Montag, 5. Juli 2010

Bauherr am Telefonapparillo


Heute hatte Paddy wieder Telefonitis und hat mit dem Tiefbauer, die Fliesenfirma, unserem GaLa-Bauer sowie der Firma, welche die Spachtel- und Malerarbeiten durchführen wird, gesprochen.

Berkenkamp + Wüllner, der Tiefbauer, der uns an die Druckleitung anschließen wird, kommt diese Woche noch. Anscheinend ist es wohl auch doch nicht so schlimm, dass Peitz schon einen Teil der Druckleitung verlegt hat, man kann den Teil, welcher noch verlegt wird, wohl einfach an den bestehenden dran schweißen. Das Ende des bestehenden Teils ist mit einem dicken Pfahl markiert, auf welchen wir zur Sicherheit mit Edding noch „Ende Druckleitung“ geschrieben haben, damit auch ja nichts schief geht. ;)

Die Firma Weber, zuständig für unsere Fliesenarbeiten, rief an, um anzukündigen, dass sie heute anfangen. Steht ja auch so im Plan. :P Falls es noch irgendwelche Änderungen oder Hinweise gäbe, wäre nun der Zeitpunkt, um diese zu besprechen. Wir zwei Füchse und Übervorsichtige, hatten aber nicht nur vor einiger Zeit besagter Firma schon eine detaillierte Beschreibung inklusive Skizzen des oberen Badezimmers zugeschickt, sondern hatten am Wochenende auch noch mal das Badezimmer mit diesen Anweisungen tapeziert.

Es gab nun zwei Möglichkeiten, wie der Fliesenleger hierauf reagieren könnte: Er könnte genervt sein oder sich freuen. Glücklicherweise tat er Letzteres und meinte zu Paddy, als dieser mittags vorbei schaute, dass es ja gar nicht besser hätte sein können. Warum wir so übervorsichtig waren? Weil wir drei verschiedene Fliesengrößen im Bad haben und diese in einer bestimmten Reihenfolge an die Wand angebracht werden müssen. Und diese ist auch nicht an allen Wänden gleich. Bevor der Fliesenleger nachher die Fliesen wieder von der Wand reißen muss, wollten wir es ihm lieber so einfach wie möglich machen.

Leider konnten wir heute Abend aber noch keine Wandfliesen bestaunen, denn erstens war der Fliesenleger ganz allein und brauchte daher ziemlich lange, bis er die ganzen Fliesenpakete ins Haus und dann teilweise auch noch ins OG gehievt hatte. Und zweitens teilte er Paddy mittags mit, dass Wendt wohl teilweise so bescheiden die Leitungen eingespachtelt hat, dass es hierauf nicht möglich wäre zu fliesen. Jedenfalls nicht so, dass die Oberfläche schön glatt wäre. Und wer will bitte buckelige Fliesen?!

Die Fliesenleger haben von Viebrock die Anweisung, so einen Murks nicht selbst zu beheben. Er hatte daher schon mit unserem Bauleiter gesprochen, um zu veranlassen, dass die entsprechenden Stellen kurzfristig nachgebessert werden. Wie wir heute Abend noch vor Betreten des Hauses von unserem scharfen Beobachter von Gegenüber erfuhren, ist auch direkt Firma Paschedag angerückt, sowieso zuständig für die Spachtel- und Malerarbeiten bei uns. Die Stellen waren daher ausgebessert, aber daher eben noch keine Fliesen an der Wand.

Es stapelten sich also an verschiedenen Stellen nur ordentlich die Fliesenpakete.



Schadeeeee. Aber wenigstens konnten wir sie nun endlich mal wieder in natura bewundern, denn die Bemusterung ist ja schon ein wenig her.

Diese Bodenfliese aus der Serie „TERRA NOBLE“ von V&B hier wird komplett im EG verlegt, d.h. in Flur, Gäste-WC und HWR.


Diese Wandfliese (ein helles Grau) und die Bordüre im Gäste-WC gehören zur Serie „SPECTRUM“ von V & B.



Im Bad im OG kommt die „SCOPE“ von V & B zum Einsatz und zwar für den Boden in 30x60 und für die Wände in 30x60, 15x60 und 7,5x60. Die 15er Fliese haben wir nicht gefunden, dafür aber die beiden anderen Formate.


Als Paddy heute Mittag zur Baustelle kam, war übrigens das eingetreten, was wir befürchtet hatten: Alle Bautrockner waren ausgeschaltet und alle Fenster sperrangelweit auf. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache! Trotzdem fragte Paddy den Fliesenleger, ob er sich mit Viebrock abgestimmt hätte, denn diese hätten uns gesagt, dass die Fenster auf jeden Fall geschlossen und die Bautrockner ständig laufen sollen. Woraufhin er meinte, dass das bei dem Wetter doch gar nicht so schlimm wäre und mehr oder weniger abgewunken hat. Er würde die Bautrockner ja abends wieder anstellen. Paddy ließ sich damit natürlich nicht abspeisen und kontaktierte unseren Bauleiter. Und natürlich müssen die Fenster zu sein und die Bautrockner kontinuierlich laufen! Paddy bat ihn dann noch, dem Fliesenleger dies auch noch mal zu sagen, weil er ihn ja nicht ernst genommen hätte, und bekam zur Antwort, dass dies schon erledigt sei. So ist er, unser Bauleiter. :) Das Lüften konnten wir uns heute Abend aber trotzdem sparen, es war nämlich merklich kühler im Haus als sonst.

