Montag, 18. Januar 2010

Unsere VOR-Bemusterung – Daisy wir kommen ;)

Was macht man an dem Wochenende (09./10.01.), an dem das Sturmtief Daisy Deutschland heimsuchen soll, das Streusalz aus ist und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz dazu rät für ausreichend haltbare Lebensmittel, Trinkwasser, Kerzen, Medikamente und ein batteriebetriebenes Radio zu sorgen? Ganz klar, man schmeißt den Schnee vom Auto runter und fährt wie geplant nach Bad Fallingbostel zur Vor-Bemusterung. :)



Das Bild täuscht, weil Paddy da schon die größten Berge mit dem Besen vom Dach geschoben hatte. Wie man sieht, schneite es währenddessen auch kontinuierlich weiter.

Vor-Bemusterung, weil unsere eigentliche Bemusterung sowie das Planungsgespräch am 08.02. sind. Wir hatten aber mit der Einladung zu diesem Termin eine Liste mit allen Ausstattungspositionen erhalten – mit der Bitte, möglichst vorher noch einmal nach Bad Fallingbostel zu fahren, um sich über die Auswahl Gedanken zu machen. Kein Problem, in den Musterhauspark fahren wir doch immer gerne. :)

Glücklicherweise tobte sich Daisy ja mehr in anderen Regionen aus und da viele Autofahrer brav zu Hause geblieben waren, war die Fahrt sehr angenehm, da die Autobahnen leer und auch relativ frei von Schnee waren. Trotzdem hatten wir zur Sicherheit ein Notfallpaket für den Ernstfall eingepackt: Decke, Kekse, Tee. ;) Schocken kann uns kaum noch etwas, denn wir sind äußerst stauerprobt: Wir haben einmal in 7 Stunden grandiose 3 km geschafft.

Dementsprechend war es dann auch im Musterpark schön leer und wir konnten sogar auf dem unteren Teil des Parkplatzes parken, der näher am Eingang ist. Das hatten wir noch nie geschafft. Daisy hatte also auch durchaus ihre Vorteile. ;)

Als wir auf den eingeschneiten Musterpark zufuhren, vergaßen wir für einen Moment auch, dass der Schnee uns mittlerweile doch ziemlich auf die Nerven ging, denn dieser Einblick war doch sehr schön. Also schnell kurz angehalten und Fotos gemacht. ;)



Und hier natürlich auch noch ein Foto vom eingeschneiten Classico 400, das hier im Musterhauspark ein wenig anders aussieht als unseres (anderer Klinker, Holzgiebel, gespiegelter Grundriss etc.)



Im Park und in ein paar Häusern waren wir dann allerdings nur kurz, um noch ein paar Fotos von bestimmten Dingen zu machen, die wir so übernehmen werden, wie z. B. die Badaufteilung und (teilweise) -ausstattung des Maxime Style City.

Hier ein paar Eindrücke vom Badezimmer:



Blickfang im Badezimmer des Maxime Style City ist ein gemauertes „T“, hinter welchem die Dusche (hier links) und die Toilette (hier rechts) verschwinden. Der Waschtisch ist aus der Memento-Serie von Villeroy & Boch. Unser „T“ wird anders gefliest, aber den tollen Waschtisch und eine solche Waschtischplatte (allerdings in einem dunklen Holzton) nehmen wir auf jeden Fall.



 Auch die Toilette ist aus der Memento-Serie und auch sie nehmen wir.



Wir haben eine andere Badewanne ausgewählt (Modell Rebana von Villeroy & Boch). Innerhalb der Memento-Serie gibt es leider keine Badewanne.

So sieht Rebana aus (bei uns dann aber ganz anders gefliest!):


Quelle: Villeroy & Boch

Diese Badewanne gefällt uns besser als die des Maxime Style City, weil sie die Körperform nachahmt und man daher bequemer darin liegen kann.

Generell sehr gut am Badezimmer des Maxime Style City gefällt uns auch, dass sparsam mit den Fliesen umgegangen wurde und einige Wände bzw. Wandbereiche gar nicht gefliest sind. Standardmäßig fliest Viebrock 1 m rundum und im Bereich der Dusche 2 m. Die fliesenreduzierte Lösung wirkt aber um Einiges moderner. Wir werden daher auch einige Wände / Bereiche fliesenfrei lassen.

Die größte Zeit haben wir in der Bemusterungshalle verbracht und merkten gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Eigentlich hatte man ja alles schon mal begutachtet, aber wenn man sich dann wirklich damit auseinander setzen muss, dauert das Ganze doch schon sehr viel länger. Nachher hat uns doch ganz schön der Kopf geraucht. Wenigstens haben wir aber jetzt schon eine Menge ausgesucht oder in die engere Auswahl gezogen, sodass die eigentliche Bemusterung vielleicht nicht ganz so lang dauert. Hoffen darf man ja wenigstens. :)

In der Bemusterungshalle haben wir auch wieder festgestellt, dass sich über Geschmack wirklich sehr schlecht streiten lässt. Innerhalb der Fliesenauswahl fürs Bad hing häufiger der Aufkleber „ausverkauft“ und bei einem Fliesenensemble aus der Auswahl-Plus-Ausstattung, dass wir besonders scheußlich fanden, klebte er auch. Und „ausverkauft“ bedeutet schließlich, dass viele Viebrockkunden diese Auswahl getroffen haben. Viebrock wechselt übrigens gerade teilweise die Fliesen aus, daher sind einige der alten Kollektionen nun vergriffen. Was teilweise auch unserer Meinung nach nicht schlimm ist. ;)

Ein kleiner Tipp in der Fliesenabteilung: Die Fliesen, die sich in den Schubladen / Auszügen befinden, kann man mit zwei Leuten herausheben, und dann zum Farbabgleich zu den Fliesen, die in den großen Wandaufstellern sind, schleppen. Das macht Sinn, wenn einem das Fliesenensemble fürs Bad (in den Wandaufstellern) nicht komplett gefällt, und man eine andere Bodenfliese auswählt, die sich eben in den Auszügen befinden. Haben wir bei einem Ehepaar abgeschaut, das gerade dort war, und das gleich fleißig nachgemacht.

Ansonsten haben wir mal wieder unsere Jette Joop-Haustür bewundert und uns noch mal davon überzeugt, dass sie aus Kunststoff genauso massiv ist wie aus Holz. (In Kunststoff kostet sie schon einen ordentlichen Aufpreis, der in der Holzvariante etwa 3x so hoch ist, das war uns dann doch zu viel!)

So sieht sie übrigens aus, die Jette Joop-Haustür, Modell Modern Exklusiv:



Besonders toll finden wir den Stangengriff. Mit dem kann "frau" dann auch problemlos die Tür aufschieben. ;)




Und auch dem Herrn steht die Tür sehr gut. ;))

Im Classico 400 haben wir allerdings eine 2-flüglige Haustür (also die Tür an sich und ein feststehendes Element). Für uns ein echter Pluspunkt, weil der Eingangsbereich so doch noch mal ganz anders wirkt. Die Trittleiste aus Metall haben wir übrigens nicht. Sie kostet nämlich ein paar 100 Euro Aufpreis und so schön finden wir sie auch nicht.

Ach ja, für alle Sparfüchse: Es gibt auch eine Jette Joop-Haustür, die in der Auswahl-Plus-Ausstattung inklusive ist, nämlich das Modell Modern. Und wer generell sparen möchte, sollte einfach nicht in Versuchung kommen, den Bereich „Sonderausstattung“ in der Mitte der Halle zu betreten. ;)

Außerdem freuten wir uns, dass die von uns bereits eingeplanten Türen aus dem WOHNIDEE-Haus neuerdings in der Auswahl-Plus-Ausstattung inklusive sind, jedenfalls definitiv im EG. Der Hinweis der neben dieser Tür hing, war ein wenig kryptisch, weswegen wir noch klären müssen, wie es mit dem DG aussieht. Da wir für HWR, Flur und Gäste-WC eine Bodenfliese aus der Family-Ausstattung ins Auge gefasst haben, winkt auch hier Sparpotenzial. Das Ersparte können wir dann gleich wieder für die Treppe aus dem WOHNIDEE-Haus verwenden, die wir noch in die Planung aufgenommen haben. Man wird sein Geld schon los! ;)

Im Folgenden ein paar Bilder aus der Bemusterungshalle:



 

 

Wir haben einen Klinker namens „flämisch bunt“ ausgewählt. (Im ersten Bild mittig, im zweiten Bild der 2. von links.) Wir wollten auf jeden Fall einen rötlichen Klinker mit rauer Struktur und uns gefiel die Hell-Dunkel-Kombination hier besonders gut. (Links und rechts neben unserem Klinker hängen Varianten mit glatter Struktur.)



