitet und Risse bildet, kann man sich vorstellen, wie „toll“ dieser Anblick nach ein paar Jahren wäre.

Große Unterschiede gibt es ebenfalls bei der Dacheindeckung und auch hier sollte man sich wirklich gut überlegen, ob man an Materialkosten sparen möchte. Es gibt unendlich viele verschiedene Materialien (verschiedene Bleche, Bitumen, PVC, Sicherheitsglas…) und natürlich hat auch nicht jeder Anbieter alles im Angebot.

Bei uns sieht es nun so aus, dass wir ein Holzdach haben, d.h. wenn man im Carport steht und nach oben schaut, sieht man eben nur Holz. Soll ja auch schön aussehen. ;) (Von außen sieht man ja sowieso nur die Blende.) Oben drauf kommt dann eine sogenannte EPDM-Folie aus zwei Schichten. EPDM bedeutet Ethylen-Propylen-Dien-Monomer. Alles klar? ;) Es ist eine synthetische Gummimembran, die in sehr breiten Bahnen verarbeitet werden kann, was natürlich Fugennähte spart und auch die Verlegung vereinfacht.

Die Vorteile von EPDM sind u.a.:
  • resistent gegenüber Temperaturschwankungen, UV-Licht, Ozon und Gebäudebewegungen
  • hierdurch keine / geringe Alterung und Lebenserwartung von 40-50 Jahren
  • wasserdichter als z. B. Blech oder Bitumen
  • hohe Reiß-, Auszugs- und Abriebfestigkeit und dauerhaft elastisch mit einer Dehnfähigkeit von über 300 %
  • sehr geringes Gewicht
  • wartungsfrei
  • wurzelfest, wenn nahtlos verwendet, und damit für Dachbegrünung geeignet
  • begehbar
  • hohe Windsogfestigkeit
Das alles, so finden wir, spricht doch sehr für sich und hat uns überzeugt.

Was auch wichtig ist: Das Dach sollte über eine Neigung verfügen, und zwar vom Haus weg, damit das Wasser nicht darauf zuläuft. Am besten geschickt hinter einer Blende versteckt. D.h. wenn man nicht auf einer Leiter stehend aufs Carport-Dach schaut, sieht man die Neigung überhaupt nicht.
Ansonsten hat unser Carport eine Regenrinne (aus Zink), die komplett verdeckt ist, und verfügt über eine Klappe im zum Garten nach unten laufenden Regenrohr, an welches wir dann bei Bedarf eine Regentonne anschließen können.

Momentan haben wir eine Holzblende eingeplant, haben aber noch die Option auf eine zusätzliche Schieferverblendung. Ob wir sie nehmen oder nicht, überlegen wir uns kurzfristig.

Die Türen unseres Carports sind sehr hochwertige Stahltüren mit Holzverkleidung. Wir haben sie schon live getestet, es „rumst“ richtig schön, wenn sie ins Schloss fallen. :)

Bei den Pfostenträgern haben wir uns nicht für die üblichen H-Pfostenträger entschieden, sondern für Träger, die komplett im Pfosten verschwinden, weil uns diese Lösung optisch mehr angesprochen hat.

Zum besseren Verständnis, ein bildlicher Vergleich:

H-Pfostenträger
(Träger liegt außen am Holz auf)

innenliegender Träger

Die Fundamente lassen wir auch gleich mitmachen. Zudem wird der Carport auch zweimal vorgestrichen, sodass wir nur noch den Endanstrich selbst machen müssen.

Außerdem bekommen wir kostenlos alle Unterlagen für den Bauantrag. Dies erwähnen wir, weil wir bei anderen Anbietern hierfür auch schon Preise von mehreren 100 Euro gesehen haben. Diese Unterlagen geben wir an Viebrock weiter, damit der Bauantrag für Haus und Carport zusammen eingereicht werden kann.

Das Holz, das bei unserem Schuppen zum Einsatz kommt, ist übrigens auch dicker, als wir es im Vergleich mit anderen Anbietern gesehen hatten, d.h. theoretisch können wir auch etwas richtig Schweres an die Schuppenwand hängen.

Eine weitere Seitenverkleidung haben wir nicht, da unser Carport schließlich hinten durch den Schuppen und links durch den Carport des Nachbarn geschlossen ist. Und wir wollten auch einen zu sehr „zugemauerten“ Eindruck vermeiden.

Für unseren Carport in dieser Ausstattung bekommen wir einen wie wir finden sehr günstigen Preis. Auf jeden Fall der günstigste, den wir gefunden haben. Und wir haben wirklich nicht wenige Anfragen gestellt! Bei anderen Anbietern hätten wir im schlimmsten Fall doppelt so viel bezahlt! Was z. B. auch daran lag, dass wir bei unserem Anbieter einige Extras ohne Aufpreis bekamen, für die andere einige Euros mehr verlangt haben.

Und wer ist nun der Anbieter unseres Vertrauens, den wir gerne empfehlen? :)
C+K Carports aus Detmold (www.ck-carports.de), ein kleinerer Betrieb, der schon seit einiger Zeit am Markt ist. Empfehlen möchten wir ihn auch gerne jetzt schon, obwohl unser Carport ja längst noch nicht steht, und zwar nicht nur aufgrund des tollen Preises, sondern weil wir den Inhaber und seine Tochter auch sehr sympathisch finden und uns sehr gut beraten fühlen. Gerade Herr Cupok ist ein sehr lustiger Zeitgenosse, der mit Leib und Seele dabei ist. Nicht abschrecken lassen darf man sich vom Geschäft, das doch ein wenig wie eine Rumpelkammer aussieht. ;) Ist halt ein Handwerksbetrieb und kein Büro. Zudem war bei unserem Besuch auch noch die Heizung kaputt und es war ein wenig „frisch“. ;) Herr Cupok hat uns aber mit leckeren Keksen und Cappuccino bei Laune gehalten. Vor unserem ersten Gespräch hatte er Paddy ja schon völlig begeistert am Telefon erläutert, was es alles für Möglichkeiten für uns gibt, und hatte uns direkt nette Weihnachtspost sowie Eintrittskarten für die Messe „Haus-Garten-Touristik“ in Bad Salzuflen geschickt, wo wir ihn dann am 16.01. auf seinem Stand zur Vertragsunterzeichnung besucht haben, da wir so einen Messepreis bekommen haben. :) Zudem gab es als Dankeschön auch noch direkt eine leckere Flasche Wein. Für uns gute alte Kunden. ;) Und für Paddy wurden sogar extra noch die Kekse raus geholt, die ihm bei unserem Besuch im Geschäft so gut geschmeckt hatten. Sehr nette Menschen. :) Die Messe konnten wir dann außerdem direkt noch nutzen, um ein paar Broschüren und Visitenkarten von Gartenlandschaftsbauern, Anbietern von Pflastersteinen etc. einsammeln zu können.