Herr Paschedag hat uns übrigens heute mal wieder ein paar kleine Bauherrenillusionen zerstört: In der Bau- und Leistungsbeschreibung steht ja, dass der Untergrund so vorbereitet ist, dass er mit Rauhfaser tapeziert werden kann. Wir Füchse dachten, dass wir ja dann Vliestapete wohl auch verwenden könnten. Falsch gedacht, jedenfalls bei unseren massiven Trennelementen! Um Vliestapete anbringen zu können, müsste der Untergrund noch glatter sein, ergo: Er empfiehlt uns eine Feinspachtelung. Toll…
Da ein Kollege (Rüdi) von Patrick dies gerade bei sich hat machen lassen, um eben endlich diese glatten Wände zu haben und davon sehr begeistert ist, und wir ehrlich gesagt nicht sonderlich erpicht darauf sind, diese Arbeit selbst zu erledigen (bzw. können wir das überhaupt gut genug?!), werden wir Herrn Paschedag das wohl auch noch mitmachen lassen. Der Rubel rollt mal wieder… :( Man lernt auch irgendwie nie aus. Dafür haben wir dann aber für alle Zeiten einen wunderhübsch glatten Untergrund, was will man mehr? :P

Falls sich jemand wundert, warum bei uns noch nicht gespachtelt wurde: Wir haben vereinbart, dass Herr Paschedag seine kompletten Arbeiten (Spachteln, Acrylfugen, Feinspachtelung, Malervlies an allen Decken, Schrägen, Drempeln sowie Spritzen der Decke) bis zur Vorabnahme am 05.08. erledigt haben muss. Wann er das genau macht, ist uns eigentlich relativ egal. Wir werden wahrscheinlich jeden Tag darüber froh sein, dass wir das alles nicht selbst machen müssen. ;) Nur die T-Wand im Bad wird definitiv vorher schon fertig gemacht, weil ja am 26.07. unsere Badmöbel angebracht werden.

Fehlt noch wer? Ach ja, Herr Knittel, unser GaLa-Bauer. Der fängt diese Woche Donnerstag auch wieder an zu „wühlen“ und legt die Ringdrainage rund ums Haus. Wir haben ihn auch schon über die hässlichen „Kanaldeckel“ informiert und dass er sich vorne in unserer Überfahrt auf jeden Fall etwas einfallen lassen muss, um schön drum herum zu pflastern. Aber so wie wir ihn kennen, wird ihm schon noch eine schöne Lösung einfallen. Außerdem hat er uns heute auch gesagt, dass wir anders als bisher gedacht keine normale Rinne in unserer Einfahrt haben werden, sondern dass er diese pflastern wird, was optisch natürlich schöner ist. Fein. :)

Es war also mal wieder ein ereignisreicher Tag, wenn sich auch das Hauptereignis – die Fliesen – nicht eingestellt hatte. Dementsprechend fiebern wir natürlich dem morgigen Tag entgegen und werden wieder ausführlichst mit Bildern aus allen Perspektiven berichten.

Sonntag, 4. Juli 2010

Auf nach Bad Fallingbostel?

Kürzlich flatterte überraschende Post von Viebrock ins Haus: Unsere Beraterin Frau G. schickte uns zwei Freikarten für das Viebrockhaus-Gartenfestival vom 16.-18. Juli in Bad Fallingbostel. Finden wir total nett, denn wir müssen ja nicht mehr umworben werden. ;)

Info von Viebrock hierzu:
Das Viebrockhaus-Gartenfestival öffnet 2010 zum vierten Mal seine Pforten. In einer der größten Musterhausausstellungen Deutschlands, auf einem herrlichen 50.000 qm Außengelände haben Sie die Möglichkeit, Produkte rund um Heim und Garten zu erwerben. Die Akzente liegen besonders auf Artikel aus den Bereichen Pflanzen und Sommerblumen, Floristik, Kunst  und Design, Wohn- und Lebenskultur, Antiquitäten, Garten- und Wohnaccessoires und Kostbarkeiten vom Lande. Ferner stehen ein Rahmenprogramm mit Fachvorträgen zum Thema Wohnen & Garten sowie Produktpräsentation auf dem Programm.

Es gibt übrigens auch eine Website für das Gartenfestival:
www.viebrockhaus-gartenfestival.de

Hört sich ja echt nicht schlecht an! Gerade bei den Begriffen Garten- und Wohnaccessoires sehen wir schon wieder unsere Euros in fremde Brieftaschen fliegen. ;) Außerdem waren wir schon so lange nicht mehr in Bad Fallingbostel, da bekommt man ja fast schon Entzugserscheinungen trotz eigenem fast fertigen Haus. :)

Jetzt fragen wir uns: Hat noch jemand Freikarten bekommen bzw. generell sowieso damit geliebäugelt zum Gartenfestival zu fahren oder kann sich nun spontan mit der Idee anfreunden? Dann könnte man ja ein lustiges „Hallo“ veranstalten. Der Freitag (16.) fällt für uns natürlich weg, da wir arbeiten müssen. Zudem hat Rina an dem Tag abends / nachts endlich mal wieder Weiber-Pokerrunde, das kann nicht ausfallen. ;)

Also: Falls jemand (jetzt) überlegt, dorthin zu fahren, bitte melden (mit Angabe des bevorzugten Tags).
Regulärer Eintritt ist übrigens 5 € für Personen ab 16 Jahren.

Ansonsten gibt es bzgl. unserer Hausanschlüsse natürlich noch nichts Neues, da wir die Ansprechpartner ja erst morgen wieder erreichen können. Dafür haben wir das Wochenende damit verbracht, mal wieder das Geld unter die Leute zu schmeißen und haben die Tapeten fürs Wohn-/Esszimmer und die Küche besorgt sowie Außenlampen und einen Briefkasten bestellt.

Darüberhinaus hat der Praktiker ja mit 25 % Rabatt für alles, was keinen Stecker hat, gelockt. Eigentlich wollten wir nur neue Malerrollen kaufen, aber direkt im Eingang stand genau der traumhafte Sonnenschirm, den wir uns auf einer Gartenmesse auserkoren hatten! Allerdings wollten wir den eigentlich erst nächstes Jahr kaufen, da er trotz Messepreis nicht gerade wenig kostet (vom normalen Preis sprechen wir gar nicht, da wird einem schlecht!) und wir aufgrund unseres Einzugs Ende September sowieso erst 2011 die Sonne im Garten richtig genießen werden können. Wir hatten daher gehofft, dass der Anbieter nächstes Jahr wieder auf dieser Messe sein würde und dann hätten wir zugeschlagen.
Der Witz war aber nun, dass dieser Schirm beim Praktiker einen Normalpreis hatte, der schon geringer war als der uns angebotene Messepreis. Und dann gab es ja noch 25 % Rabatt! Hui! Wir überlegten und überlegten und überlegten… Und dann haben wir ihn bestellt. Denn für den Preis bekommen wir diesen Schirm nie wieder.

