Mittwoch, 26. Mai 2010

Bedeckter Himmel, bedeckte Stimmung

Leider hat sich unsere Stimmung dem aktuellen Wetter in Ostwestfalen-Lippe angepasst und sieht nicht ganz so sonnig aus. Doch kommen wir zuerst zu den erhellenden Momenten des Tages!

Der lange Kratzer an der Haustür ist doch keiner. Das ist irgendein Schmutz, den man mit Spucke bzw. Wasser nicht abbekommt, egal, wie fest man rubbelt. Und wir haben sehr fest gerubbelt. Unser Bauleiter zauberte aber einen speziellen Kunststoffreiniger hervor und damit geht es ab. Super! So war das Problem sehr schnell gelöst.

Außerdem soll die Haustür auch noch mal eingepackt werden. Also hoffen wir, dass derartige Überraschungen dann ausbleiben.

Auch der kaputte Klinkerstein wird ausgetauscht. Sollte auch relativ unproblematisch sein und ein kleiner Haufen Steine ist ja auch noch übrig.


Den Haufen werden wir in den nächsten Tagen erst mal nach hinten in den zukünftigen Garten schaffen, denn der wird natürlich gebunkert, falls mal irgendetwas am Klinker sein sollte und Steine ausgetauscht werden müssen.
Auch bei den Fliesen werden wir schauen, dass wir alles, was übrig bleibt horten. Obwohl unser Bauleiter meinte, dass man nicht sagen kann, ob wirklich etwas übrig bleibt. Falls nicht, besorgen wir uns von jeder Fliesengröße noch ein paar. Nicht, dass ich (Rina) irgendwann mit dem Kopf gegen die Badewanne renne und wir dann einen Sprung haben. Also in der Fliese, nicht im Kopf. ;) Bei meinem Tolpatsch-Gen ist das nicht auszuschließen. ;))

Ansonsten war unser Bausachverständiger heute leider nicht so begeistert. :( Von der Arbeit von Viebrock schon. Der Klinker ist schnurgerade, da wurde ganze Arbeit geleistet. Kritisiert hat er allerdings die Arbeit der Fensterbauer, hier muss Einiges nachgebessert werden, da der notwendige Abstand zum Klinker teilweise nicht ausreichend eingehalten wurde. An manchen Stellen sitzt daher das Material direkt auf dem Klinker, was erstens natürlich nicht so schön aussieht und zweitens kann man dann auch nicht ordentlich abdichten, weil die Abdichtung an diesen Stellen auf dem Material sitzen würde und nicht zwischen Material und Klinker. Das wäre mit Sicherheit nicht der Anblick, den wir wollen.

Hier mal zum Vergleich am Küchenfenster (linke und rechte Seite, getrennt durch die orangefarbene Linie:
 
 
Links ist der Abstand optimal, rechts ist es im oberen Bereich zu eng.
Unser Klinker ist natürlich nicht ganz gleichmäßig, aber der Fensterbauer hat selbst gesagt, dass er sich beim Einbau am Klinker orientiert. Er hätte halt schauen müssen, welcher Stein mehr raus ragt und dementsprechend an dieser Stelle noch für genug Abstand sorgen müssen.

An der Haustür sieht man es noch deutlicher, denn dort ist der Abstand stellenweise noch geringer geraten:


An den restlichen Fenstern unten war aber glücklicherweise alles in bester Ordnung.

Im OG war dafür der Abstand zu weit geraten, also muss auch hier nachgebessert werden, weil sich durch den zu großen Abstand ebenfalls ein unschönes Bild bei der Abdichtung ergeben würde. Außerdem meinte er, dass es ja auch nicht sein kann, dass bei schnurgeradem Klinker bei den unteren Fenstern alles passt und oben dann auf einmal so eine große Lücke ist.


Unser Bausachverständiger hat immer von einem Richtwert von 5-10 mm gesprochen. Die wurden hier definitiv überschritten, teilweise hat er 25 mm gemessen!

Komplett konnten die Fenster leider nicht kontrolliert werden, da die Fensterbauer immer noch nicht fertig waren! Von daher haben wir heute auch keine Bilder vom aktuellen Status, da man kaum eine Veränderung zu gestern sieht. Und durch die notwendigen Nacharbeiten verzögert sich das Ganze ja jetzt noch mal ein bisschen.