Wir haben Kupferregenrinnen anstatt Zinkregenrinnen ausgewählt (kostet Aufpreis). Hier sieht man sie über einem anderen Klinker. Dunkle Dachpfannen haben wir aber auch, nur nicht so glänzend.




Das sind die erwähnten Innentüren aus dem WOHNIDEE-Haus, Modell RY-251-WL aus dem ROYAL-2D-Programm von Prüm.




Nur zum Wohnzimmer hin haben wir uns für eine Glastür entschieden, damit noch mehr Licht im Flur ist (Modell Duo RY-151-1 aus dem ROYAL Ganzglas-Programm von Prüm).





 Quelle: Villeroy & Boch

Unsere Armaturen sind aus der Serie „Cult“ von Villeroy & Boch. Besonders gut gefällt uns die 3-teilige Badewannen-Armatur. Wie man hier sieht, kann man die Wasserhähne direkt ausprobieren. ;)

So sieht es dann wie schon erwähnt in der Fliesenabteilung aus.

Es gibt jede Menge Fliesen in diversen Auszügen, die man mit 2 Personen herausheben kann…



…und die Wandaufsteller, durch die man quasi „durchblättern“ kann. Ein komplettes Ensemble der Auswahl-Plus-Ausstattung besteht aus Wandfliese mit passender Bordüre und Bodenfliese.

 

Für die Fensterbänke gibt es auch eine kleine Ecke mit Auszügen.



Wir hätten wenn überhaupt eine einzige Fensterbank im Haus, nämlich im Gäste-WC, denn alle anderen Fenster (mit Ausnahme des Küchenfensters) sind bodentief und in der Küche läuft die Arbeitsplatte ins Fenster. Wahrscheinlich wollen wir die Fensterbank im Gäste-WC aber auch fliesen lassen, da wir dies im Musterhaus des Classico 400 gesehen haben und schöner finden.

Ansonsten kann man sich noch mit diversen Details beschäftigen, wie z. B. Schaltern, Türklinken und Fußleisten.



Direkt im WOHNIDEE-Haus (Classico 300) haben wir diese schöne Treppe ausgesucht:




Im Standard ist eine Buchetreppe enthalten, die uns nicht so gut gefällt. Schön ist auch die Treppe, die im Classico 400 im Musterhauspark zum Einsatz kommt, aber die Treppe im WOHNIDEE-Haus gefällt uns noch eine Spur besser.

Nach dem Besuch des Musterhausparks folgte dann der obligatorische Burger-King-Besuch (liegt direkt an der Autobahnauffahrt). Dieses Mal war der Besuch besonders spaßig, weil uns vorher irgendwie entgangen war, dass direkt neben Burger King ein HELMA-Musterhaus steht.



Das macht natürlich was her, ein einziges Musterhaus neben dem großen Park von Viebrock mit über 20 Häusern. ;) Begrüßt wird man wahrscheinlich mit: „Na, waren Sie gerade im Viebrock-Park? Alles ganz schön teuer, oder?“
(Aufgrund unserer Vorerfahrung mit HELMA haben wir noch ein paar böse Kommentare gut.)

Und wo wir gerade beim Thema „her machen“ sind: So sieht übrigens das Außenluftmodul der Luft-Wasser-Wärmepumpe aus, dass uns die Bauzeichnerin im ersten Entwurfs vors Haus gestellt hatte. Ihr werdet verstehen, warum wir es an die Seite unseres Hauses verbannt haben, wo es von der Straße aus vom Carport-Schuppen verborgen ist.



Die zu den Wärmepumpen gehörenden Lüftungsventile (die bei uns vorne links am Haus an der HWR-Außenwand angebracht werden) sind in etwa so groß:




Damit kann man wohl leben. Zumal sie bei uns sowieso unterm Carport verschwinden. ;) Teilweise haben wir auch gesehen, dass diese Ventile im Holz unterm Dachüberstand untergebracht waren, was vielleicht eine gute Lösung für alle ist, die kein Carport zum Verdecken davor stehen haben.

Fazit: Trotz sehr detaillierter Vorauswahl, sind wir sehr gespannt auf die Bemusterung (und die zusätzlichen Kosten…), vor allem auf die Dinge, die wir bestimmt noch vergessen haben. ;)

Sonntag, 10. Januar 2010

Unser Küchenidyll

Am 29.12. war es nach diversen Terminen endlich soweit: Wir haben den Auftrag für unsere Küche unterschrieben. Zwei Kleinigkeiten müssen noch mit dem Küchenhersteller geklärt werden und wir müssen nächste Woche noch mal mit unserer neuen Entwurfszeichnung vorbei schauen, um die Maße abzugleichen, aber ansonsten können wir uns in diesem Punkt jetzt erst mal zurücklehnen. Hey, ein Punkt weniger auf der Liste! ;)

Ein paar kurze Fakten vorab: Unsere Küche erstreckt sich über 12,89 m². Gar nicht mal sooo viel, aber da das Classico 400 über einen offenen Wohn-/Ess-/Kochraum in L-Form verfügt (Gesamtgröße: 61,74 m²), relativiert sich das schon wieder, da wir so bequem Platz für eine Kochinsel haben, was bei einem ganz oder halb geschlossenen Raum schwierig gewesen wäre, weil man sich dann wohl hätte drum herum quetschen müssen.


Im Folgenden schreiben / zeigen wir etwas zu diesen Themen:
1. Auf der Suche
2. Hersteller, Farbgestaltung und Griffe
3. Schrankelemente
4. Bilder
5. Elektro-Geräte und Spüle
6. Beleuchtung und Steckdosen
7. Tipps & Tricks


1. Auf der Suche
Auf der Suche nach unserer Küche waren wir in einem hiesigen großen Einrichtungszentrum sowie bei vier kleineren Küchenstudios.

Zuerst waren wir im Einrichtungszentrum, welches im Bereich der Küchen auch gezielt Werbung mit der Größe seiner Ausstellung macht, um uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Küchen gab es dort auch wirklich massenhaft, aber wir waren im Großen und Ganzen doch sehr ernüchtert, weil uns nichts wirklich gefiel und wir nur ein paar Detailideen mitnahmen, wie z. B. die mögliche Inneneinrichtung eines Schranks. Die Küchen waren mit Sicherheit nicht schlecht und vielleicht lag es auch mit an der Atmosphäre dort, aber für uns war direkt klar, dass wir uns hier mit Sicherheit nicht beraten lassen werden. Man kann es ein bisschen mit Media Markt bzw. Saturn vergleichen: Große Auswahl, tolle Schnäppchen, aber bestimmt keine Atmosphäre, die einen dazu einlädt, stundenlang dort zu verweilen. Jedenfalls uns nicht! ;)

Das erste angesteuerte Küchenstudio war eine ebensolche Enttäuschung. Dieses Küchenstudio gehört zu einer kleinen Kette mit 5 Standorten in OWL. Werbung wird mit „Küchen direkt ab Fabrik“ gemacht, was natürlich nach guten Preisen klingt. In der Geschäftsstelle, in der wir waren, gab es leider nicht viel zu sehen, da sie sehr klein war, obwohl die ausgestellten Küchen von einer guten Qualität zeugten. Die Atmosphäre im Laden gefiel uns allerdings nicht wirklich, da die Schreibtische der Berater (eigentlich war es sogar nur ein langer zusammenhängender), in der Nähe des Eingangs- und somit Durchgangsbereichs waren. Man kann sich zwar auch in den hinteren Teil begeben, in welchem man dann auch die ganzen Materialmuster findet, aber dort steht eben kein PC zur Visualisierung.

Was uns aber hauptsächlich dazu veranlasst hat, nicht wiederzukommen, war die Art des Beraters. Dies ist unsere erste selbst ausgesuchte Einbauküche und generell sind wir nun mal als Kunde die Laien und er der Fachmann, d.h. wir haben erwartet, dass wir ihm mitteilen, was wir uns generell vorstellen und er uns dann einen Entwurf macht, mit dem wir arbeiten können. (Dies war dann auch die Vorgehensweise in den anderen Küchenstudios!) Seine Arbeitsweise war aber, dass wir ihm genau sagen müssten, was wir haben wollen und danach würde er sich dann richten, sprich er machte kaum Vorschläge und war direkt sehr ins Detail vertieft, was uns eigentlich nur verwirrte und überhaupt nicht weiterkommen ließ.