Der Schirm ist ein SUN GARDEN EASY SUN Ampelschirm mit einem Durchmesser von 350 cm. Darunter sollte die ganze spätere Familie Platz haben. ;)

Quelle: SUN GARDEN

Wegen der Tapeten waren wir wieder in dem Fachgeschäft in Leopoldshöhe, wo wir schon unabhängig voneinander, aber auch gemeinsam die Kataloge gewälzt hatten. Das mit dem Wohnzimmer war schnell geregelt. Einen der Grüntöne aus der Mustertapete wollen wir auch gerne partiell in der Küche haben, allerdings wollen wir dann dort die weiße Vliestapete überstreichen. Als wir den Berater fragten, ob er uns diesen Ton so ähnlich anmischen kann, meinte er, dass das überhaupt kein Problem wäre. Er würde die Tapete einscannen und dann bekämen wir sogar genau diesen Ton. Super. :)
Beim Flur im OG stellten wir dann fest, dass wir wohl irgendwie die ganze Zeit aneinander vorbeigeredet hatten (kann ja zwischen Männlein und Weiblein mal vorkommen… :P), jedenfalls überlegen wir jetzt noch mal neu. Nun ja, ist ja noch ein bisschen Zeit. Und bei der Hitze hatten wir auch keine Lust, die Kataloge noch mal zu wälzen, das Geschäft war nämlich leider nicht klimatisiert.

Nach den Außenlampen haben wir auch lange gesucht. Wir wollten nämlich welche aus Kupfer, passend zu den Regenrinnen und generell zur Optik des Hauses. Natürlich ist aber Edelstahl total angesagt, von daher sind wir sehr schnell aufs Internet ausgewichen, denn in den umliegenden Geschäften (egal wie groß die Auswahl) fand sich so gut wie nichts oder höchstes mal zu Preisen, wo wir direkt abgewunken haben. Wir brauchen schließlich 6 Wandlampen – 2 links und rechts neben der Haustür, 1 an jeder Hausseite und 2 hinten an der Terrassenseite – und 1 Stehlampe für die Terrasse, da hatten wir keine Lust für eine Wandlampe 250 Euro auszugeben! Zudem wollten wir auch richtiges Kupfer und nicht nur irgendeine nachgemachte Optik, damit die Lampen auch wirklich lange halten und genau den schönen Nachdunkelungseffekt haben wie unsere Regenrinnen. Und dann musste es ja auch noch eine Lampenserie sein, die uns erstens gefällt und dann auch noch alles bietet, was wir brauchen, nämlich Wandlampen mit und ohne Bewegungssensor und Stehlampen.
Nach längerer Suche sind wir aber nun bei einem Internetanbieter fündig geworden und auch zu einem bezahlbaren Preis. Zudem gab es noch eine Überraschung beim Bestellvorgang: Wir hatten wohl irgendeine magische Grenze überschritten und Mengenrabatt bekommen und so noch mal 40 Euro gespart. Hurra! Man ist ja für jeden gesparten Euro dankbar. :)

Die Lampen sind übrigens von nordlux und heißen Blokhus. Allein der Name klingt schon heimelig. ;)

So sehen sie aus:

Quelle: nordlux

Der Glaseinsatz ist aus Echtglas, nicht aus Kunststoff, das finden wir auch super.

Auch beim Briefkasten haben wir uns lange die Haare gerauft. Mit den ganzen Standardsachen konnten wir uns irgendwie nicht anfreunden und richtig ausgefallene kosten ja ein Vermögen. Irgendwann muss auch mal gut sein. Zudem kamen wir dann auch noch auf die Idee, einen Standbriefkasten haben zu wollen, der dann vorne an unserer Einfahrt neben dem Versickerungsgebiet steht. Und zum Haus und zu den Lampen und überhaupt allem sollte er ja auch noch passen.

Auch hier wurden wir nach längerer Zeit fündig und haben einen sehr schlichten, aber trotzdem optisch sehr schönen Briefkasten im Bronze-Look gefunden. Auch der Name ist schlicht: The Box. :)

Das ist er:


Das Coole ist, dass er einen so großformatigen Einwurf und „Auffangbehälter“ hat, dass man keine separate Zeitungsrolle braucht.

Joa… so viel zu den kleinen Dingen, die Häuslebauers Herz erfreuen. War auch notwendig nach all dem Ärger in den letzten Tagen, dass man sich einfach mal was Schönes kauft. ;)

Freitag, 2. Juli 2010

Pump up the jam!

Gestern ist uns zu später Stunde noch mal schlecht geworden. Von der Website von Jung Pumpen haben wir die genaue Beschreibung unseres im Peitz-Angebot genannten Pumpenschachts (PKS-A 800-40) heruntergeladen. Hierbei stellten wir auf einmal fest, dass es diese Pumpe zwar in einer überfahrbaren Version gibt, diese ist aber optional. Uns schwante nichts Gutes…

Daher haben wir uns dann noch mal das Angebot von Peitz genau vorgenommen und lasen zu unserem Schrecken Folgendes: Abdeckung Kl. A, begehbar, liefern und einbauen. Das entscheidende Wort hierbei ist „begehbar“. Begehbar heißt nicht befahrbar! Was bei der ursprünglichen Position im Versickerungsgebiet kein Problem gewesen wäre. Bei der neuen Position unterm Carport aber sehr wohl! Und dabei hatten uns die Peitz-Mitarbeiter doch versichert, dass das ja alles gar kein Problem wäre, die Schächte wären auf jeden Fall befahrbar. Um irgendwelche Flüche auszustoßen fehlte uns zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig die Energie. Es war eher einfach nur niederschmetternd. Ändern konnten wir zu später Stunde natürlich nichts mehr.