Zum Abschluss noch ein paar Ansichten von unserem Carport, für alle, die sich immer noch nicht vorstellen können, wie das Schätzchen denn nun aussehen wird. ;) Bei der Frontansicht bitte nicht täuschen lassen: Wir haben vorne keinen Mittelpfosten. Der im Bild mittlere Pfosten gehört zum Schuppen.

 
Aufsicht

Frontansicht

 
Seitenansicht

Samstag, 23. Januar 2010

Die ersten dunklen Wolken am Bauhimmel

Am 11.01. waren wir mal wieder mit unserer Viebrock-Beraterin Frau G. verabredet, da wir noch ein paar offene Fragen hatten, z. B. wann wir denn nun endlich das Bodengutachten bekommen und was wir eigentlich in nächster Zeit zu tun haben und wie überhaupt der zeitliche Ablauf aussieht (wann würden z. B. die grundstücksspezifischen Arbeiten durchgeführt werden).

Ein bisschen verunsichert hatte uns auch die Bemerkung von Herrn D. von Viebrock (er kümmert sich um die ganze Bauantragstellung), der zu unserem Vermesser meinte, nachdem wir diesen beauftragt hatten und dieser deswegen Kontakt mit Viebrock aufnahm, „dass das ja jetzt eh alles noch ein bisschen dauern würde“. Das „bisschen“ wollten wir gerne geklärt haben, denn soooo lange dauert es nun auch nicht mehr bis zum Baubeginn und der Bauantrag braucht ja schließlich auch noch seine Zeit.

Noch gut gelaunt und voller Vorfreude aufs Bauen aufgrund des Besuchs im Musterhauspark, wurde Patrick an diesem Tag von einem Anruf von Herrn D. verwirrt, da dieser fragte, wann denn unser Bodengutachten endlich durchgeführt würde. Wir staunten natürlich nicht schlecht, dass er nicht wusste, dass dieses bereits vor 2 Monaten erfolgt war. Wir erfuhren, dass jeder Kunde bei Viebrock eine sogenannte Projektinfo inklusive Kundennummer hat und in unserer Projektinfo war rein gar nichts zum Bodengutachten hinterlegt. Herr D. brauchte die Infos aus dem Bodengutachten u.a., weil er mit der Gemeinde die Art der Versickerung und die Lage der Zisterne etc. klären musste. Zudem wusste er auch nicht, dass wir schon ein Angebot der Firma P. über Arbeiten am Grundstück erhalten hatten. Dies hatte Frau G. uns ja weitergeleitet und auch dieses hätte eigentlich in der Projektinfo sein müssen. Aber dort war noch nicht mal das Vorabangebot über diese Arbeiten von Herrn S. von Viebrock (er war bei der Bohrung für das Bodengutachten anwesend), das wir schon einen Tag nach dem Bodengutachten erhalten hatten, welches aber eben noch nicht auf der Auswertung desselben beruhte.  Es sollte uns lediglich als Grundlage dienen, um die zu erwartenden Kosten abschätzen zu können, da auf unserem Grundstück eben mehr Boden als gewöhnlich ausgetauscht werden muss.
Alles sehr, sehr merkwürdig. Herr D. versprach, nachzuforschen, wo diese Infos abgeblieben sind und warum sie nicht ordnungsgemäß zugeordnet waren.

Mit gemischten Gefühlen fuhren wir also zum Termin mit Frau G. und hofften, dass sie vielleicht Licht ins Dunkel bringen kann. Der Rest unserer Freude vom Vortag verflog allerdings sehr schnell - und zwar gründlich. Es stellte sich nämlich heraus, dass es ein sehr dummes und teures Missverständnis gegeben hatte. Das Missverständnis hat eindeutig Viebrock zu verschulden, aber von dieser Tatsache haben wir leider gar nichts.

Frau G. erzählte uns, dass Herr D. bereits mit ihr gesprochen hatte und man stellte fest, dass die Unterlagen nicht in unserer Projektinfo waren, weil wir zum Zeitpunkt des Bodengutachtens noch keine Kundennummer hatten, da noch kein Vertrag abgeschlossen war (das taten wir ja erst einen Tag danach!), und daher hatte man die ganzen Unterlagen wohl nicht zuordnen können. Einfach großartig! Jedenfalls hatte man uns daher erst an diesem Tag (11.01.) aufgrund der Nachforschungen von Herrn D. die Unterlagen aus November richtig zugeordnet. Da fragt man sich doch, wo diese Sachen in der Zwischenzeit waren. Ablage U für Unbekannt?!
Aufgrund dieser Tatsachen hatten wir auch immer noch nicht das Bodengutachten erhalten. Das druckte uns Frau G. nun aus. Natürlich sagt das Gutachten einem Laien nicht viel, aber man hat wenigstens mal etwas in der Hand. Zudem braucht man diese Informationen ja schon allein, um theoretisch ein Gegenangebot einholen zu können.

Außerdem erzählte Frau G. plötzlich, eine Dame von Viebrock hätte dann auch noch bei ihr angerufen, dass ja deshalb auch das verbindliche Angebot (nach Auswertung des Bodengutachtens) von Herrn S. für die grundstücksspezifischen Arbeiten (GSA) noch nicht an uns rausgegangen sei und ob man das denn dann nun an uns verschicken könne. Wir schauten uns an und verstanden nur noch Bahnhof. Denn wir hatten ja ein Angebot für die GSA, von der Firma P., die so unheimlich lange gebraucht hatte.

Wir also: „Aber wir haben doch jetzt endlich das Angebot der Firma P. vorliegen, worauf wir so lange gewartet haben, das Angebot von Herrn S. diente doch nur zur Orientierung.“ Und Frau G. dann: „Nein, das haben sie falsch verstanden. Die beiden Angebote müssen zusammen gerechnet werden, denn das von der Firma P. sind nur zusätzliche Arbeiten, die wir selbst nicht leisten.“ Stille im Raum und blankes Entsetzen. Wir haben Frau G. dann darauf hingewiesen, dass das an uns aber ganz anders kommuniziert wurde, nämlich vom Sinn her so: „Das Angebot von Herrn S. ist nur vorab ohne Ergebnis der Bodenprobe, damit Sie die Kosten ungefähr abschätzen können. Wir holen jetzt für Sie ein Angebot für diese Arbeiten von der Firma P. ein.“ Was versteht man daraus? Das Angebot der Firma P. umfasst die notwendigen GSA und es ist das einzige Angebot für diese Arbeiten!!