Negativ fiel uns bei diesem Küchenstudio auch auf, dass uns keine festen Preise zugesagt werden konnten. Wir haben dem Berater direkt mitgeteilt, dass wir unsere Küche voraussichtlich erst im September brauchen, woraufhin er meinte, dass man die Preise dann jetzt noch nicht festlegen könne, da diese schließlich 2-3x erhöht würden, weil die Rohstoffpreise eben stark schwanken würden. Das fanden wir absolut kundenunfreundlich und bei den anderen Küchenstudios war dies nicht der Fall! Es macht halt einfach schon einen komischen Eindruck, wenn das Risiko komplett auf die Kundenseite abgewälzt wird und dies auch noch mit einer Selbstverständlichkeit verkündet wird, die einen nur den Kopf schütteln lässt.

Vom nächsten Küchenstudio in Bielefeld hatten wir eigentlich einen sehr guten Eindruck, obwohl es gerade umgebaut wurde und man noch nicht die komplette Ausstellung begutachten konnte, was vor allen Dingen an der sehr freundlichen Beraterin lag. Wir haben ihr unsere Vorstellungen mitgeteilt sowie einen Grundriss unseres Erdgeschosses gegeben (wie allen Küchenstudios, in denen wir waren) und sie versprach, uns innerhalb einer Woche, einen Vorschlag zu unterbreiten und sich dann bei uns zu melden.

Wir wissen nicht, ob sie aufgrund des Umbaus die Unterlagen oder unsere Kontaktdaten verbummelt hat oder ob sie einfach nicht an einem Auftrag ans uns interessiert war, aber wir hörten jedenfalls nichts von ihr. Wir waren dann erst noch geduldig, es war ja schließlich noch genug Zeit, doch nach 2 Wochen haben wir dann doch von uns aus angerufen. Die Beraterin war leider gerade in einem anderen Gespräch (sie existierte also noch!), aber ihr Kollege versprach, ihr auszurichten, dass sie sich umgehend bei uns melden soll. Tat sie dann aber weder an diesem Tag noch irgendwann später!

Uns war es dann auch zu blöd, ihr noch einmal hinterher zu telefonieren. Das hätten wir vielleicht gemacht, wenn wir keine weiteren Kandidaten mehr auf der Liste gehabt hätten und auch dann nur äußerst ungern. Wir finden, wenn man eine gewisse Summe Geld investieren möchte, dann kann man ruhig mal gelassen sagen, dass der Kunde König ist, sprich sich um uns bemüht werden sollte und nicht umgekehrt.

Etwa zeitgleich waren wir dann in einem weiteren Küchenstudio in Lage, das uns ein Kollege von Patrick empfohlen hat, der dort kürzlich seine Küche gekauft hat. Patrick hat unsere Wünsche und den Entwurf vorab per E-Mail geschickt, damit wir bei unserem ersten Besuch direkt einen Entwurf besprechen konnten und so war es dann auch.

Der Entwurf gefiel uns zwar nicht so gut, aber das wirklich Positive war, dass der Berater sehr kompetent war und wir den Entwurf in sehr kurzer Zeit zu unserer Zufriedenheit geändert hatten. Während der Berater die Änderungen am PC vornahm, konnten wir diese dabei am großen Bildschirm an der Wand verfolgen. Zudem hat er uns auf viele tolle Ideen gebracht, zeigte sehr viel Eigeninitiative sowie auch viele Dinge direkt in der wirklich sehr guten Ausstellung.

Gut gefallen hat uns auch, dass er uns unsere Vorstellungen mit zwei verschiedenen Küchenherstellern durchgerechnet hat – einem hoch- und einem mittelpreisigen. Wobei wir uns für das mittlere Preissegment entschieden haben, denn wir haben ja schließlich noch genug andere Positionen, die Geld verschlingen. ;)

Eigentlich wäre es dieses Küchenstudio geworden, wenn Patrick nicht zufälligerweise ein alteingesessenes Studio in direkter Nähe zu unserer jetzigen Wohnung gefunden hätte, dass im Endeffekt nachher den besseren Preis bei besserer Ausstattung gemacht hat. Dies hat für uns den Ausschlag gegeben, da wir schon ein wenig über dem preislichen Rahmen lagen, den wir uns vorher gesetzt hatten. Den Küchenhersteller aus dem mittleren Preissegment haben wir hier übrigens beibehalten sowie auch den generellen Aufbau der Küche. Geändert haben wir teilweise den Gerätehersteller oder auch nur das Modell (zum besseren hin!). Doch zu den Details mehr im nächsten Abschnitt.

Das Küchenstudio, welches wir nun ausgewählt haben, heißt übrigens Gerling und ist in Bielefeld ansässig. Ein paar kleine Eindrücke gibt es auf www.kuechenidyll.de. 


2. Hersteller, Farbgestaltung und Griffe
Wir haben wie schon erwähnt einen Hersteller aus dem mittleren Preis-Segment ausgewählt, nämlich Häcker (www.haecker-kuechen.de). Gerling bietet auch Küchen von SieMatic an, aber das wollten wir dann doch nicht bezahlen. (Bei dem anderen Küchenstudio, für welches wir uns fast entschieden haben, haben wir uns übrigens gegen Rational entschieden.) Allerdings gefiel uns bei Häcker kein Holzton für Arbeitsplatte und Wangen, sodass wir hierfür auf Nobilia (www.nobilia.de) zurückgegriffen haben.

Wichtig bei der farblichen Gestaltung war uns nämlich, dass die Küche vom Stil her aufgrund des offenen Wohn-/Ess-/Kochraums zum Wohnzimmer passt. Unser Wohnzimmer hat dunkleres Holz sowie schwarze Holz- bzw. Glasfronten, dementsprechend wollten wir keine helle Küche auswählen.

Unsere Küche hat nun ebenfalls schwarze Fronten aus Holz bzw. Glas und schwarze Sockelblenden. Um diese dunklen Elemente auszugleichen und aufzulockern, haben wir als Arbeitsplatte und Wangen den Ton Zebrano von Nobilia ausgewählt, der eine wunderschöne auffällige Maserung aufweist, die den Blick vom Schwarz ablenkt. Den Ton kann man sich online auf www.nobilia.de anschauen. Einfach im Bereich „Frontenübersicht“ nach Zebrano suchen. Um Zebrano noch deutlicher zur Geltung zu bringen, haben wir uns für eine Wangenstärke von 25 mm anstatt 16 mm entschieden (ohne Aufpreis!).

Wenn man vom Wohn-/Ess-Bereich auf unsere Küche schaut, sieht man nun links und rechts zunächst viel von den Zebranowangen und mittig die Kochinsel, welche in der Front in diese Richtung Schwarzglas aufweist, sodass das Ganze nicht zu dunkel wirkt. Ansonsten befindet sich in mittiger Blickrichtung nur das Doppelfenster in Richtung Vorgarten, da die höheren bzw. Hängeschränke sich alle im linken und rechten Bereich befinden, da wir gerne eine optisch möglichst „offene“ Wirkung wollten.

Die schwarzen Fronten sind übrigens matt und nicht Hochglanz! Hochglanz sieht zwar nett aus, wir finden es für den Küchenbereich aber eher unpraktisch. Wir verspüren nämlich nicht sonderlich Lust, ständig die Fronten aufgrund von Katerpfoten und später auch Kinderhänden putzen zu müssen. ;)
Im Bereich der schwarzen Fronten zeigte sich auch sehr deutlich der Qualitätsunterschied zwischen Häcker und Nobilia. Häcker hat auf seinen Fronten einen speziellen Strukturlack, der die Farbe viel satter erscheinen lässt und zusätzlich dafür sorgt, dass man Finger- und Pfotenabdrücke eben nicht so schnell sieht. :) Bei Nobilias normaler Kunststoffoberfläche wirkte das Schwarz im direkten Vergleich hingegen blass und stumpf und glitt schon fast in ein dunkles Anthrazit ab. Hier sieht man auch mal wieder, wie wichtig es ist, sich Muster anzuschauen und zu vergleichen und nicht auf Farbeindrücke in Katalogen zu vertrauen. Selbst Zebrano gefällt uns in Natura noch viel besser!