Heute Morgen schrieb Paddy diesbzgl. dann eine E-Mail an Peitz, um nachzufragen, ob denn die neue Position unterm Carport wirklich kein Problem wäre, da eben im Angebot steht „begehbar“. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müssten natürlich entsprechende Änderungen vorgenommen werden und zwar möglichst schnell. (Lieber alles auf dem Schriftweg zur besseren Beweisführung!)

Vormittags rief dann sogar Herr Peitz persönlich zurück und gab Entwarnung: Man hätte gar nicht den im Angebot genannte Schacht verwendet, sondern die neuste Generation, den PKS-B 800-32. Das B ist hierbei der entscheidende Buchstabe, denn Klasse B ist befahrbar (Klasse B 125 anstatt Klasse A 15). Halleluja!!!

Allerdings fragten wir uns auch, warum Peitz uns eine bestimmte Variante anbietet und sie dann ohne Rücksprache abändert. Zwar glücklicherweise zu unserem Vorteil, aber wir wissen jetzt gar nicht, was uns die neue Variante im Vergleich zur alten kosten wird! Aber wir werden die Rechnung sowieso sehr genau prüfen, denn es wurde ja jetzt auch weniger Meter Rohr als angeboten benötigt, da die Pumpe nah vorm HWR sitzt.

Nun, es soll uns ja nicht langweilig werden. :P

Außerdem hat Paddy versucht, das Tiefbauunternehmen Berkenkamp + Wüllner zu erreichen, die für den Anschluss an die Druckleitung zuständig sind. Leider war der Chef aber außer Hause und ist erst ab Montag wieder zu erreichen. Also müssen wir noch ein wenig warten, bis wir wissen, wann es hier weitergeht und welche Kosten auf uns zukommen.

Heico Haustechnik haben wir auch noch nicht gesprochen. Eventuell ist unser Ansprechpartner ja im Urlaub. Da er häufig unterwegs ist, schreiben wir ihm auch meistens E-Mails und haben hier noch keine Rückmeldung erhalten. Auch hier müssen wir also am Montag noch mal nachfassen.

Gestern haben wir bei der ganzen Aufregung ganz vergessen, drei Dinge zu erwähnen.

Erstens: Unser Bauleiter muss nämlich mal wieder gelobt werden. Kaum war er am Mittwoch da, stand unaufgefordert *schwupps* der zusätzliche Baulüfter, der ja blöderweise im OG gelandet war, im EG. Dieses Ärgernis wäre also auch beseitigt. :)


Trotz Baulüfter ist aber echt immer eine Affenhitze im Haus. Man kommt quasi von 36-38 °C Außentemperatur in die Vorhölle. ;) Dann noch alle Fenster aufreißen und hinterher wieder schließen. Und *zack* ist man schon wieder „gut durchblutet“.

Wie gut, dass der Ventilator für eine kurzfristige Abkühlung sorgt. ;)


Vom Winde verweht! :) Leider war mein Kleid nicht lang genug, um die Marylin Monroe Szene nachzustellen. Äh… und schwanger bin ich natürlich auch nicht. Mein Kleid ist nur blowin' in the wind. ;)

Der kälteste Raum im ganzen Haus ist übrigens momentan der Dachboden, man glaubt es kaum. Es lebe die Dämmung!!! Die Investition hat sich jetzt schon gelohnt.

Zweitens: Am Mittwoch wurden unsere Fenster ausgepackt, die olle Folie ist weg. Obwohl sie durchsichtig ist, ist es jetzt doch noch mal ein ganz schönes Stück heller im Haus geworden, finden wir.

Drittens: Die aktuelle Schuhmode für den modebewussten Bauherren musste natürlich bildlich festgehalten und hier gebührend präsentiert werden. ;))


Natürlich gilt dies nur für den modebewussten Bauherren mit dickem Zeh. :P Anlässlich dieses wunderhübschen Bildes möchten wir auch Paddys Oma schön grüßen, die uns mit einigen Paaren dieser tollen warmen Socken beglückt hat. Heute hat Paddy übrigens einen schlankeren Verband bekommen und endlich passt er wieder in Flip Flops. :)

Was wir immer noch unglaublich finden, ist wie viel Wasser in Intervallen schwallweise aus den Schläuchen der Lüfter geschossen kommt!


Nun, bei den momentanen Temperaturen kann man sich ja zwischendurch ruhig mal eine Dusche Kondenswasser gönnen. ;)

Beim fleißigen Lüften ist übrigens durch den nun unversperrten Blick auf unsere Fenster aufgefallen, dass bei einem Fenster der „Außengriff“ fehlt. :(


Das wird sich schnell ersetzen lassen, ärgerlich ist so etwas aber immer trotzdem. Man schließt sein Haus nun mal von A bis Z bis ins klitzekleinste Detail ins Herz, da sieht man so etwas nicht gern. Wir wissen leider nicht, ob er jemals vorhanden war und zwischendurch abhanden gekommen ist oder von vornherein vergessen wurde. Nun ja, dann haben wir wenigstens wieder etwas, was wir unseren Bauleiter fragen können. ;) Bisher war es eigentlich immer so, wenn uns mal etwas auffiel oder verunsicherte, dass er uns sofort erklären konnte, was an dieser Stelle noch passiert und dass dann alles toll aussehen wird. Z. B. schließt in einem Zimmer im OG der Putz nicht sauber ab, was nicht wirklich schön aussieht.


Er beruhigte uns aber gleich und meinte, dass bei den Verspachtelungsarbeiten geglättet würde. Und so war es bei anderen Kleinigkeiten dieser Art, die uns aufgefallen waren auch. Wie schon mal gesagt: Herr O. ist die Ruhe selbst. Ein guter Ausgleich zu uns manchmal doch sehr nervösen Bauherren. :)

Inzwischen geht es mit Riesenschritten auf den Betriebsurlaub von Viebrock in der 28. bis 30. KW zu. Nächste Woche geht es aber noch mal richtig rund, denn die Fliesenarbeiten stehen an. Es tut sich also mal wieder etwas IM Haus. :)

Außerdem haben wir inzwischen einen Termin zur Lieferung und Montage unserer Badmöbel ausgemacht. Und Anfang August kommt jemand vom Küchenstudio zum Ausmessen. Wir lassen die Küche ja erst Ende September, kurz vorm geplanten Einzug einbauen, damit die Wände schön lange in Ruhe trocknen können und es ja auch bloß keine Probleme mit den Hängeschränken gibt.