Hier auch noch ein Bild von unserem Bausachverständigen Herrn Wissbrock in Aktion, beobachtet von unserem Bauleiter und einem der Fensterbauer.


Letzterer war natürlich wenig begeistert über die Kritik von Herrn Wissbrock und auch wir hätten ihm die zusätzliche Arbeit gerne erspart. Doch wie Herr Wissbrock meinte: Jetzt haben wir noch die Chance, relativ problemlos nachbessern zu können, später hätte das schon anders ausgesehen. Und spätestens bei der Vor- oder Endabnahme hätten wir dann gesagt, dass wir das so nicht haben wollen.

Generell konnte man aber echt direkt einen Unterschied zwischen den Handwerkern von Viebrock und diesen Handwerker feststellen, denn der Fensterbauer ist ja ein Subunternehmer. (Wir stellen in Kürze auch noch unseren Terminplan online, in welchem alle aufgeführt sind.) Viebrock ist doch um Längen freundlicher, nicht so muffelig und mundfaul. Man ist doch inzwischen Besseres gewöhnt. ;) Cool war auch ein Spruch von Herrn Wissbrock, als der Fensterbauer wohl irgendeine unwillige Bemerkung oder einen nicht ganz passenden Kommentar abgegeben hat (haben wir leider nicht genau verstanden): „Das ist doch keine Sanierung. Hier wird doch ein neues Haus gebaut.“ ;)

Nicht ganz so begeistert war Herr Wissbrock außerdem davon, dass für die Stirnbretter verzinkte Nägel anstatt Edelstahlnägel verwendet wurden, weil erstere eben rosten können. Nun, wir werden die Nägel noch schön mit dem empfohlenen Acrylspachtel zukleistern (haben wir uns heute besorgt) und dann einfach jedem Nagel gut zureden, dass er bitte schön nicht rosten soll in den nächsten 5 Jahrzehnten. Obwohl… ich will mindestens 100 werden, also dann bitte noch ein bisschen länger. :P

Mit einem Fragezeichen hat er auch die von Viebrock standardmäßig vorgesehene Gestaltung der Drempelverkleidung inklusive der dahinter liegenden Dämmung versehen. Hierzu möchten wir uns aber erst mal nicht näher äußern, weil er dies in einem Protokoll näher erläutern wollte und wir nichts falsch wiedergeben möchten.

Überhaupt haben wir heute gemerkt, was wir eigentlich für Laien sind. Herr Wissbrock hat Herrn O. dermaßen viele detaillierte Fragen gestellt, da konnte man echt nur mit den Ohren schlackern. Auch wenn er keine Mängel gefunden hätte, hat sich das allein schon durch den Lerneffekt enorm gelohnt. Wir finden halt einfach alles schön. ;) Diese Euros sind also sehr gut investiert!

Und aufgrund unserer Unwissenheit ist es auch gut, wenn unser Bauleiter bei den Terminen mit Herrn Wissbrock ebenfalls vor Ort ist, da wir auf viele Dinge gar keine Antwort gewusst hätten.

Unser Bauleiter tat uns bei dem Termin fast ein wenig leid. Ist zwar ein unsinniges Gefühl, aber wenn jemand „meckert“, auch wenn es berechtigt ist, und es dabei um die eigene Sache geht, dann hat man schon ein leicht betretenes Gefühl. Denn Viebrock hat ja selbst bisher top Arbeit geleistet. Nur werden die Subunternehmer schließlich auch von Viebrock ausgewählt und verpflichtet, also haben sie sich gefälligst auch an die vorgeschriebenen Standards zu halten. Aber Herr O. hat sehr professionell reagiert und wir haben bei der Abfahrt auch gesehen, dass er den Fensterbauern Instruktionen gegeben hat.

Außerdem will Herr O. sich auch darum kümmern, dass sich unser Elektriker endlich bei uns meldet. Laut Terminplan soll die Rohbauinstallation ab dem 08.06. erfolgen und wir haben bisher noch nichts vom Elektriker gehört. Da wir die Elektroplanung ungern übers Knie brechen wollen und ja auch noch Zeit brauchen, um das Angebot zu prüfen, hat Paddy gestern mal dort angerufen. Der Meister war allerdings gerade nicht im Hause, zudem wusste die Dame am Telefon nicht, warum wir denn noch gar keinen Termin zur Begehung haben. Paddy wurde ein Rückruf versprochen, der aber nicht kam. Herr O. war über diesen Zustand auch sehr verwundert und hat sich dies gleich notiert.
Wir haben nun selbständig angefangen am Grundriss und mit der Baubeschreibung zu planen. Was bleibt uns auch anderes übrig? Wir wollen jedenfalls nicht unvorbereitet zum Begehungstermin erscheinen.