Wir haben keine aufgesetzten Griffe ausgewählt, sondern Griffleisten aus Aluminium, die am oberen bzw. unteren Rand der Schrankelemente eingesetzt werden und so nur sehr dezent über die Front hinausstehen. Die Griffe sind übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie viel Geld man doch in Details investieren kann, da uns diese insgesamt ein paar 100 Euro Aufpreis kosten. Wir haben uns allerdings sofort in die Optik dieser Griffleisten verliebt und da konnte einfach kein normal aufgesetzter Griff mehr punkten. Alternativ hätten wir höchstens noch Schrankelemente genommen, die sich durch reines Antippen öffnen. ;)

Wir haben übrigens eine komplett frei geplante Küche, die sich rein nach unseren Wünschen richtet, d.h. wir haben uns an keiner Ausstellungsküche orientiert. Das ist natürlich Geschmackssache und nicht jedermanns Fall, weil so das Endergebnis in seiner Gänze wirklich erst sieht, wenn es vor Ort eingebaut wird. Für uns ist dies aber genau der richtige Weg, weil wir so wirklich individuell planen konnten und genau das haben, was wir wollen. Und als gelernte Mediengestalterin ist Rina sowieso fähig, von der Vorlage zu abstrahieren. ;))


3. Schrankelemente
Wie erwähnt, wollten wir gerne eine „offene“, d.h. trotz vieler Schrankelemente noch möglichst lockere und nicht zugebaute Wirkung erzielen, was durch die Anordnung der höheren Elemente im linken und rechten Seitenbereich erreicht wurde. Zudem ist der Hochschrank im rechten Bereich, der u.a. Kühlschrank und Ofen beherbergt, auch nicht deckenhoch, sondern lediglich ca. 1,63 m. Und der Schrank auf der linken Seite, in welchem der Geschirrspüler erhöht eingebaut wird, ist sogar nur 1,26 m hoch.

Die Arbeitsflächenhöhe unserer Küche beträgt 92 cm. Dies richtet sich nach den Vorgaben von Viebrock (erhält man in detaillierter Form nach Abschluss des Vertrages zugeschickt), da wir die Arbeitsplatte ins Fenster hineinlaufen lassen, d.h. wir verzichten dort auf eine Fensterbank, um den Platz dort wirklich optimal ausnutzen zu können. Rein visuell gefällt uns diese Lösung auch besser.

In unserer Küche sind die folgenden Schrankelemente verbaut:

Kochinsel:
2 Glasschränke (zum Essbereich hin)
2 Apothekerschränke (links und rechts; B = 15 cm) und 2 Großraumauszüge (B= 90 cm), wobei der obere zusätzlich einen innenliegenden Schubkasten hat (zur Küche hin)

Linke Seite (inklusive Eckschrank):
Hochschrank für hoch eingebauten Geschirrspüler, inklusive Auszug im unteren Bereich (H = 126 cm)
Apothekerschrank (B = 15 cm)
Eckschrank für Spüle (90x90 cm; mit Mülltrennung im unteren Bereich)
2 Oberschränke (B = 60 cm; unterer Teil Schwarzglas, oberer Teil Holzfront; beide Teile werden aber zusammenhängend als Falttür geöffnet)

Auf die Idee, auch den Geschirrspüler höher einbauen zu lassen, hat uns ein Bauherr gebracht, dessen kürzlich fertig gestelltes Haus wir besucht hatten (die Küche war gerade schon eingebaut worden), und wir können dies wirklich jedem dringend empfehlen. Man muss sich einfach nur mal vor Augen führen, wie praktisch man es schon findet, wenn der Backofen höher eingebaut ist, und wie toll das dann doch bei einem Geschirrspüler ist, den man noch viel häufiger öffnet!

Unser Mülltrennsystem besteht übrigens aus 2 herausnehmbaren Sammelbehältern und ist auf einer Schiene montiert, welche es auch ermöglicht, den Einsatz, in welchem sich die Behälter befinden, ganz weit nach hinten in den Schrank zu schieben, um problemlos rechts und links an die wahrscheinlich dort untergebrachten Putzmittel zu kommen. Man hätte auch einen der Sammelbehälter in 2 kleinere Behälter unterteilen können, aber da hätte dann so wenig rein gepasst, dass man jeden 2. Tag den Müll hätte rausbringen können, dafür sind wir dann doch zu faul. ;)
Wir hatten erst ein anderes Müllsystem favorisiert, welches als Rondell den Unterschrank fast komplett ausgefüllt hätte (mittig der Müllbehälter, links und rechts große Abstellmulden für Putzmittel o.ä.) Sieht super aus und wirkte auch sehr praktisch, da sich das System auch hin- und her drehen ließ.
Unser Berater Herr K. hat uns dann schlussendlich von unserem jetzigen System überzeugt, da das Rondell einen entscheidenden Nachteil hat: Wenn mal etwas ausläuft oder daneben fällt, muss man das ganze Rondell erst ausräumen und komplett rausholen, weil man es nicht mal eben zur Seite schieben kann. Auch dazu hätten wir nur bedingt Lust gehabt. ;)

Mittig:
2 Unterschränke (B = 90 cm) mit je 2 Großraumauszügen und 1 Großraumschubkasten
Keine Hängeschränke, um die offenere Wirkung zu erzielen. 

Rechte Seite (inklusive Eckschrank):
Eckunterschrank (125 x 65 cm) mit 1 Schubkasten und 1 Tür (dahinter 2 Holz-Schwenkauszüge mit Metallreling)


Quelle: Häcker

Gerätehochschrank (H = 163,2 cm): Links wird der Kühlschrank integriert (H = 122,5 cm), darunter befindet sich ein Auszug. Mittig haben wir oben eine Lifttür, hinter welche unsere vorhandene Mikrowelle kommt. Darunter wird der Backofen integriert und unter diesem befinden sich 2 Auszüge. Rechts befinden sich 2 Türen, dahinter 1 fester und 4 variable Einlegeböden.
2 Oberschränke (B= 80 cm), Frontgestaltung und Funktionalität wie auf der rechten Seite

Gerade beim Hochschrank gibt es ja viele tolle Einrichtungsmöglichkeiten, von denen besonders Rina erst sehr angetan war, z. B.:


Quelle: Häcker

Wir haben uns schlussendlich gegen eine solche Lösung und für ganz normale Einlegeböden entschieden, weil alle diese auf den ersten Blick tollen Möglichkeiten, einen entscheidenden Nachteil haben: Man ist hinsichtlich der Abmessungen der zu verstauenden Sachen doch mehr beschränkt als bei Einlegeböden und wir wollten in dieser Hinsicht mehr Quetsch- und Stapelfreiheit. ;) Hat ja auch den Vorteil, falls man mal etwas ganz großes im Schrank unterbringen will, z. B. einen Getränkekasten, kann man einfach unten einen Einlegeboden raus nehmen und schon passt’s. Ja, ab und zu muss man auch mal praktisch denken.

Und ganz klar: Auch im Bereich der Auszüge gibt es 1001 Möglichkeiten, wie man das Innenleben einteilen / gestalten kann. Hier haben wir uns noch nicht festgelegt, wollen uns aber bis zum nächsten Gespräch mit Herrn K. (er muss ja noch 2 Kleinigkeiten klären und wir wollen den finalen Grundriss mitbringen) gerade etwas für die Kochinsel überlegen. Also mal wieder: Kataloge wälzen!

Was wir übrigens auch originell fanden, waren Schubladen, die übers Eck laufen.

Quelle: Rational

War einfach mal eine andere Alternative als der typische Rondellschrank. In unsere Küchenplanung haben diese Schubladen aber dann doch nicht gepasst.


4. Bilder
Im Folgenden einige Ansichten, damit man sich das Ganze besser vorstellen kann. Der Zebrano-Ton sowie das Schwarzglas konnten leider nicht simuliert werden. Verwendet wurde Mandelholz, ein etwas dunklerer und ruhiger strukturierter Ton. Und beim rechten Hochschrank passen die Türen noch nicht so ganz, da diese einheitlicher sein sollen (die Mittellinie).

Frontalansicht vom Wohn-/Ess-Bereich aus



Die Kochinsel klebt natürlich nicht an dem linken Hochschrank, das täuscht! Sie wurde nur so weit nach links verschoben, damit rechts und links in etwa die gleiche bequeme Durchgangsbreite ist. Dies wird in der Vogelperspektive deutlich.

Frontalansicht vom Wohn-/Ess-Bereich aus ohne Kochinsel


Vogelperspektive


Linke Seite und Mitte


Mitte und rechte Seite



Rechte Seite mit Kochinsel



5. Elektro-Geräte und Spüle
Hier scheiden sich natürlich die Geister und Geschmäcker und wir werden mit Sicherheit keine Empfehlung aussprechen. :) Uns war nur klar, dass wir nicht mehr als 2 Hersteller in unserer Küche verwenden wollen, weil wir einen stärkeren Mix persönlich nicht schön finden, gerade bei den sichtbaren Geräten (, die hinter keiner Blende verschwinden).