Im Vorabangebot von Herrn S. stand auch eindeutig, dass dies nicht verbindlich ist, da vor Auswertung des Bodengutachtens erstellt. Ein zusätzliches Problem war, dass in diesem Angebot keinerlei Mengen- oder Längenangaben standen. Im Angebot der Firma P. dann schon und Frau G. erklärte uns, dass diese Menge des Bodenaushubs aber viel zu wenig sei und es sich nur um den Aushub für Zisterne, Verrohrung etc. handelt. Ja, woher sollen wir denn als Laie wissen, wie viel Kubikmeter Erde ausgetauscht werden müssen, zumal wir keine Vergleichsmöglichkeit hatten und uns das Bodengutachten eben auch nicht vorlag?! Natürlich hatten wir uns, wie schon in einem anderen Eintrag erwähnt, gewundert, dass das Angebot der Firma P. niedriger war als das von Herrn S., obwohl es auch schon die Zisterne und die Abwasserpumpe, die wir benötigen beinhaltete. Aber das hätte nach Auswertung der Bodenproben ja durchaus möglich sein können. Denn es hätte ja sein können, dass das Ergebnis doch besser ausgefallen war als nach erstem Anschein vermutet. Woher sollten wir also wissen, dass wir beide Angebote für die Grundstücksarbeiten zusammen rechnen sollten?

Glücklicherweise sind wir bei unserer Finanzierung großzügig gewesen und hatten mehr Geld für die GSA eingeplant, als Viebrock ohnehin standardmäßig in ihrer Nebenkostenkalkulation vorsieht, doch damit kamen wir jetzt natürlich allein nicht hin. Schöner Mist! Glücklicherweise sah Frau G. dann noch nach erneutem genauen Lesen, dass im Angebot der Firma P. schon ein paar Positionen enthalten waren, die ebenfalls in der Viebrock-Kalkulation vorhanden sind, und da wir diese Nebenkosten ja schon eingeplant hatten, konnten wir diese Positionen dann noch von der Gesamtsumme für die GSA abziehen. Aber trotzdem war dann immer noch zu wenig Budget für diese Position in unserer Finanzierung vorhanden.

Tun konnten wir in diesem Moment nichts außer höflich, aber sehr deutlich unseren Unmut zu äußern. Wir müssen jetzt die Bemusterung abwarten und wenn wir dann endlich alle Kosten zusammen haben, sehen wir weiter. Die Stimmung ist natürlich erst mal gedrückt und das Vertrauen in Viebrock hat die erste dicke Delle. Frau G. hat sich zwar während des Gesprächs sehr bemüht und alle Hebel in Bewegung gesetzt und mit zig Ansprechpartnern gesprochen, um alles zu regeln und in Erfahrung zu bringen. Und Herr S. rief sogar noch von zu Hause (er hatte gerade Urlaub) an, aber der Schlamassel bleibt.

Im Angebot der Firma P. war zwar übrigens die Zisterne eingeplant, allerdings nicht die notwendigen Anschlüsse für deren Verwendung! Was merkwürdig war, da die Firma P. ja extra noch bei Viebrock die Informationen über die Lage unserer Hausanschlüsse eingeholt hatte. Herr S. erklärte uns dann auch noch, was es zusätzlich kosten würde, die Zisterne für die Nutzung für Waschmaschine und Toilette anzuschließen (dies hatte die Firma P. entgegen unserer Wünsche vergessen) und riet uns sowieso eher davon aus verschiedenen Gründen ab, sodass wir dies hauptsächlich wegen der Kosten jetzt auch verworfen haben, und die Zisterne jetzt nur für die Gartenwässerung nutzen wollen.

Jedenfalls wurde uns versprochen, dass das GSA-Angebot von Herrn S. nun direkt am nächsten Tag (Dienstag, 12.01.) an uns rausgehen solle und wir es dann am Mittwoch endlich vorliegen haben. Noch mal zur Info: Nach über 2 Monaten! 

Das Angebot kam dann übrigens am 15.01. (Freitag) bei uns an. So viel dazu! Und es war auch erst am 14.01. ausgestellt worden! Als wir u.a. deswegen am Mittwochabend noch einmal bei Frau G. angerufen hatten, war die etwas lapidare Aussage auf unsere Feststellung, dass wir noch immer keine Post von Viebrock haben, dass es dann eben morgen ankommen würde. Anscheinend gehen wir Frau G. langsam auf die Nerven, was uns schon sehr enttäuscht, da sie sonst immer so über engagiert war. Und da Viebrock gerade so einen Bock geschossen hat, erwarten wir auch, dass das GSA-Angebot pünktlich bei uns ankommt und sich Viebrock jetzt mal ein bisschen ins Zeug legt! Ein Wort der Entschuldigung ist übrigens bis heute nicht gefallen…

Zu unserem Ärger enthielt das GSA-Angebot wieder keine Mengenangaben und die Position für die notwendige Überfahrt und Verrohrung des Versickerungsgrabens vor unserem Grundstück war auch zu gering angelegt (nur 6 m hatte uns Frau G.  bereits gesagt, wir wollten 9 m.) Ergo: Der Urlaub von Herrn S. ging bis zum 15.01., also würden wir ihn am 18.01. anrufen.

Der größte Witz war aber, dass im Begleitschreiben zum GSA-Angebot der neue Werkvertrag mit beilag, in welchem diese Kosten ergänzt worden waren, mit der Bitte, eine Version doch bis zum 25.01. unterschrieben zurückzuschicken. Wir warten über 2 Monate auf das Angebot und dann setzt man uns die Pistole auf die Brust?! Da muss man schon ein paar Mal durchatmen, um ruhig zu bleiben.

Übrigens: Die Bemerkung von Herrn D. „dass das ja jetzt eh alles noch ein bisschen dauern würde“, erklärte uns Frau G. mit: Er hätte damit gemeint, dass unsere Bemusterung und das Planungsgespräch ja erst am 08.02. sind. (Also einige Wochen nach Beauftragung des Vermessers.) Und erst dann geht es ja los mit der Bauantragsstellung. Herr D., sagen sie doch gleich, dass sie das mit „ein bisschen“ meinen.