So langsam riecht es verdächtig nach Endspurt. Das ist einerseits toll, aber andererseits auch schade, weil es immer so spannend war, abends die Tür zu öffnen und die ganzen neuen Wunderwerke zu bestaunen. Wir sehen uns schon in ein paar Monaten gierig die Einträge in anderen Baublogs aufsaugen, um wenigstens die Illusion von „Baufeeling live“ zu haben. Also an alle, die in den nächsten Monaten anfangen: Immer schön fleißig schreiben. ;)

Donnerstag, 1. Juli 2010

„Tour de Farce“

Heute Morgen klingelte um 06.50 Uhr (!) Paddys Handy. Peitz. Sie kündigten an, dass sie in ca. 10 Minuten am Grundstück wären und so gegen 10-11 Uhr ins Haus müssten, dafür aber keinen Schlüssel hätten. Paddys schlaftrunkener (weil noch immer krankgeschrieben) Kommentar: „Das fällt Euch aber früh ein.“ Herr K. hätte uns das ja theoretisch auch am Vorabend sagen können... 

Also bin ich (Rina) mal wieder vor der Arbeit den Umweg über Leopoldshöhe gefahren und habe den Jungs die Tür aufgeschlossen. So konnte ich wenigstens die Gelegenheit nutzen, das Haus mal wieder ordentlich durchzulüften und ihnen ein wenig bei der Arbeit zuzuschauen.


Im Versickerungsgraben lag inzwischen der Unterbau des von der Gemeinde verlangten Kontrollschachts.


Dieses Schätzchen kostet uns einen schlappen Tausender extra. Hierfür noch mal einen herzlichen Dank an den zuständigen Ansprechpartner.

Und hierzu können wir auch noch die nächste lachhafte Geschichte erzählen: Von der zuständigen Abteilung war (während wir die Platzierung der Abwasserpumpe klärten) ein Mitarbeiter vor Ort. Dies erfuhren wir erst später von Peitz, denn der Gemeindemitarbeiter hatte sich nicht dazu bequemt, mit uns zu reden, geschweige denn hatte er wenigstens mal in die Runde gegrüßt. Jedenfalls war dies nicht der Mensch, mit dem wir so viel Ärger wegen der Verrohrung und der Überfahrt gehabt hatten, sondern eben ein Kollege. Und dieser Kollege meinte nun, er hätte ja nicht auf diesen Sichtschacht bestanden, er würde jetzt aber auch nicht einfach so die Entscheidung seines Kollegen revidieren wollen. Da fällt einem doch nichts mehr zu ein, oder?!? Wären wir gleich an ihn geraten, hätten wir einen Tausender gespart und hätten einfach das machen können, was jeder Nachbar außer uns in dieser Straße machen darf!!! Aber wir haben ja immer so ein Glück gehabt und sind an den Paragraphenreiter geraten. Man kann es zwar jetzt nicht mehr ändern, aber das regt einen trotzdem auf. 1.000 Euro sind 1.000 Euro bzw. sind es glaube ich sogar 1.200 Euro.

Der nächste Knaller kam dann, als mich einer der Peitz-Leute ansprach, ob wir denn jetzt schon bei der Stadt angerufen hätten, was denn jetzt mit dem Anschluss an die Druckleitung wäre. Wie bitte?!? Ich meinte dann auch nur halb entsetzt, halb perplex, dass das doch nicht unsere Aufgabe wäre. Er wusste also anscheinend nicht, was Herr K. uns von sich aus zugesagt hatte. So viel zum Thema miteinander sprechen!

Auf der Arbeit angekommen rief ich dann gleich Paddy an, um ihm von diesem neusten Scherz zu berichten. Er staunte auch nicht schlecht! Als bis mittags nicht der versprochene Rückruf zu diesem Thema von Peitz gekommen war, hat er die Angelegenheit dann doch lieber selbst geregelt. Also hat Paddy bei der Gemeinde angerufen und dort erfahren, dass diese einen Vertrag mit einem bestimmten Tiefbauer hat, der diese Angelegenheit regelt. Allerdings erfuhren wir, dass es nicht unbedingt zu unserem Vorteil wäre, dass Peitz ja jetzt schon einen Teil der Druckleitung verlegt hätte, weil das eigentlich in einem Stück erfolgen sollte. Hoffentlich wird uns das nicht wirklich noch zum Nachteil. Einen Termin mit dem Tiefbauer haben wir jetzt noch nicht und warten auf einen Rückruf von ihm. Wir sind gespannt. Vor allen Dingen was das dann kostet. :(

Übrigens: Peitz hat uns bis heute Abend nicht zurückgerufen. D.h. wir gehen davon aus, dass Herr K. sich nicht darum gekümmert hat.

Außerdem erhielt Paddy morgens einen Anruf vom Wasserwerk. Ob es möglich wäre, unser Standrohr übers Wochenende zu verleihen. Standrohre sind in Leopoldshöhe immer sehr knapp und unseres würde wohl für ein Stadtfest benötigt werden. Klar, kein Problem, denn der Fliesenleger kommt ja erst nächste Woche. Da Peitz uns dann aber vorführte, dass man ja schon Wasser im HWR abzapfen kann, konnten wir das Standrohr jetzt schon komplett zurückgeben, also einige Wochen eher als vereinbart. Und da ein Mitarbeiter das Standrohr direkt von der Baustelle abgeholt hat, brauchten wir es nicht mal zurückbringen. :)

Ansonsten gibt es heute natürlich auch wieder jede Menge Bilder zu bestaunen. Wenn man schon ständig zur Baustelle muss, muss sich das ja auch lohnen. ;)

Ein Blick auf die Abwasserpumpe.