Im Erstentwurf haben wir uns nur für Miele-Geräte entschieden, haben dann schlussendlich aber doch einen Mix aus Miele und Bosch verwendet, weil wir so allein bei der Dunstabzugshaube ein paar 100 Euro sparen konnten. Wichtig zu wissen ist, dass die Küchenstudios einige Rabatte von den Herstellern bekommen, wenn sie mehrere Geräte in einer Küche verbauen.

Übrigens waren wir erstaunt, dass Miele oft gar nicht so viel teurer ist, wie immer behauptet wird. Gerade durch die Kombirabatte werden die Geräte oft sehr attraktiv. Wichtig sind Vergleiche bis ins kleinste Detail, man sollte sich also immer die genaue Typbezeichnung ins Angebot schreiben lassen und wenn das Küchenstudio einem nicht sowieso detaillierte Gerätekataloge an die Hand gibt, auf den Websites der Hersteller recherchieren, was die einzelnen Geräte genau können und diese vergleichen (oft gibt es dazu ja praktische Online-Tools vom Hersteller).

Gelernt haben wir übrigens auch noch, dass Miele nicht mehr der einzige Hersteller ist, der Besteckschubladen in Geschirrspülern hat. Das hat sich wohl vor ca. 1-2 Jahren geändert und nun findet man dieses, wie wir finden, tolle Feature bei allen großen Herstellern.
Vorteile einer Besteckschublade: Die Gesamtkapazität der Maßgedecke wird erhöht und das Besteck wird vielfach besser gereinigt, da nichts wie im Korb aneinander kleben kann. Ein kleiner Nachteil ist, dass wohl das Ein- und Ausräumen großer Besteckmengen ein wenig mehr Zeit beansprucht, was sich aber im Laufe der Zeit (Übung macht den Meister!) relativieren soll.

Wichtig war uns bei den Geräten auch noch, dass die Energieeffizienz gemäß den aktuellen Standards absolut top ist. Schließlich will man die Geräte etliche Jahre verwenden und warum dann jetzt schon Abstriche machen? D.h. A+ kam bei einem Kühlschrank für uns schon nicht in Frage, es musste A++ sein. Auch hier sind natürlich Vergleiche wichtig, da A++ nicht gleich A++ ist und zu unterschiedlichen Verbrauchswerten führen kann. (Hierbei aber darauf achten, dass man gleichwertige Geräte vergleicht. Eine Kühl-/Gefrierkombi in A++ verbraucht natürlich mehr, als ein reiner Kühlautomat mit den gleichen Abmessungen in A++.)

Hier nun die Details zu unseren Elektrogeräten:

Induktionskochfeld
Hersteller: Miele
Typ: KM 5955 ED
Maße: 750 x 490 mm
Kochzonen: 4 (2 davon mit Twin-Booster für Zeitersparnis, 1 mit Bräterzone)
Gründe: gewünschte Breite
Übrigens bekommt man noch ein 4-teiliges Induktions-Topfset dazu. ;) 



 Quelle: Miele 

Backofen
Hersteller: Miele
Typ: H 4204 B Comfort+
Energieeffizienzklasse: A
Betriebsarten: 8
Einschubebenen: 3
inklusive Uhr und Möglichkeit der Programmierung von Garzeitdauer und –ende
Comfort + = Comfort-Einzelauszug für alle Ebenen
Gründe: war im Kombiangebot enthalten


Quelle: Miele  

Geschirrspüler
Hersteller: Bosch
Modell: SBV69T20EU ( XXL-Variante = 5 cm höher als Standard-Variante)
Energieeffizienzklasse: A -20%
Reinigungswirkungsklasse: A
Trocknungswirkungsklasse: A
Maßgedecke: 14
Gründe: Verbrauch im Programm Auto: 8 l, Verbrauch im Programm Eco 50: 10 l und 0,86 kWh bzw. bei Warmwasser 0,6 kWh, VarioSchublade für Besteck, sehr leise (42 dB), Zeolith®-Trocknen (senkt Strom- und Wasserverbrauch)


Quelle: Bosch


Die XXL-Variante haben wir gewählt, weil sie nur unwesentlich mehr kostet und man so problemlos noch größere Teile (z. B. Weizenglas) unterbringen kann bzw. bei normal proportionierten Teilen einfach mehr Freiraum in der Maschine hat.
Unser Geschirrspüler hat außerdem noch eine stilvolle Innenbeleuchtung, genannt EmotionLight. ;)

Kühlschrank (reiner Kühlautomat ohne Gefrierabteil)
Hersteller: Bosch
Modell: KIR24A60
Energieeffizienzklasse: A++
Nutzinhalt: 226 l
Höhe: 122,5 cm
Gründe: sehr, sehr niedriger Verbrauch von 94 kWh / Jahr
Wir haben uns für einen reinen Kühlautomaten entschieden, da wir einen Gefrierschrank haben, den wir im HWR aufstellen. (AEG ÖKO_ARCTIS 80 220 GS, A++ mit 175 kWh/Jahr, Nutzinhalt 194 l)


Quelle: Bosch  

Dunstabzugshaube (Inselesse)
Hersteller: Bosch
Modell: DIT 099850 (Edelstahl)
Breite: 90 cm
Betrieb: Umluft (aufgrund unserer kontrollierten Be- und Entlüftung + Abluftwärmepumpe), mit Aktivkohlefilter
Gründe: sehr leise (45 dB im Normalbetrieb), MetalTouch-Bedienung



 
Quelle: Bosch

Abschließend die Details zu unserer Spüle:
Hersteller: BLANCO
Typ: BLANCO DELTA in Edelstahl Seidenglanz
Armatur: BLANCO-LINUS-S (mit Schlauchbrause)

Hier die zugehörigen Bilder:



 
Quelle: BLANCO

Beim Material der Spüle scheiden sich natürlich auch wieder Geister, also zwischen Edelstahl oder Keramik. Wir haben uns für Edelstahl entschieden, da es zur Optik der Dunstabzugshaube passt und wir nicht noch ein weiteres Material in der Küche haben wollten. Zudem haben wir mehrfach gelesen, dass man wohl bei Keramikspülen schneller mal etwas kaputt haut und da wir täglich Futterschalen aus Keramik mit der Hand spülen, war das ein weiterer Grund sich gegen eine solche Spüle zu entscheiden. Bemängelt wird bei Edelstahlspülen eben immer, dass man sie nach dem Spülen immer sofort trocken putzen muss, damit keine unschönen Wasserränder bleiben. Allerdings würde man Keramikspülen doch auch trocken putzen und nicht einfach trocknen lassen, oder? Also wir würden das machen. :) Von daher hätten wir den gleichen Arbeitsaufwand.


6. Beleuchtung und Steckdosen
Wir haben uns gegen beleuchtete Unterböden der Hängeschränke und für Spots entschieden. Beleuchtete Unterböden kosten wieder Einiges extra und man muss das Budget ja nicht komplett ausreizen. ;) Dafür haben wir aber etwas außergewöhnlichere Spots (jeweils einer pro Hängeschrank) in Dreiecksform, die vom hinteren Rand aus leicht schräg angebracht sind.

So werden sie in etwa aussehen (in unserem Fall ohne Schalter an der Seite, sondern zentral gesteuert):


Ansonsten sieht Viebrock standardmäßig einen Deckenauslass vor und an der Dunstabzugshaube haben wir auch noch Beleuchtung, d.h. die Mitte des Raumes und die Kochinsel werden ausreichend beleuchtet. Herr K. brachte uns noch auf die Idee, zusätzliche Deckenspots über dem Arbeitsflächenbereich vorm Fenster unterbringen zu lassen, damit dieser Bereich ebenfalls gut ausgeleuchtet wird. Das werden wir auf jeden Fall noch mit Viebrock durchsprechen.

Bei den Steckdosen sind wir auch schon die von Viebrock im Standard vorgesehenen durchgegangen (steht alles in der Baubeschreibung) und werden wohl auf jeden Fall noch eine Doppelsteckdose oder zwei einzelne hinzunehmen. Kann man in der Küche je genug Steckdosen haben? ;) Herr K. war auch hier wieder hilfreich und schlug eine Steckdose direkt an der Kochinsel vor, was ja wirklich Sinn macht, damit man beim Kochen nicht immer zur Arbeitsfläche am Fenster laufen muss, wenn man gerade mal etwas Mixen o.ä. muss. Außerdem werden wir ein oder zwei Steckdosen direkt in der Fensterleibung unterbringen. Bringt auch den Vorteil mit sich, dass die Steckdosen etwas versteckter sind (Kaffeemaschine etc., welche diese verdecken würden, werden wohl rechts unter den Hängeschränken stehen) und man z. B. Lichterketten optisch schöner anschließen kann, weil man dann keinen unschönen Kabelsalat bis zur nächsten Steckdose hat.