Da wir aber sowieso gerade beim Thema Termine und zeitlicher Ablauf waren, fragten wir Frau G. direkt noch einmal, wann denn nun genau die 3-wöchigen Werksferien von Viebrock wären. Wir wussten schon vor Vertragsschluss, dass es diese Werksferien gibt und sie irgendwann im Sommer sind, aber Frau G. hatte uns immer versichert, dass unser Haus auf jeden Fall vorher fertig gestellt würde. Trotzdem wollten wir es jetzt aber einmal genau wissen, also schaute sie nach und sagte nun, dass die Werksferien in der 28.-30. KW wären (vom 12.07. bis 30.07.).

Also stellte sich so auf einmal heraus, dass die Fertigstellung nicht vor den Werksferien erfolgen wird! Zur Erinnerung: Baubeginn ist in der 16. KW, also ab dem 19.4.2010. Somit liegt der 19.07. (also der Tag genau nach unserer Bauzeit von 3 Monaten) mitten in den Werksferien. *grrrrr* Frau G. schaute dann auch noch mal in unsere Projektinfo und bestätigte, dass die Fertigstellung unseres Hauses für die 31. KW und die Bauabnahme für die 32. KW geplant sei. Auf unseren Hinweis, dass uns das aber anders gesagt worden wäre, ging sie gar nicht ein, obwohl wir sogar noch so höflich waren und nicht gesagt haben, dass sie uns das aber mehrfach anders gesagt hat!

Mittlerweile wurde uns dieser zeitliche Ablauf auch als Begleitschreiben zum GSA-Angebot zugeschickt. Ändern können wir hieran nichts, aber auch diesen Punkt werden wir beim Planungsgespräch ansprechen und unseren Unmut äußern. Zwar ändert sich nichts an unseren bisherigen Plänen (wir haben ab Mitte August 2 Wochen „Bau-Urlaub“ zum Laminat verlegen und Tapezieren / Streichen geplant) und wir können ja auch in den Werksferien schon am Haus arbeiten, da der Estrich schon nach ca. 2 Monaten fertig ist und innerhalb dieses Zeitraums dann trocken genug sein wird, aber es geht einfach ums Prinzip! Lehre aus der ganzen Sache leider: Man muss sich wirklich jedes kleine Detail direkt schriftlich geben lassen und nicht auf die Meinung anderer Menschen vertrauen und seien sie auch noch so nett. :(

Kleiner Lichtblick noch während des Gesprächs mit Frau G.: In unserem Werkvertrag war bisher ein falsches Modell der Jette Joop-Haustür eingeplant gewesen, was wir nun berichtigen ließen, und dabei stellte sich heraus, dass unser Modell nur die Hälfte kostet! Ein kleiner Lichtblick wenigstens.

Als wir dann erwähnten, dass wir am Vortag in Bad Fallingbostel gewesen waren, und dass die Innentüren aus dem WOHNIDEE-Haus ja jetzt inklusive wären und wir uns darüber freuen würde, meinte Frau G., dass wir das dann mal sehen müssten. Sie würde aber ein gutes Wort für uns einlegen, dass diese Position in unserem Werkvertrag korrigiert  werden würde. Denn wir hätten sie ja schon eingeplant, als sie noch nicht inklusive waren.
Äh… Halllo?!? Was ist das bitte für eine Logik? Wenn wir nicht so früh alles bis ins Detail eingeplant hätten, um die Finanzierung besser kalkulieren zu können, hätten wir die Türen doch sowieso erst bei unserer Bemusterung am 08.02. ausgewählt. Nun sollen wir also für vorausschauendes Denken bestraft werden? Das kann ja wohl nur ein schlechter Scherz sein! Klären können wir auch das erst bei der Bemusterung, aber da kann es nur eine Entscheidung zu unseren Gunsten geben, alles andere wäre lächerlich und inakzeptabel. Aber wenn alle Stricke reißen, wissen wir schon, wo wir uns die Türen selbst besorgen können und was uns das kosten würde. Alles muss man sich nun mal auch nicht gefallen lassen.

Wo wie gerade beim Thema Finanzierung sind: Das Angebot der Firma P. hatten wir übrigens nur ausnahmsweise erhalten, so erfuhren wir. Normalerweise gehen diese Angebote erst nur an Viebrock, und Viebrock holt dann zunächst Alternativangebote für uns ein. Auch diese Vorgehensweise fanden wir ein wenig komisch. Wieso holt man nicht direkt mehrere Angebote ein? Und zudem: Wann hätten wir denn dann endlich gewusst, was wir für die Arbeiten am Grundstück komplett hätten einplanen müssen? Oder anders gefragt: Wann sollen wir uns bitte um die Finanzierung kümmern? Einen Monat vor Baubeginn? Zumal wir über die KfW gehört hatten, dass das ganze Prozedere gerne mal etwas länger dauert.

Damit war der Spaß aber leider noch nicht vorbei… Herr D. kam jetzt richtig in Schwung, denn er hatte ja endlich die Informationen, die er für seine Arbeit benötigt (das hätte ihm auch mal vorher auffallen können…). Das muss man Viebrock wieder lassen: Wenn sie etwas tun, dann reißen sie sich ein halbes Bein aus. Patrick kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft er in den letzten Tagen mit Herrn D. telefoniert hat, weil dieser immer sofort anrief, wenn er etwas Neues in Erfahrung gebracht hatte. Und wir sind schon sehr dankbar, dass wir uns nicht wegen der ganzen Formalitäten mit den Ämtern auseinander setzen müssen. Das ist wirklich ein absoluter Pluspunkt bei Viebrock, dass man eine Vollmacht für die Erledigung des ganzen „Behördenkrams“ ausstellen kann und einfach über den aktuellen Status auf dem Laufenden gehalten wird und ab und zu ein paar Entscheidungen treffen muss.
Wann sollten wir uns auch um all das kümmern? Tagsüber müssen wir arbeiten und wenn wir zu Hause sind, haben die Ämter längst dicht. Zudem gibt es in Leopoldshöhe, obwohl die Stadt doch recht klein ist, für alles und nichts verschiedene Ansprechpartner, sodass Herr D. bestimmt auch seinen Spaß gehabt haben wird.