Diese pumpt nicht kontinuierlich, sondern in Intervallen. Man wird also nicht permanent durch irgendwelche Brummgeräusche gestört. Wenn man überhaupt etwas hört.

Übrigens ist das eine Abwasserpumpe von Jung und wer sich für das Prinzip interessiert, der kann sich hier verschiedene nette Animationen anschauen: www.jung-pumpen.de/multimedia/content-frame.htm

Der braune Schlauch und der Stopfen sind für die sogenannte Druckprobe. Diese ist, wie wir erfuhren, wohl nur in NRW vorgeschrieben. Hurra!

Wie das genau funktioniert: Keine Ahnung. :) Hier auf jeden Fall Bilder der beiden bei der Arbeit. 






Unser Graben ist inzwischen auch dicht und mit einem formschönen Kanalauslaufstutzen mit einer Böschungsneigung von 45 Grad versehen. 




Natürlich hat diesen Auslaufstutzen sonst niemand in unserer Straße! Aber ist ja Vorschrift! Über diese Ungerechtigkeit regen übrigens nicht nur wir uns auch, sondern auch unser Nachbar von gegenüber. Er will sich sogar deswegen bei der Gemeinde beschweren, sagte er uns, das könnte doch alles nicht sein. (Und er hätte eh noch etwas anderes zu klären). :)

Zwei hässliche Deckel haben wir jetzt auch im Vorgarten. Der vordere ist vom Kontrollschacht, der hintere von der Abwasserpumpe.


Im HWR kommen nun dieses wunderhübsche Rohr und ein paar neue Kabel heraus.


Wir müssen mal mit Heico Haustechnik klären, ob wir das irgendwie noch schön abdecken können bzw. hoffen wir sowieso nicht, dass das einfach so bleibt, d.h. einfach so die Kabel zum Steuergerät geführt werden.

Und hier ist das besagte Steuergerät.



Kleiner als erwartet auf jeden Fall.

Ferner müssen wir jetzt noch mit Heico bzgl. des Stromanschlusses für die Abwasserpumpe sprechen. Hoffentlich ist das leidige Thema Hausanschlüsse dann bald erledigt. Mal abgesehen natürlich noch vom Anschluss an die Druckleitung. Wer hätte geahnt, dass das eine solche „Tour de Farce“ werden würde! Im Moment haben wir auf jeden Fall noch ein leichtes Ziehen im Bauch und eine dunkle Vorahnung, dass da noch irgendetwas kommt. Drückt uns bloß die Daumen, dass jetzt alles gut wird. Wir können es echt gebrauchen.

Connecting People

Seit Dienstag wurde nicht nur unser Vorgarten auf links gedreht, sondern das ein oder andere Mal auch unsere gute Laune. Wir hatten ja vorher schon befürchtet, dass beim Thema Hausanschlüsse nicht alles glatt gehen kann. Was wir aber dann tatsächlich erlebt haben, hatten wir dann so doch nicht erwartet.

Obwohl am Dienstagabend noch alles so toll aussah. Wir kamen zum Grundstück und Strom-, Trinkwasser-, Telefonanschluss: Alles fertig! In Leopoldshöhe läuft nämlich dies alles kombiniert über die Firma Heidschuster und der gute Mann war offensichtlich sehr fleißig gewesen.

Außen sah man einzig und allein eine magentafarbene Markierung zum HWR führen.


Und auf der anderen Straßenseite war noch eine kleine Absperrung, hinter der sich ein kleines Loch mit freiem Blick auf die darin befindlichen Leitungen befand.



Im HWR fanden wir dann den Wasseranschluss inklusive Wasseruhr.


Das Coole ist, da kommt tatsächlich schon Wasser raus! Jedenfalls bediente man sich heute schon fleißig daraus. Aber dazu später.

Diesen Anblick werden wir wohl leider nie wieder sehen. ;)


Unter unserem Sicherungskasten sitzt jetzt noch ein neuer kleiner „Hausanschlusskasten“.



Nicht nur frei zugänglich, sondern frei und zugänglich. =D

Die NIBE tuckerte auch noch fröhlich vor sich hin.


Das sah doch alles schon sehr gut aus und wir waren angenehm überrascht. Sollten die Hausanschlüsse etwa doch schmerzfrei über die Bühne gehen?!

Wir wurden unsanft eines Besseren belehrt, als wir uns am nächsten Morgen (also Mittwoch) mit der Firma Hermann Peitz aus Gütersloh und unserem GaLa-Bauer um 8 Uhr am Grundstück trafen, um die letzten Details bzgl. der Platzierung unserer Abwasserpumpe, des Regenwassersammelschachts und der Regenrohre zu klären. Bzw. wir wollten uns um 8 Uhr treffen. Firma Peitz kam nämlich erst mal nicht, sondern ließ sich noch ca. 20 Minuten Zeit. Was uns leider nicht gänzlich überrascht hat, weil wir bzgl. Zuverlässigkeit und Erreichbarkeit schon negative Erfahrungen mit dieser Firma gemacht haben. Auf das erste Angebot von ihnen mussten wir nämlich ca. 6 Wochen warten. Auf Antworten auf E-Mails und Rückrufe haben wir auch teilweise wochenlang gewartet. Wir waren also voreingenommen und hatten deswegen schon eine gewisse Grundgenervtheit. Von Viebrock waren sie uns vermittelt worden, weil sie sehr ordentliche Arbeit leisten. Das stimmt auch, soweit wir das als Laien beurteilen können, aber mit der Planung bzw. Organisation haben wir keine guten Erfahrungen gemacht.

Ein Beispiel hierfür: Wir hatten auf diesen Termin gedrängt. Laut Firma Peitz wäre doch alles klar und sie wüssten ja, was sie zu tun hätten. Woraufhin Paddy nur zurückfragte, ob sie denn z. B. wüssten, wie die Regenleitungen genau verlegt werden sollten. Äh…… nö. Wer weiß, was noch alles passiert wäre, wenn wir uns nicht an diesem Morgen getroffen hätten!