7. Tipps & Tricks
Überlegt Euch vorher grob, was ihr gerne in der Küche haben wollt (Schrankelemente, Elektrogeräte). Fragt Euch z. B. ob ihr einen Apothekerschrank wollt oder einen Dampfgarer etc. Unsere Infos an die Anbieter waren: Kochinsel, breiteres Induktionskochfeld, Apothekerschrank, Ofen und Geschirrspüler höher eingebaut, die gewünschte farbliche Gestaltung, möglichst viel Stauraum aufgrund des fehlenden Kellers, ohne dass die Küche zugemauert wirkt.

Bringt zum ersten Termin auch direkt den maßstabsgetreuen Grundriss mit oder schickt diesen vorab per E-Mail. Sind sonstige bauliche Vorgaben oder Beschränkungen bekannt, sollten auch diese hier schon mitgeteilt werden.

Setzt Euch auf jeden Fall einen Preisrahmen und teilt diesen dem Küchenanbieter direkt zu Beginn mit, wenn er nicht ohnehin im ersten Gespräch danach fragt. Denn nur so kann gleich ein Vorschlag erarbeitet werden, der auch wirklich zu den eigenen Vorstellungen passt. Wie eine Beraterin zu uns sagte: Ich kann Küchen für 3.000 oder für 50.000 € planen. Ein kleiner Unterschied, nicht wahr? ;) Man tut sich damit allein schon einen Gefallen, weil es bestimmt nicht schön ist, wenn man sich für einen tollen Entwurf begeistert und dann feststellt, dass er überhaupt nicht zum Budget passt, um dann zähneknirschend die Küche so ändern zu lassen, dass sie bezahlbar ist, weil einem diese zurecht gestutzte Version niemals wirklich gefallen wird.

Eine erste gute Übersicht bieten große Einrichtungszentren. Hier kann man in Ruhe (ok… nicht unbedingt zur Adventszeit oder irgendwelchen Sonderaktionen dort auflaufen ;)) jede Menge Ideen auf einen Streich sehen. Ob man sich dann im Einrichtungszentrum oder im Küchenstudio beraten lässt, ist eine Geschmacks- und teilweise auch Preisfrage. Wir würden aber jedem raten, sich gut zu überlegen, ob der ein oder andere Euro mehr investiert auf lange Sicht nicht mehr bringt. Eine Küche hat man ja wirklich lange an seiner Seite und wenn man sich dann die ganze Zeit über die Aussehen oder Ausstattung ärgert…

Ansonsten bringen natürlich auch die Websites der bekannten Hersteller viele Ideen und Eindrücke mit sich. Generell kann man sagen, dass man fast alle Wünsche und generellen Stile (z. B. moderne Design-Küche oder Landhausküche) mit jedem großen Hersteller erfüllen kann und die Unterschiede in den oft teuren Details oder auch einfach nur im Namen stecken.
Wir kannten Häcker z. B. vorher auch gar nicht, konnten hier aber problemlos alle unsere Wünsche erfüllen. Kleinere Probleme hatten wir eher durch die schwarzen Fronten, da diese einfach nicht so gängig sind wie z. B. weiße Fronten, sodass nicht alle Auszugsbreiten verfügbar waren. (Aus diesem Grund haben wir an unserer Kochinsel rechts und links noch einen Apothekerschrank, da es den Auszug nicht in 120 cm mit schwarzer Front gab, wir aber natürlich nicht nur eine 90 cm breite Kochinsel haben wollten.)

Sehr hilfreich kann es natürlich wie immer auch sein Familie, Freunde oder Bekannte zu fragen, wo man denn die eigene Küche her hat (gerade, wenn diese noch unter 5 Jahre alt ist!) und ob man sich dort gut beraten fühlte und ob sie Tipps für die Küchengestaltung haben (z. B. einen höher eingebauten Geschirrspüler ;)). Oft hilft es auch, sich erst mal selbst zu fragen: Was fehlt mir eigentlich in meiner jetzigen Küche oder was nervt mich ganz besonders?

Ganz wichtig ist es auch, sich von den persönlichen Geschmäckern der Berater höchstens inspirieren, aber nicht irritieren zu lassen. (Gilt natürlich auch für Familie, Freunde und Bekannte. ;))
 Eine Beraterin fand z. B., dass man an der Kochinsel unbedingt an der Seite zum Wohn-/Ess-Bereich einen Tresen haben müsse, weil es doch toll wäre, wenn man Gäste hätte und diese dort schon mal Platz nehmen könnten, während man noch kocht. Fanden wir persönlich nicht, denn unser viel größerer Esstisch mit sehr bequemen Stühlen wird nicht weit entfernt stehen und uns würde es wohl auch eher stören, wenn einem jemand ständig beim Kochen direkt auf die Finger schaut. ;)
Ein anderer Berater schwor unbedingt auf Miele, was ja generell nicht verkehrt ist. Er sah aber andere große Hersteller für unseren Geschmack doch zu negativ („Es gibt nichts Vergleichbares!“) und behauptete (deshalb?) auch noch, dass Miele immer noch der einzige Hersteller mit Besteckschubladen im Geschirrspüler wäre. Wir wussten es zu diesem Zeitpunkt noch nicht besser, aber er als Fachmann muss er es doch in jedem Fall gewusst haben.
Generell empfehlen wir aber trotzdem, den Berater nach Ideen zu fragen. Im Normalfall spricht er sowieso ständig Empfehlungen aus, weist auf Alternativen und Neuerungen hin, tut er das mal nicht, fragt nach! Uns hat der Austausch in den allermeisten Fällen sehr weiter geholfen.

Denkt bei der farblichen Gestaltung im Falle offener Wohn-/Ess-/Koch-Bereiche an die Gesamtwirkung! Schaut Euch immer Muster an und wählt niemals einen Farbton aus dem Katalog aus. Und nehmt dieses Farbmuster dann nachher auch auf jeden Fall mit, wenn ihr den passenden Bodenbelag auswählt oder vielleicht auch einen Tisch fürs Esszimmer o.ä.. Selbst die kleinen Küchenstudios leihen einem immer gern die Farbmuster aus. Natürlich nur kurzfristig. ;)

Im Angebot solltet ihr darauf bestehen, dass Euch nicht nur eine Gesamtsumme genannt wird, sondern der Preis jeder einzelnen Position! Nur so könnt ihr Einsparpotenziale abschätzen! Sollte die Software bei Sonderkonfigurationen (wie z. B. in unserem Fall durch die Kombination von Häcker und Nobilia) die Preise der Positionen nicht automatisch auflisten können, fragt Euren Berater und notiert Euch die Preise! Lässt der Berater sich nicht darauf ein, kann man auch eigentlich gleich aufstehen und gehen, weil der Preis dann irgendwie so hingebogen wurde, dass noch ein schöner großer Gewinn für das Studio abfällt.
Unser Berater Herr K. hat diese Preise meistens von sich aus genannt, weil es ihm offensichtlich wichtig war, dass wir das für uns bestmögliche Angebot bekommen und er seine Beratungsfunktion einfach sehr ernst genommen hat. Er wies z. B. direkt darauf hin, dass unsere Griffleisten einen nicht unwesentlichen Mehrpreis verursachen und nannte uns die Einzelpreise für die verschieden breiten Elemente. Er freute sich außerdem immer mit uns, wenn wir ein Bosch-Gerät fanden, das weniger kostete und teilweise noch besser ausgestattet war, als das Miele-Gerät, das wir vorher ausgewählt hatten. :)

Nutzt Kombi-Rabatte bei Wahl mehrerer Elektro-Geräte eines Herstellers. Falls Euer Küchenanbieter Euch nicht von selbst darauf hinweist, fragt ihn danach. Wir haben so z. B. einen Backofen bekommen, der viel mehr Funktionen hat, als wir eigentlich wollten und aufgrund der Kombi trotzdem günstiger war, als wenn wir ein schlechter ausgestattetes Einzelgerät gekauft hätten.