Bei einem dieser Gespräche  mit Herrn D. stellte sich dann auf einmal heraus, dass wir unser Carport doch nicht so bauen lassen können, wie geplant. Auf unserem Grundstück verläuft in Höhe von 20 m (von der Straße aus gesehen) eine Baugrenze, d.h. man darf eben nur bis maximal zu dieser Höhe bauen. Die erste Planung von Viebrock sah entgegen unserer geäußerten Wünsche vor, dass das Haus 3 m Abstand zu dieser Baugrenze hält. (Wir hatten beim Bodengutachten schon über diese Baugrenze gesprochen und ausdrücklich gesagt, dass das Haus auf der Baugrenze abschließen soll.) Diese Platzierung hätte bedeutet, dass der Carport quasi genau an der Straße geendet hätte, was wohl so nicht gewollt / erlaubt ist.

Wir hatten dann erst noch einen Hoffnungsschimmer, dass der Platz doch unserer Auffassung nach reichen würde, wenn das Haus wie gewünscht, 3 m weiter nach hinten, also an die Baugrenze, gesetzt wird. Diese Platzierung wurde uns von der Stadt Leopoldshöhe auch glücklicherweise genehmigt.

Dann hätte es also so ausgesehen:


Der kleine Teich, den man im Lageplan eingezeichnet sieht, wird natürlich noch zugeschüttet. Vorm Grundstück sieht man den Versickerungsgraben, der durch die ganze Straße läuft. Die Zisterne wollen wir anders als hier eingezeichnet hinterm Haus platzieren, was ja mehr Sinn macht, wenn man damit die die Bewässerung des Gartens sichern möchte, der sich ebenfalls hinter dem Haus befindet.

Im Lageplan sieht man auch wie wir den Carport geplant hatten: Es schließt ein Schuppen an, der L-förmig ums Haus läuft. (Der Schuppen beginnt in etwa zwischen der roten und blauen Linie.)

Doch hier machte uns nun die Stadt Leopoldshöhe einen Strich durch die Rechnung und zwar der Herr vom Kreis, der sich schon bei der Planung der Hausgröße aufgrund der Bebauung im Außenbereich (siehe erster Artikel dieses Blogs) so umständlich angestellt hatte. Begründung: Der Carport wäre auch so noch zu nah an der Straße, da man eventuell irgendwann mal einen Bürgersteig in der Straße verlaufen lassen wolle.

Ihr müsstet die Straße kennen, um zu wissen, was das für ein Quatsch ist! Sie ist so schmal, dass sich ein Auto an den Rand quetschen kann, damit noch eins durchfahren kann. Wo soll denn da bitte noch ein Bürgersteig hin?! Außerdem ist die Straße eine Sackgasse mit ein paar Häusern, drum herum sind Felder, es gibt also auch keinen starken Fußgängerverkehr, also was soll das? Aber man muss ja alle Eventualitäten mit einplanen, schon klar… Ämterlogik!

Jedenfalls haben wir dann ganz schnell unserem Carporthersteller Bescheid gesagt, dass der Schuppen jetzt doch nicht mehr L-förmig ist, sondern nur neben dem Haus ist, und dass das Carport direkt an der Hauswand endet, damit er noch kurzfristig das Angebot sowie die ganzen Unterlagen für die Bauantragsstellung umändern konnte, da wir am 16.01. mit ihm auf der Messe „Haus-Garten-Touristik“ in Bad Salzuflen verabredet waren, um den Vertrag abzuschließen. Natürlich kostet unser Carport dann weniger, aber da wir jetzt noch einen zusätzlichen Geräteschuppen im Garten benötigen, um auch alles unterbringen zu können, ist das Geld quasi nur auf eine andere Position verschoben.

Der angepasste Plan sieht nun übrigens so aus:


Aber auch hier war noch nicht das Ende der Fahnenstange. Vor Wochen schon, beim Erstkontakt mit Herrn D., als es um die besagte Beauftragung des Vermessers ging, hatte dieser erwähnt, dass wir uns ja noch Gedanken um die Versickerung auf unserem Grundstück machen müssten. Er klärte uns, dass es eine Mulden- und eine Rigolenversickerung gäbe und wo die Unterschiede aus Sicht von Technik und Kosten liegen. Rigolenversickerung ist um Einiges teurer. Er hatte damals auch angedeutet, dass man hierfür vielleicht noch mal einen separaten Termin vereinbaren müsse, wir hatten aber hierzu nichts mehr von ihm gehört.

Wen die Versickerungsthematik interessiert, der kann hier nachlesen und sich Arbeitsablauf und Beispiele anschauen:

www.emscher-regen.de/bewirtschaftungsarten/rigolenversickerung.php

Als wir bei Frau G. waren, sprachen wir die offene Frage der Versickerung ebenfalls an, und sie las irgendwo innerhalb der ganzen Infos in unserer Projektinfo etwas von Muldenversickerung. Was uns natürlich freute, aber leider nicht lange. Denn Herr D. verkündete uns nun, wir müssten auf jeden Fall Rigolenversickerung zum Einsatz bringen, unser Boden wäre für die Muldenversickerung viel zu schlecht. Na toll, wieder Mehrkosten!

Dann begann auch noch eine Diskussion, welches System wir genau zum Einsatz bringen. Für eine Rigolenversickerung kann man nämlich u.a. Sickerkästen, Sickeriglus oder Sickertunnel zum Einsatz bringen. Herr D. schickte uns Informationen, wir recherchierten selbst, aber so richtig kamen wir nicht weiter, denn es ist nun mal so, dass wir die Laien sind und eigentlich sollte es gar nicht unsere Aufgabe sein, dass wir uns mit dieser ganzen Thematik so intensiv befassen. Viebrock (oder ein von ihnen beauftragter Dienstleister) soll uns sagen, was die beste Lösung für uns ist und gut ist!

Am 18.01. konnten wir nun endlich Herrn S. erreichen. Er erklärte uns nun erst mal, wieso denn keine Mengenangaben im GSA-Angebot enthalten waren: Wir könnten doch damit sowieso nichts anfangen. Das stimmt allerdings. Daher gab er den Hinweis, dass 30 m³ ca. 3 LKW-Ladungen entsprächen. Das konnten wir uns dann vorstellen.