Wer aber schon vor Ort war, war Herr Heidschuster, der letzte kleine Arbeiten verrichtete. Die Absperrung und das Loch waren schon verschwunden.

Paddy kannte Herrn Heidschuster schon vom Telefon und meinte, dass er ein ziemlich lustiger Zeitgenosse wäre. Und das stimmte auch. :)

Hier sieht man ihn im Bagger.


Und hier zieht er noch mal die Markierung nach. :)


Die Erklärung für diese Markierung gab es übrigens in Papierform:


Auch schon vor Ort war natürlich Herr Knittel. Er ist noch niemals unpünktlich gewesen. Im Gegenteil: Er war schon vor uns da! Er hat an diesem Tag auch unsere Pflastersteine bestellt, die am 14.07. geliefert werden. Toll, dann geht es auch schon bald mit dem Pflastern los! :)

Zwischendurch kamen auch noch mal zwei Handwerker vorbei, die wohl mit dem Trinkwasseranschluss zu tun hatten (so stand es jedenfalls auf ihrem Fahrzeug) und Herr Heidschuster und sein Mitarbeiter besprachen mit den beiden noch kurz irgendetwas.


Blue Man Group. ;)

Gegen 8.20 Uhr fuhr dann Firma Peitz vor.


Herr Knittel nahm sich der beiden Mitarbeiter gleich an und besprach mit Ihnen noch mal die Details bzgl. der Platzierung der Abwasserpumpe und wo er den Regensammelschacht hinsetzen würde. 


Zwar hatte die Firma schon vor längerer Zeit eine detaillierte und bemaßte Skizze erhalten, aber sicher ist sicher. Zu diesem Zeitpunkt war irgendwie noch alles klar und Herr Knittel verabschiedete sich.

Inzwischen war auch schon unser Bauleiter eingetroffen, denn mittwochs ist er ja immer vor Ort. Zu unserem Glück! Denn auf einmal stellte Firma Peitz fest, dass unser HWR ja links ist. Das hätte man ja nicht gewusst! Unsere Abwasserpumpe aber war für rechts im Versickerungsgebiet eingeplant. Auf einmal hörten wir, dass ja dann der Weg zum HWR viel zu weit wäre. Zudem waren uns nur 8 m Verrohrung angeboten worden, jetzt aber 14 m notwendig. Und bei dieser Entfernung wäre zudem ein zusätzlicher Außensteuerkasten notwendig. Zudem befürchtete man über diese Entfernung auch Probleme mit der Pumpe. Und ein Stromanschluss fehlte auf einmal auch noch. Das alles wurde uns auf eine Art und Weise mitgeteilt, als ob wir diejenigen waren, die sich diese tolle Lösung ausgedacht hätten. Da waren wir schon ein wenig sprachlos.

Denn: Wir hatten uns mit Sicherheit nicht diese Platzierung ausgedacht, sondern das war Herr D. von Viebrock, der sich um unsere Bauantragsstellung gekümmert hat und mit dem wir ja sehr viel „Spaß“ hatten. Und: Peitz hatte unseren Grundriss seit November 2009 und die Entwässerungspläne mit eingezeichneter Abwasserstation seit Februar oder März 2010. Im Entwässerungsplan ist zwar nur der Hausumriss aufgezeichnet, man sieht aber deutlich, dass alle Leitungen von links an das Haus heranführen, da kann man sich dann wohl schon denken, dass dort der HWR ist. Und wie schon gesagt: Sie hatten unseren Grundriss schon seit November!

Peitz hat sich auch nachher selbst entlarvt, weil nämlich einer der beiden eine Mappe raus kramte, in welcher alle Unterlagen waren. Änderte nur nichts an der Situation! Was also tun?!

Kurzerhand wurde die Abwasserpumpe also nun nach links vors Haus verlegt und somit unter den Carport. Man sagte uns, dass der Deckel befahrbar ist. Also alles kein Problem. Zwar hätten wir den Deckel lieber im bepflanzten Versickerungsgebiet verschwinden lassen, aber dann ist er nun wenigstens dort halbwegs verborgen. Diese Positionierung erspart uns erstens zusätzliche Kosten für eine weitere Verrohrung, einen hässlichen Außensteuerkasten, der dann ja auch irgendwo vorne am Grundstück gewesen wäre, zudem die erwähnten möglichen Probleme in der Funktionalität aufgrund der Entfernung. Die Pumpe schlägt wohl gerne mal aufgrund von zu viel Kondenswasser an, was sich über größere Strecken natürlich mehr ansammelt.

Was ja auch noch fehlte, war eine Stromleitung. Wieder wurden wir als die Schuldigen hingestellt, warum diese denn nicht da wäre. Äh ja… Liebe Firma Peitz. Wir haben Dir gesagt, was wir brauchen. Nämlich die Pumpe etc. Dann musst Du uns nicht nur sagen, was Du für uns machst, sondern auch, was wir für Dich tun sollen bzw. was Du vorfinden musst, damit Du Deine Arbeit verrichten kannst. Klar ist das logisch, wird jetzt jeder sagen, dass die Pumpe Strom braucht. Auch bei Viebrock hätte das „jemandem“, der für die Planungen zuständig war, auffallen müssen, oder?

Dann hörten wir auf einmal, dass Firma Peitz in den HWR bohren muss. Denn den großen Außensteuerkasten bräuchten wir zwar nicht, dafür aber sowieso immer einen kleinen Innensteuerkasten. Wäre gut gewesen, das vorher zu wissen. Denn dann hätte man entsprechend alles vorbereiten können. Die Jungs hätten auch nicht selbst in den HWR bohren müssen und man hätte das sowieso alles besser machen können, als der Estrich noch nicht drin war und man viel besser gesehen hat, wo denn da überall Leitungen sind. *argh* Zudem mussten wir auch erst mal schauen, wo denn der blöde Kasten auch noch hin passt, denn von der Photovoltaik kommt auch noch irgendwas in den HWR. Hervorragend!!