Vergleicht Elektro-Geräte wirklich bis ins kleinste Detail und achtet dabei besonders auf Stromverbrauch, Wasserverbrauch und dergleichen. Wir haben in unserer jetzigen Wohnung eine Küche übernommen, die schon inklusive Geräte ca. 15 Jahre alt ist. Die Küche war aus dem gehobenen Preissegment und die Geräte mit Sicherheit damals sehr gut, aber als die erste Jahresabrechnung für Strom kam, haben wir doch erst mal nach Luft geschnappt, denn in der vorherigen Küche (auch übernommen) hatten wir weit neuwertigere Geräte. Und je mehr Geräte schon einige Jahre auf dem Buckel haben, desto mehr summiert sich das Ganze natürlich. :(
Und wie schon gesagt: A++ ist nicht gleich A++! Leider gibt es auch noch keine einheitlichen Labels für alle Geräte. A -20% heißt z. B. dass ein Gerät 20 % weniger verbraucht als ein Durchschnittsgerät der Energieeffizienzklasse A. Alles klar? ;)
Auch wichtig bei einem offenen Wohn-/Ess-/Koch-Bereich: Die Lautstärke der Geräte! Natürlich wummert ein Geschirrspüler von heute nicht mehr so wie ein 10 Jahre alter, aber je leiser desto besser und auch da gibt es Unterschiede. Bei Bosch z. B. zwischen SuperSilence (40-44 dB) und SilencePlus (Geräusch 45-48 dB) und alles, was lauter ist. ;)
Fragt auch nach, ob es das jeweilige Gerät in der Ausstellung gibt und schaut es Euch an.

Wer sich unsicher bzgl. bestimmter Elektro-Geräte ist, sollte einfach fragen, ob man sie sich vorführen lassen kann bzw. gibt es in Studios auch häufig Kochveranstaltungen zu bestimmten Themen wo dann z. B. der Dampfgarer vorgestellt wird. Wir wussten, dass wir auf jeden Fall ein Induktionskochfeld haben wollen (Auch hier gab es eine Überraschung: Der Preisunterschied zu Ceranfeldern ist gar nicht mehr so groß!), hatten aber selbst noch nie eines benutzt. Der Berater führte uns dann vor, wie schnell man Wasser zum Kochen bringen lassen kann, sodass wir gedanklich bereits den Wasserkocher auf den Müll geworfen haben. ;) Dampfgarer finden wir übrigens auch toll, haben allerdings entschieden, dass er sich für uns momentan nicht lohnt, und wir in ein paar Jahren im Bedarfsfall immer noch nachrüsten können. (Platz in unserer Küche ist generell vorhanden.)

Wenn ihr einen ersten Entwurf habt, überlegt Euch auch wie und wo Ihr in der Küche arbeiten werdet und wo Geräte wie Kaffeemaschine und Toaster stehen sollen, denn das hat Einfluss auf notwendige Beleuchtung und Steckdosenplatzierung. Zu den Steckdosen kann man generell sagen, dass in den meisten Fällen vom Bauträger zu wenige vorgesehen sind. ;)

Montag, 4. Januar 2010

Was bisher geschah…

Irgendwie hat man in der Zeit zwischen Vertragsabschluss und Bemusterung manchmal das Gefühl, dass man ein wenig auf der Stelle tritt und selbst gar nichts groß tun kann, aber der Schein trügt und zwar ganz gewaltig. Rückblickend hat sich in letzter Zeit nämlich doch Einiges getan bzw. wurde wenigstens auf einen guten Weg gebracht.

Das Grundstück ist nach Zahlung aller Gebühren inzwischen in unserem Besitz! Über manche Gebühren haben wir uns doch sehr „amüsiert“. Dass der Eintrag der Erwerbsvormerkung etwas kostet, leuchtet ein, aber dass die Löschung dieses Eintrags auch noch etwas kostet… Wird der Eintrag etwa in Stein gemeißelt und die Löschung ist mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden? ;)

Wir haben von Viebrock weitere Unterlagen enthalten, wie z. B. unsere Entwurfszeichnungen und detaillierte Hinweise bzgl. der Küchenplanung.
Die ersten Entwurfszeichnungen stimmten leider in einigen Details nicht. Manche waren halb so wild (die Tür des Gäste-WC und des HWR öffneten z. B. nach innen anstatt nach außen), aber komplett missfallen hat uns die Platzierung des Außenluftmoduls der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Viebrock hatte uns diesen Kasten einfach frontal vors Haus gestellt. In unserem Fall war dies sowieso nicht möglich, weil unser Doppel-Carport dort zum Teil steht, aber schon rein aus optischen Gründen haben wir dies nicht verstanden, da seitlich am Haus dafür jede Menge Platz ist.
Zudem war uns grundsätzlich noch die Idee gekommen, den Drempel um 10 cm erhöhen zu lassen. Ok, und Rinas Papa hatte uns damit ewig in den Ohren gelegen. Also hatten wir kurz  bei Frau G. gecheckt, was das kosten würde (1.183 €) und ob das nicht die maximale Wohnfläche, die auf unserem Grundstück erlaubt ist, sprengen würde (war nicht der Fall), und haben uns dann dafür entschieden. Bringt uns auf jeden Fall mehr Platz im Dachboden und besseren Stellplatz im Obergeschoss.
Also haben wir alle Änderungswünsche aufgelistet und den Carport-Entwurf, der uns von einem Hersteller vorlag, kopiert und alles an Viebrock geschickt.
Der zweite Entwurf kam pünktlich zu Weihnachten, sogar das Carport war nun eingezeichnet, und auch ansonsten stimmte nun alles. Wie schön. :)

Die Küchenplanung haben wir nach dem Besuch diverser Küchenstudios und diversen Änderungen abgeschlossen und unsere Küche in Auftrag gegeben. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Wo wir gerade beim Thema „Möbel“ sind: Da ein großes lokales Einrichtungszentrum Jubiläumswochen hatte und quasi „20 % auf Alles“ im Angebot hatte, haben wir doch gleich noch mal zugeschlagen und haben einen neuen Kleiderschrank sowie eine neue Wohnwand fürs Wohnzimmer ausgesucht.
Der Kleiderschrank ist notwendig, da wir in unser jetzigen Wohnung zahlreiche Einbauschränke haben, die im Haus natürlich wegfallen und da braucht man nicht lange überlegen, um zu wissen, dass wir in unseren jetzigen Schrank (2,70 m breit mit Schwebetüren) den ganzen Kram, der sich angesammelt hat, dort nicht unterbringen können. Ok, ok, man kann ja auch mal ein bisschen ausmisten, aber auch dann würde es nicht passen. ;)
Der neue Schrank ist also nun 3,60 m breit, 2,40 m hoch und hat 3 Schwebetüren. :) Er ist von Nolte (www.nolte-germersheim.de), aus dem Phoenix-Programm. Er stand in der Ausstellung und wir fanden ihn sofort im wahrsten Sinne des Wortes großartig. :)
Den Kleiderschrank haben wir so ausgewählt, dass er denselben Ton hat wie unser jetziges Schlafzimmer (Noce). So können wir das Bett und die ebenfalls vorhandene Kommode behalten. Und im Haus werden wir dann auch endlich mal praktizieren, wovon wir schon immer gesprochen haben: Die Wintersachen im Sommer auf dem Dachboden lagern und umgekehrt.

Gekommen waren wir aber eigentlich wegen der Wohnwand, (der Schrank wurde quasi so nebenbei gekauft ;)) weil wir einfach gerne etwas Neues haben wollten und diese dann in einem Prospekt des Einrichtungszentrums gesehen hatten. Wobei Wohnwand für das, was wir gekauft haben, das falsche Wort ist, da sich das so „zugemauert“ anhört. Marke „Eiche Rustikal“ quasi. ;) An der Wand hängen aber nur 4 schmale Schränke sowie zwei Regale und am Boden sind ebenfalls nur sehr flache Schränke mit Auszügen. Alles sehr luftig. Die Wohnwand heißt ja auch Fly. *haha*

So sieht sie aus:

Einen passenden neuen Couchtisch haben wir dann auch gleich noch ausgesucht. Unsere Couch behalten wir, da sie aktuell erst ein Jahr alt ist. Die Wohnzimmermöbel immerhin schon 4 Jahre. ;) Na ja, man braucht ja ab und zu mal etwas Neues. *ähem* Die letzten Möbel können wir dann hoffentlich noch zu einem guten Preis bei Ebay versteigern. ;)

Was neben unserer Ersparnis von mehr als 20 % (beim Schrank bekamen wir neben dem Rabatt noch kostenlose Dämpfer) aber einfach genial ist: Die neuen Möbel werden zu einem Termin während der Bauphase bestellt und dann bis zu unserem individuellen Aufruf kostenlos eingelagert, anschließend kostenlos geliefert und kostenlos aufgebaut. Sagten wir schon, dass da alles kostenlos ist? ;) Das ist natürlich bei dem ganzen Stress, der uns erwartet, eine riesige Erleichterung. Zumal uns der Berater im Einrichtungszentrum erzählte, dass der Aufbau des Schrankmonstrums mit 2 erfahrenen Leuten ein paar Stunden dauern wird.