Er sagte außerdem, falls wir diese Angaben gerne für ein Gegenangebot hätten, wäre das überhaupt kein Problem, wir könnten dem externen Dienstleister sogar gerne seine Telefonnummer geben, er gäbe dann alle wichtigen Infos weiter (Höhenplan etc.). Das kam schon mal gut an.
Wichtig zu wissen ist aber, dass es einen entscheidenen Vorteil hat, Viebrock die GSA durchführen zu lassen: Das Angebot von Viebrock ist ein Festpreisangebot, d.h. teurer kann es nicht werden, selbst wenn überraschend ein riesiges Loch im Boden gefunden würde, das zusätzlich aufgefüllt werden müsste, müsste Viebrock die Kosten hierfür tragen, nicht wir.
(Wir haben übrigens mit Hilfe unserer allzeit hilfsbereiten Maklerin Frau Wermter ein Gegenangebot eingeholt und es war nicht günstiger.)

Überhaupt nicht erfreut war Herr S. übrigens darüber, dass Frau G. uns aus unserer Projektinfo die m³-Zahlen für Bodenabfuhr und anschließende Bodenauffüllung vorgelesen hatte. Denn die Zahlen im System bezögen sich auf Werte im festen Zustand und im lockeren Zustand hätte der Boden natürlich mehr Volumen. Einleuchtend. Herr S. ärgerte sich und meinte, die Berater von Viebrock hätten von diesen Dingen keine Ahnung und sollten dementsprechend auch nicht ungefiltert und ohne notwendige Erklärung diese Informationen raus geben. Herr S., da stimmen wir ihnen zu!

Er war auch überrascht, dass wir das Bodengutachten erhalten hatten. Laut seiner Aussage erhalte man dieses inklusive Erläuterung erst vom Bauleiter. Merkwürdig nur, dass Frau G. so verwirrt war, dass wir das Bodengutachten immer noch nicht erhalten hatten. Zitat: „Das gibt’s doch gar nicht!“ Darauf kann sie doch eigentlich auch nur kommen, weil sie den Ablauf bei anderen Kunden anders kennt?! Rätsel über Rätsel…

Auf unseren Hinweis hin, dass wir gerne mehr Meter als im Angebot mit einer Überfahrt und Verrohrung versehen hätten, bremste Herr S. gleich und meinte, dass das Herr D. mit der Gemeinde klären müsse, weil oft sogar nur 5 m erlaubt seien. Die nächste Hürde. *ächz*

Als nächstes kamen wir auf die Versickerung zu sprechen. Er fing schon an, die verschiedenen Versickerungsarten zu erklären, woraufhin wir unterbrachen und ihm mitteilten, dass unsere Info von Herrn D. Rigolenversickerung lautete und wir sogar schon die erforderliche Länge und Breite für den Versickerungsgraben wüssten. Herr S. meinte dann, das müsste man aber noch mal besprechen, denn die Kosten müssten ja für uns in einem erträglichen Maß gehalten werden und er versprach, selbst mit Herrn D. zu sprechen.

Anschließend haben wir dann bei Herrn D. angerufen und ihn gebeten, wegen der maximal möglichen Länge der Überfahrt und Verrohrung nachzuforschen. Auch dafür gibt es natürlich einen speziellen Ansprechpartner in unserer zukünftigen Gemeinde. Und dies ist ein Mensch von einer ganz speziellen Sorte. Zitat: „Bevor ich hier war, haben in ihrer Straße ja alle ganz wild gebaut. Das gibt es mit mir jetzt nicht mehr.“ Also ein kleiner Paragraphenreiter…. Aaaaaaah! Jedenfalls mussten wir für ihn einen Plan von unserem Haus, Carport und angedachten Vorgartengestaltung erstellen (Photoshop sei Dank ging das recht schnell) und ihm so begründen, warum wir denn nicht nur vor unserem Carport den Graben verschließen wollen, sondern noch ein Stückchen weiter. Weil die Straße eben so schmal ist und wir möglichst viel Parkraum auf unserem Grundstück schaffen wollen/müssen. Antwort steht noch aus, aber hoffen wir mal das Beste!

Herr S. und Herr D. besprachen sich dann wie angekündigt und auf einmal rief Herr D. bei Paddy an, dass wir jetzt wohl doch Muldenversickerung einsetzen könnten. Äääääh ja… Inzwischen wollen wir auch gar nicht mehr verstehen, wieso. Für uns war die Nachricht positiv, weil sie Kosten spart. Es ist zwar von einer 20 m langen Mulde die Rede, wo man dann erst denkt, wo die bitte hin soll und wie das denn auf dem Grundstück aussieht. Aber nach einigem Googlen hatten wir dann rausgefunden, dass man diese Mulden nett bepflanzen kann und man sie dann gar nicht mehr als störend wahrnimmt und die Bepflanzung bei richtiger Auswahl die Leistung der Mulde durchaus noch steigern kann. Also werden wir sie wahrscheinlich entlang der Grundstücksgrenze platzieren. Aber mal sehen. Da müssen die Fachmänner ran. Und vielleicht kommt ja auch alles wieder ganz anders. Wir nehmen es mittlerweile mit Galgenhumor…

Montag, 4. Januar 2010

Was bisher geschah…

Irgendwie hat man in der Zeit zwischen Vertragsabschluss und Bemusterung manchmal das Gefühl, dass man ein wenig auf der Stelle tritt und selbst gar nichts groß tun kann, aber der Schein trügt und zwar ganz gewaltig. Rückblickend hat sich in letzter Zeit nämlich doch Einiges getan bzw. wurde wenigstens auf einen guten Weg gebracht.

Das Grundstück ist nach Zahlung aller Gebühren inzwischen in unserem Besitz! Über manche Gebühren haben wir uns doch sehr „amüsiert“. Dass der Eintrag der Erwerbsvormerkung etwas kostet, leuchtet ein, aber dass die Löschung dieses Eintrags auch noch etwas kostet… Wird der Eintrag etwa in Stein gemeißelt und die Löschung ist mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden? ;)