Herr O. – wie immer die Ruhe selbst, es ist einfach nur bewundernswert – zauberte dann mal eben Bilder des Leitungsverlaufs herbei. Das Ganze ging dann noch eine Weile hin und her und man einigte sich schließlich darauf, etwas höher durchzubohren, um keine Leitungen im Boden zu beschädigen. Würde dann zwar nicht so schön aussehen, aber auch egal. Es ist nur der HWR. Und bevor die uns den Estrich wieder aufreißen müssen, ist uns diese Lösung 1.000x lieber.

Beschäftigt hat uns dieser ganze Kram bis 09.45 Uhr, also fast 90 Minuten!! Zwischendurch meinte der eine Peitzmitarbeiter halb fragend, dass wir ja sowieso noch vor Ort wären. Da bin ich (Rina) doch ein bisschen sauer geworden und habe ihn „freundlich“ darauf aufmerksam gemacht, dass ich heute schon noch zur Arbeit wollte!*grmbl*

Nachdem dieses Elend dann aber endlich geregelt war, zogen wir von dannen. Der vermeintliche Frieden währte aber nicht lange. Bevor wir aber vom nächsten Desaster berichten, hier noch ein paar Fotos von den morgendlichen Arbeiten. Das war das einzig Gute daran, dass wir so lange vor Ort waren. Fotos, Fotos, Fotos. ;)

Hier werden die dicken Rohre vom Anhänger gehoben, die unter unsere Überfahrt kommen (und darunter eben den Seitengraben verrohren).



Und hier schwebt der Schacht unserer Abwasserpumpe durch die Lüfte. Zunächst noch nach rechts. :P


Unser Baustellenwiki, Herr O., das allwissende Lexikon, erklärte uns übrigens an diesem Tag noch, warum diese kleinen Stäbchen im Estrich stecken. Wir wussten natürlich schon, dass sie etwas mit der Feuchtigkeitsmessung zu tun haben. Heute hörten wir, dass sie genau dort sitzen, weil dort ein „leitungsfreier Bereich“ sei. Das ist wichtig zu wissen, denn bei einer professionellen Feuchtigkeitsmessung (CM-Messung) wird nämlich ein faustgroßes Loch in den Estrich geschlagen. Und dann wäre es natürlich vorteilhaft, wenn man keine Leitungen trifft. :) Wir werden aber nur eine „normale“ Feuchtigkeitsmessung durchführen lassen, aber falls irgendjemanden die CM-Messung interessiert, u.a. hier ist es genau beschrieben: www.feuchteklinik.de/loesungen/feuchtemessung/cm-messung.html.

Abends rief dann unser Ansprechpartner Herr K. von Peitz an. Paddy war dran. Ein wenig süffisant begann er das Gespräch von wegen „Da sind Sie jetzt aber bestimmt enttäuscht, dass die Pumpe jetzt doch nicht dahin konnte, wo sie sie hin haben wollten, oder?“ Weiterhin belehrte er Paddy, dass das ja auch sowieso gar nicht gegangen wäre, weil der HWR ja nun mal links wäre. Ganz schön frech! Paddy meinte daraufhin, dass wir uns diese Position nicht ausgedacht hätten, sondern Viebrock. Und aufgrund dieser Zeichnung wäre ja auch das Angebot von Peitz erstellt worden! (Aber dann ja auch damals schon falsch, weil mit zu gering eingerechneter Verrohrung, obwohl unser Grundriss vorlag!)

Herr K. meinte dann, Paddy ins Wort fallen zu müssen und sagte, unser GaLa-Bauer hätte ja die Position bestimmt. Paddy ließ sich aber nicht das Wort abschneiden und meinte, dass er ihn bitte aussprechen lassen soll. Er erklärte nochmals, dass die ursprüngliche Position der Pumpstation von Viebrock bestimmt wurde. Der GaLa-Bauer hat lediglich die Position exakt eingemessen und festgelegt, damit sie nicht in der Pflasterfläche, sondern in unserem Versickerungsgebiet positioniert wird.

Zudem erfuhren wir noch von einem weiteren Problem: Die Pumpe muss an die öffentliche Druckrohrleitung angeschlossen werden. Da diese Leitung aber auf der anderen Straßenseite liegt und somit auf öffentlichem Grund, dürfe Peitz das nicht machen! Herr K. wollte sich nun mit der Stadt in Verbindung setzen, um zu klären, ob er hierfür die Genehmigung bekommen würde, und uns dann hierfür noch ein Angebot schicken.

Der Witz an dieser Sache ist: Im Entwässerungsplan, der sowohl Peitz als auch der Stadt vorliegt, ist die Druckrohrleitung eingezeichnet und hieraus hätte man schon erkennen müssen, dass der Anschluss außerhalb unseres Grundstücks liegt und Peitz das folglich nicht machen kann. Und schon damals (vor 4 Monaten!) hätte man uns einen deutlichen Hinweis geben müssen, dass wir da etwas zu tun haben.

Später waren wir dann noch mal beim Grundstück, um zu sehen, was sich denn heute noch alles getan hatte.

Unser Vorgarten war schon gut umgepflügt worden und der Versickerungsgraben inzwischen wieder komplett freigelegt.


Die Abwasserpumpe saß auch an ihrem neuen Platz.


Obwohl uns die Platzierung auch schon wieder halb den Kopf schütteln ließ, weil sie 1-2 m von der Stelle, die wir besprochen hatten, entfernt saß. Aber da sie noch unterm Carport und nicht in der Nähe von dessen Fundamenten ist, soll uns das egal sein.

Die Fallrohre waren auch schon „verrohrt“.


Ansonsten stapelte sich aber noch jede Menge Material auf dem Grundstück, d.h. Peitz hatte noch Einiges zu tun. Angekündigt war mal von Herrn K., dass das Ganze einen Tag dauern würde. Da aber neben den Arbeiten für Schmutz- und Regenwasser auch noch die Verrohrung über den Straßengraben mitgemacht wurde, dauert es halt ein wenig länger.


Das Dixi war auch ganz schön in Schieflage geraten. ;)


Mit diesem Anblick ging der Tag dann seinem Ende zu und wir konnten nur hoffen, dass der Donnerstag entspannter ablaufen würde.