Außerdem haben wir einige Carport-Hersteller angeschrieben und uns schlackerten doch teilweise die Ohren, was hier für Kosten auf uns zukommen. Das liegt aber einfach daran, dass das gesamte Carport einen etwa 20 m² großen Schuppen haben wird. Wenn man keinen Keller hat, muss man den Lagerplatz eben anderweitig schaffen.
Mal abgesehen von den Preisen, haben wir aber wieder viel bzgl. der Qualität verschiedener Materialien hinzugelernt und konnten dann immer besser vergleichen. Schlussendlich haben wir nun einen Hersteller gefunden, der uns sehr sympathisch ist und uns auch noch einen tollen Messepreis machen wird. Wir waren schon zu einem Beschnupperungstermin vor Ort und haben unsere Wünsche detailliert festgehalten, werden die Firma aber dann noch auf der „Haus-Garten-Touristik“ in Bad Salzuflen besuchen (15.-17.01.) um den Vertrag abzuschließen. Denn wir bekommen ja den Messepreis. ;) Und wir haben auch schon nette Weihnachtspost mit Eintrittskarten bekommen, noch bevor wir überhaupt bei diesem Anbieter vorbeigeschaut hatten. Das kommt schon mal gut an. :)
Momentan überlegen wir noch, ob wir die Firma gleichzeitig auch noch mit unserer Terrassenüberdachung beauftragen, denn dann winkt natürlich ein netter Kombirabatt. Aber auch hierzu in einem separaten Beitrag mehr.

Wir haben einen Vermesser gefunden und beauftragt. Wir haben schlussendlich den Vermesser genommen, der das Grundstück schon für die Vorbesitzer vermessen hatte. Den Kontakt hat unsere Immobilienmaklerin Fr. Wermter hergestellt, vielen Dank auch dafür! Wir haben trotzdem zum Vergleich noch andere Angebote eingeholt, allerdings sind hier viele Positionen durch Gebührenordnungen festgelegt, sodass es wenig Spielraum gibt.

Ganz besonderen Spaß aber hatten wir mit dem Bodengutachten bzw. mit dem Angebot des Tiefbauers für die notwendigen Grundstücksarbeiten, bevor es mit dem Bau losgehen kann.
Wir erinnern uns: Die Bohrungen für das Bodengutachten wurden am 04.11.2009 vorgenommen. Direkt anschließend hatten wir von Viebrock eine Vorabangebot erhalten, was uns kostentechnisch ungefähr erwarten wird, das eigentliche Angebot sollten wir aber von einem externen Dienstleister bekommen, den Viebrock uns vermittelt hat.
Es hat nun tatsächlich bis direkt vor Weihnachten gedauert, bis uns dieses Angebot vorlag. Dafür haben wir Frau G. mehrmals genervt, die dann Herrn S. (der bei uns gebohrt hatte) nervte und der dann wieder diese Firma anrief. Die Firma muss wohl erstklassige Arbeit leisten, weswegen Viebrock auch mit ihnen zusammen arbeitet, aber der zuständige Sachbearbeiter kommt einfach nicht in die Gänge. Er hat z. B. erst Ende November bei Viebrock nach dem Grundriss unseres Hauses gefragt (wir bekommen auch eine Regenwasserzisterne und er wollte wissen, wo die Hausanschlüsse liegen)!
Schlussendlich half nur die Androhung, dass wir selbst bei der Firma anrufen werden und bis in 3 Tagen des Angebot haben müssen, weil direkt nach Weihnachten ein Finanzierungsgespräch anstand und diese Kosten natürlich auch ein Faktor waren, den wir berücksichtigen mussten. Und da klappte es auf einmal. Dies war also schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Stress Marke Eigenheim.
Seltsamerweise war das Angebot niedriger als erwartet. Da uns aber immer noch nicht das finale Ergebnis des Bodengutachtens vorliegt, können wir nur vermuten, dass der Boden doch besser als erwartet war und weniger abgefahren werden muss oder wir bekamen wegen der langen Wartezeit ein Spezial-Angebot. ;) Allerdings fehlte eine wichtige Position (vor unserem Grundstück ist ja noch ein Graben, durch den Regenwasser fließt, der verrohrt und mit einer Überfahrt bestückt werden muss), von daher müssen wir sowieso noch mal Rücksprache halten. Glücklicherweise waren diese Kosten im Vorabangebot von Viebrock enthalten, sodass diese Kosten für unser Finanzierungsgespräch mit einkalkulieren konnten.

Außerdem waren wir auch noch mal im Musterhauspark in Bad Fallingbostel und haben Rinas Eltern das Haus gezeigt. Beide waren begeistert und Rinas Mama würde bestimmt auch gerne noch mal bauen. ;) Nun wenigstens bekommt sie bald eine neue Küche. ;)

Wenn wir zwischendurch mal nicht wissen, wohin mit unserer Zeit, befassen wir uns sogar schon mal wenigstens theoretisch mit so netten Dingen wir Gartengestaltung und Pflasterarbeiten. Wir haben sogar ein Gartenbuch mit Planungssoftware. Es soll ja nichts dem Zufall überlassen werden. ;) Außerdem mussten auch diese Kosten ja wenigstens grob mit für die Finanzierung kalkuliert werden.

Bei der Finanzierung haben wir natürlich die KfW-Förderung „Energieeffizient Bauen“ in Anspruch genommen. Nach der neuen EnEV 2009 haben wir ein KfW-Effizienzhaus 70 (Programm 153). Für die Beantragung der Förderung haben wir ums im Vorfeld schon den Nachweis, dass die benötigten Werte eingehalten werden, von Viebrock eingeholt, um das Ganze etwas zu beschleunigen. Ansonsten reicht man am besten alles ein, was man sonst noch an Angeboten, Nachweisen, Rechnungen hat. Die KfW will es nämlich ganz genau wissen und man muss ja auch nachweisen, warum man eine bestimmte Menge Geld benötigt.
Da man innerhalb dieser Förderung maximal 50.000 € bekommt, hatten wir zunächst angedacht, sie mit dem KfW-Wohneigentumsprogramm zu kombinieren. Wir bekamen dann aber ein zinsgünstigeres Angebot im Rahmen des Wohn-Riestern und haben uns dann ergänzend hierfür entschieden, da es ja zusätzlich eine Förderung vom Staat, sowie auch noch Steuervergünstigungen gibt.

Der Fairness halber erwähnen möchten wir noch, dass HELMA sich zwischenzeitlich noch einmal bei uns gemeldet hatte. Unsere Erfahrungen mit HELMA beschrieben wir im Eintrag vom 15.11.2009. Der Berater teilte uns mit, dass es einen Fehler in der Software gegeben hatte und uns die gewünschten Traufgiebel doppelt berechnet worden waren. Dies wollte er uns doch unbedingt noch mitteilen, obwohl er ja wisse, dass wir unsere Entscheidung auf Viebrock gefallen war. Wieder mit dem Hinweis: Bei uns hätten sie jede Menge Geld sparen können. Ok, in diesem Fall hätten wir dann auch noch etwas gespart, uns nervt aber dieses ständige und alleinige „wir sind günstiger“-Argument, denn in unseren Augen zählt beim Hausbau eben nicht einfach nur der Preis. Wir sind auch nicht Krösus, sparen aber bestimmt nicht am falschen Ende.
Patrick hat es sich dann auch nicht nehmen lassen, einen kleinen Seitenhieb auszuteilen und entgegnete trocken, dass selbst bei Abzug der Fehlberechnung der Grundpreis des Hauses immer noch viel höher als das ursprüngliche Lockangebot war und darauf wusste der Berater dann nicht mehr viel zu sagen. Nun, wenigstens ist die Software wohl jetzt korrigiert und vielleicht kann der Berater dann in Kürze jemand anderen mit wunderschönen Traufgiebeln glücklich machen. ;) Die Fehlfunktion der Software passte leider zu dem etwas chaotisch-unzuverlässigen Eindruck, den HELMA uns von sich vermittelt hatte.

Tja, und ansonsten lesen wir andere Bautagebücher oder googlen Fachwissen zu irgendwelchen Themen, die uns gerade beschäftigen…
…oder leben dann auch einfach mal nur. ;) Denn obwohl das Projekt Haus natürlich Vieles in den Schatten stellt, wissen wir jetzt schon, wie wichtig es ist, auch mal abzuschalten und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr! ;)