Wir haben von Viebrock weitere Unterlagen enthalten, wie z. B. unsere Entwurfszeichnungen und detaillierte Hinweise bzgl. der Küchenplanung.
Die ersten Entwurfszeichnungen stimmten leider in einigen Details nicht. Manche waren halb so wild (die Tür des Gäste-WC und des HWR öffneten z. B. nach innen anstatt nach außen), aber komplett missfallen hat uns die Platzierung des Außenluftmoduls der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Viebrock hatte uns diesen Kasten einfach frontal vors Haus gestellt. In unserem Fall war dies sowieso nicht möglich, weil unser Doppel-Carport dort zum Teil steht, aber schon rein aus optischen Gründen haben wir dies nicht verstanden, da seitlich am Haus dafür jede Menge Platz ist.
Zudem war uns grundsätzlich noch die Idee gekommen, den Drempel um 10 cm erhöhen zu lassen. Ok, und Rinas Papa hatte uns damit ewig in den Ohren gelegen. Also hatten wir kurz  bei Frau G. gecheckt, was das kosten würde (1.183 €) und ob das nicht die maximale Wohnfläche, die auf unserem Grundstück erlaubt ist, sprengen würde (war nicht der Fall), und haben uns dann dafür entschieden. Bringt uns auf jeden Fall mehr Platz im Dachboden und besseren Stellplatz im Obergeschoss.
Also haben wir alle Änderungswünsche aufgelistet und den Carport-Entwurf, der uns von einem Hersteller vorlag, kopiert und alles an Viebrock geschickt.
Der zweite Entwurf kam pünktlich zu Weihnachten, sogar das Carport war nun eingezeichnet, und auch ansonsten stimmte nun alles. Wie schön. :)

Die Küchenplanung haben wir nach dem Besuch diverser Küchenstudios und diversen Änderungen abgeschlossen und unsere Küche in Auftrag gegeben. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Wo wir gerade beim Thema „Möbel“ sind: Da ein großes lokales Einrichtungszentrum Jubiläumswochen hatte und quasi „20 % auf Alles“ im Angebot hatte, haben wir doch gleich noch mal zugeschlagen und haben einen neuen Kleiderschrank sowie eine neue Wohnwand fürs Wohnzimmer ausgesucht.
Der Kleiderschrank ist notwendig, da wir in unser jetzigen Wohnung zahlreiche Einbauschränke haben, die im Haus natürlich wegfallen und da braucht man nicht lange überlegen, um zu wissen, dass wir in unseren jetzigen Schrank (2,70 m breit mit Schwebetüren) den ganzen Kram, der sich angesammelt hat, dort nicht unterbringen können. Ok, ok, man kann ja auch mal ein bisschen ausmisten, aber auch dann würde es nicht passen. ;)
Der neue Schrank ist also nun 3,60 m breit, 2,40 m hoch und hat 3 Schwebetüren. :) Er ist von Nolte (www.nolte-germersheim.de), aus dem Phoenix-Programm. Er stand in der Ausstellung und wir fanden ihn sofort im wahrsten Sinne des Wortes großartig. :)
Den Kleiderschrank haben wir so ausgewählt, dass er denselben Ton hat wie unser jetziges Schlafzimmer (Noce). So können wir das Bett und die ebenfalls vorhandene Kommode behalten. Und im Haus werden wir dann auch endlich mal praktizieren, wovon wir schon immer gesprochen haben: Die Wintersachen im Sommer auf dem Dachboden lagern und umgekehrt.

Gekommen waren wir aber eigentlich wegen der Wohnwand, (der Schrank wurde quasi so nebenbei gekauft ;)) weil wir einfach gerne etwas Neues haben wollten und diese dann in einem Prospekt des Einrichtungszentrums gesehen hatten. Wobei Wohnwand für das, was wir gekauft haben, das falsche Wort ist, da sich das so „zugemauert“ anhört. Marke „Eiche Rustikal“ quasi. ;) An der Wand hängen aber nur 4 schmale Schränke sowie zwei Regale und am Boden sind ebenfalls nur sehr flache Schränke mit Auszügen. Alles sehr luftig. Die Wohnwand heißt ja auch Fly. *haha*

So sieht sie aus:

Einen passenden neuen Couchtisch haben wir dann auch gleich noch ausgesucht. Unsere Couch behalten wir, da sie aktuell erst ein Jahr alt ist. Die Wohnzimmermöbel immerhin schon 4 Jahre. ;) Na ja, man braucht ja ab und zu mal etwas Neues. *ähem* Die letzten Möbel können wir dann hoffentlich noch zu einem guten Preis bei Ebay versteigern. ;)

Was neben unserer Ersparnis von mehr als 20 % (beim Schrank bekamen wir neben dem Rabatt noch kostenlose Dämpfer) aber einfach genial ist: Die neuen Möbel werden zu einem Termin während der Bauphase bestellt und dann bis zu unserem individuellen Aufruf kostenlos eingelagert, anschließend kostenlos geliefert und kostenlos aufgebaut. Sagten wir schon, dass da alles kostenlos ist? ;) Das ist natürlich bei dem ganzen Stress, der uns erwartet, eine riesige Erleichterung. Zumal uns der Berater im Einrichtungszentrum erzählte, dass der Aufbau des Schrankmonstrums mit 2 erfahrenen Leuten ein paar Stunden dauern wird.

Außerdem haben wir einige Carport-Hersteller angeschrieben und uns schlackerten doch teilweise die Ohren, was hier für Kosten auf uns zukommen. Das liegt aber einfach daran, dass das gesamte Carport einen etwa 20 m² großen Schuppen haben wird. Wenn man keinen Keller hat, muss man den Lagerplatz eben anderweitig schaffen.
Mal abgesehen von den Preisen, haben wir aber wieder viel bzgl. der Qualität verschiedener Materialien hinzugelernt und konnten dann immer besser vergleichen. Schlussendlich haben wir nun einen Hersteller gefunden, der uns sehr sympathisch ist und uns auch noch einen tollen Messepreis machen wird. Wir waren schon zu einem Beschnupperungstermin vor Ort und haben unsere Wünsche detailliert festgehalten, werden die Firma aber dann noch auf der „Haus-Garten-Touristik“ in Bad Salzuflen besuchen (15.-17.01.) um den Vertrag abzuschließen. Denn wir bekommen ja den Messepreis. ;) Und wir haben auch schon nette Weihnachtspost mit Eintrittskarten bekommen, noch bevor wir überhaupt bei diesem Anbieter vorbeigeschaut hatten. Das kommt schon mal gut an. :)
Momentan überlegen wir noch, ob wir die Firma gleichzeitig auch noch mit unserer Terrassenüberdachung beauftragen, denn dann winkt natürlich ein netter Kombirabatt. Aber auch hierzu in einem separaten Beitrag mehr.

Wir haben einen Vermesser gefunden und beauftragt. Wir haben schlussendlich den Vermesser genommen, der das Grundstück schon für die Vorbesitzer vermessen hatte. Den Kontakt hat unsere Immobilienmaklerin Fr. Wermter hergestellt, vielen Dank auch dafür! Wir haben trotzdem zum Vergleich noch andere Angebote eingeholt, allerdings sind hier viele Positionen durch Gebührenordnungen festgelegt, sodass es wenig Spielraum gibt.