Für die anstehende Eigenleistung „Außenanstrich“ haben wir mit Herrn O. nun auch definitiv vereinbart, dass er uns die Holzlasur besorgen soll. Dieser werden wir vermutlich bis nächste Woche erhalten. Leider wird das wohl bedeuten, dass wir dann erst streichen können, wenn die Regenrinnen bereits angebracht sind. Nun ja, wird auch zu schaffen sein.

Außerdem haben wir abgeklärt, ob wir die nicht so ganz atmungsaktive Tapete im OG verwenden können. Können wir. :) Daher haben wir sie direkt im Geschäft um die Ecke bewundert. ;) Wir nehmen jetzt doch definitiv nicht die nur weiße Variante.

Ansonsten steht für diese Woche laut Terminplan gar nichts mehr an. Doch nach den Ereignissen heute werden die Fensterbauer morgen mit Sicherheit auch noch vor Ort sein, da sie die restliche und die zusätzliche Arbeit bestimmt nicht heute komplett schaffen. Wäre auf jeden Fall schön, morgen ein Bild vom Haus mit allen Fenstern zeigen zu können! Und wir hoffen natürlich auch, dass die Haustür dann den erforderlichen Abstand hat. Sonst muss ich doch noch nach dem Stangengriff suchen, um ihn in gewisse Richtungen zu schwingen…

Kommentare:

  1. Das freut mich, dass die Tür keinen Kratzer hat. So wird einiges erleichtert. :P

    Aber ich finde es gut mit dem Sachverständigen, da man selbst die ganzen "kleinen" Fehler nicht finden würde. (Was kostet euch der Sachverständige ??!?! - weil ich auch überlege einen zu nehmen).

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  2. Schau mal hier, daran kannst Du Dich bzgl. der Kosten orientieren:
    http://www.vpb.de/lueneburg/honorar.html

    Wir können es wirklich nur wärmstens empfehlen, einen Sachverständigen zu beauftragen. Wenn Du nicht vom Fach bist, kannst Du diese Sachen nicht finden und wissen, jedenfalls nicht in dem Umfang und Detail.

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  3. Danke dir :)
    Mal mit meinem Vater absprechen - weil er meinte irgendwas von: "Ich kenne einen Sachverständigen"... vielleicht gibt es dann etwas günstiger :) Aber ich denke der Preis könnte sich lohnen wenn es Mängel gibt.
    Wie oft habt ihr den beauftragt? Zu jedem Posten vom Zahlungsplan?

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  4. Insgesamt sind das so 4-5 Termine. Optimalerweise sagt Dir der Sachverständige, wann er sich die Baustelle anschauen möchte. Er ist schließlich der Fachmann. :) Wir fragen unseren nach jedem Termin, welchen Bautenstand er wieder prüfen möchte.
    Ganz wichtig sind natürlich so Sachen wie Fenster, Dacheindeckung, Wärmedämmung... Und ganz klar noch mal zur Endabnahme!

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  5. Hallo ihr 2,
    hab' gelesen, dass ihr heiztechnisch eine "Nibe Split" vorgesehen (bekommen) habt. Vielleicht ist dazu folgender Link ganz interessant für euch:
    "http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/113344/NIBE-SPLIT-Erfahrung-Spiralwaermetauscher-Schallpegel?page=2"

    Viele Grüße
    Holger

    P.S. Ansonsten gilt weiterhin: Tolles Bautagebuch ! Echt spannend - man ist immer hautnah dabei bei den Höhen und Tiefen ...
    Weiter so !!!!!

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  6. @teddymann: Danke für den Hinweis. Das Forum kennen wir schon und verfolgen es bereits eine Weile. Hört sich natürlich nicht so gut an das Ganze. Wir wollen aber erst mal live testen wie sich die Situation bei uns verhält und wollen keine voreiligen Schlüsse ziehen.

    Also quasi: Sobald das Wasser im Haus läuft und die Badewanne steht, wird direkt ein Vollbad eingelassen. Und Parallel-Duschen ist dann auch angesagt. ;)

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