Ganz besonderen Spaß aber hatten wir mit dem Bodengutachten bzw. mit dem Angebot des Tiefbauers für die notwendigen Grundstücksarbeiten, bevor es mit dem Bau losgehen kann.
Wir erinnern uns: Die Bohrungen für das Bodengutachten wurden am 04.11.2009 vorgenommen. Direkt anschließend hatten wir von Viebrock eine Vorabangebot erhalten, was uns kostentechnisch ungefähr erwarten wird, das eigentliche Angebot sollten wir aber von einem externen Dienstleister bekommen, den Viebrock uns vermittelt hat.
Es hat nun tatsächlich bis direkt vor Weihnachten gedauert, bis uns dieses Angebot vorlag. Dafür haben wir Frau G. mehrmals genervt, die dann Herrn S. (der bei uns gebohrt hatte) nervte und der dann wieder diese Firma anrief. Die Firma muss wohl erstklassige Arbeit leisten, weswegen Viebrock auch mit ihnen zusammen arbeitet, aber der zuständige Sachbearbeiter kommt einfach nicht in die Gänge. Er hat z. B. erst Ende November bei Viebrock nach dem Grundriss unseres Hauses gefragt (wir bekommen auch eine Regenwasserzisterne und er wollte wissen, wo die Hausanschlüsse liegen)!
Schlussendlich half nur die Androhung, dass wir selbst bei der Firma anrufen werden und bis in 3 Tagen des Angebot haben müssen, weil direkt nach Weihnachten ein Finanzierungsgespräch anstand und diese Kosten natürlich auch ein Faktor waren, den wir berücksichtigen mussten. Und da klappte es auf einmal. Dies war also schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Stress Marke Eigenheim.
Seltsamerweise war das Angebot niedriger als erwartet. Da uns aber immer noch nicht das finale Ergebnis des Bodengutachtens vorliegt, können wir nur vermuten, dass der Boden doch besser als erwartet war und weniger abgefahren werden muss oder wir bekamen wegen der langen Wartezeit ein Spezial-Angebot. ;) Allerdings fehlte eine wichtige Position (vor unserem Grundstück ist ja noch ein Graben, durch den Regenwasser fließt, der verrohrt und mit einer Überfahrt bestückt werden muss), von daher müssen wir sowieso noch mal Rücksprache halten. Glücklicherweise waren diese Kosten im Vorabangebot von Viebrock enthalten, sodass diese Kosten für unser Finanzierungsgespräch mit einkalkulieren konnten.

Außerdem waren wir auch noch mal im Musterhauspark in Bad Fallingbostel und haben Rinas Eltern das Haus gezeigt. Beide waren begeistert und Rinas Mama würde bestimmt auch gerne noch mal bauen. ;) Nun wenigstens bekommt sie bald eine neue Küche. ;)

Wenn wir zwischendurch mal nicht wissen, wohin mit unserer Zeit, befassen wir uns sogar schon mal wenigstens theoretisch mit so netten Dingen wir Gartengestaltung und Pflasterarbeiten. Wir haben sogar ein Gartenbuch mit Planungssoftware. Es soll ja nichts dem Zufall überlassen werden. ;) Außerdem mussten auch diese Kosten ja wenigstens grob mit für die Finanzierung kalkuliert werden.

Bei der Finanzierung haben wir natürlich die KfW-Förderung „Energieeffizient Bauen“ in Anspruch genommen. Nach der neuen EnEV 2009 haben wir ein KfW-Effizienzhaus 70 (Programm 153). Für die Beantragung der Förderung haben wir ums im Vorfeld schon den Nachweis, dass die benötigten Werte eingehalten werden, von Viebrock eingeholt, um das Ganze etwas zu beschleunigen. Ansonsten reicht man am besten alles ein, was man sonst noch an Angeboten, Nachweisen, Rechnungen hat. Die KfW will es nämlich ganz genau wissen und man muss ja auch nachweisen, warum man eine bestimmte Menge Geld benötigt.
Da man innerhalb dieser Förderung maximal 50.000 € bekommt, hatten wir zunächst angedacht, sie mit dem KfW-Wohneigentumsprogramm zu kombinieren. Wir bekamen dann aber ein zinsgünstigeres Angebot im Rahmen des Wohn-Riestern und haben uns dann ergänzend hierfür entschieden, da es ja zusätzlich eine Förderung vom Staat, sowie auch noch Steuervergünstigungen gibt.

Der Fairness halber erwähnen möchten wir noch, dass HELMA sich zwischenzeitlich noch einmal bei uns gemeldet hatte. Unsere Erfahrungen mit HELMA beschrieben wir im Eintrag vom 15.11.2009. Der Berater teilte uns mit, dass es einen Fehler in der Software gegeben hatte und uns die gewünschten Traufgiebel doppelt berechnet worden waren. Dies wollte er uns doch unbedingt noch mitteilen, obwohl er ja wisse, dass wir unsere Entscheidung auf Viebrock gefallen war. Wieder mit dem Hinweis: Bei uns hätten sie jede Menge Geld sparen können. Ok, in diesem Fall hätten wir dann auch noch etwas gespart, uns nervt aber dieses ständige und alleinige „wir sind günstiger“-Argument, denn in unseren Augen zählt beim Hausbau eben nicht einfach nur der Preis. Wir sind auch nicht Krösus, sparen aber bestimmt nicht am falschen Ende.
Patrick hat es sich dann auch nicht nehmen lassen, einen kleinen Seitenhieb auszuteilen und entgegnete trocken, dass selbst bei Abzug der Fehlberechnung der Grundpreis des Hauses immer noch viel höher als das ursprüngliche Lockangebot war und darauf wusste der Berater dann nicht mehr viel zu sagen. Nun, wenigstens ist die Software wohl jetzt korrigiert und vielleicht kann der Berater dann in Kürze jemand anderen mit wunderschönen Traufgiebeln glücklich machen. ;) Die Fehlfunktion der Software passte leider zu dem etwas chaotisch-unzuverlässigen Eindruck, den HELMA uns von sich vermittelt hatte.

Tja, und ansonsten lesen wir andere Bautagebücher oder googlen Fachwissen zu irgendwelchen Themen, die uns gerade beschäftigen…
…oder leben dann auch einfach mal nur. ;) Denn obwohl das Projekt Haus natürlich Vieles in den Schatten stellt, wissen wir jetzt schon, wie wichtig es ist, auch mal abzuschalten und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr! ;)